Ausstellungen / Museum
Pinakothek der Moderne München
München, Barer Straße 40
- Sweeter than Honey
- Robotic Worlds
- Stefan Rinck
- City in the Cloud: Data on the Ground
- 100 Jahre - 100 Objekte
- Paula Scher: Type is Image
- Ins Freie
- Kitchen Culture
- Die Farbe von Glas
- Bildung & Vermittlung
- Online-Sammlung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen
- Sammlung Moderne Kunst
- Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts
- Kunst, Graphik, Architektur und Design
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Oldtimer-Depot
EFA Mobile Zeiten
Die beeindruckende Größe der Sammlung wird in unserem Oldtimer-Depot ersichtlich: Hier stehen rund 250 deutsche Automobil-Raritäten aus allen Epochen. Zu überwältigend, um sie alle auf einmal in der Ausstellung zu präsentieren. Darum öffnen wir das Oldtimer-Depot regelmäßig für Führungen. Wir öffnen das Depot einmal im Monat jeweils um 11:00 Uhr und 14:00 Uhr.
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Modelleisenbahn
EFA Mobile Zeiten
Die weltweit größte Modelleisenbahn ihrer Art. Ein Highlight der besonderen Art im EFA Mobile Zeiten und die erste Sammelleidenschaft von Ernst Freiberger senior, dem Gründer der Ausstellung: die weltweit größte serienmäßig hergestellte Modelleisenbahn der Spur II. Das sind rund 650 Meter Gleise auf 500 Quadratmeter Fläche in einer liebevoll gestalteten Modell-Landschaft. Über 50 Weichen, rund 80 verschiedene Signale und viele weitere Details werden Sie faszinieren. So fahren die Züge über eine 3 Meter lange Brücke und schlängeln sich durch eine felsige Landschaft und einen Steinbruch. Einen beeindruckenden Anblick bietet auch die Hafenanlage: Hier passiert die Eisenbahn ein 2,50 Meter langes Küstenschiff und ein 5,50 Meter langes Frachtschiff, umgeben von Ladekränen und einer Ölraffinerie. Hinweis: Bitte beachten Sie, dass der Zugang zur Modelleisenbahn-Ausstellung nicht barrierefrei ist. Die Eisenbahn ist bis auf Weiteres nicht in Betrieb, kann aber besichtigt werden.
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EFA Ausstellung
EFA Mobile Zeiten
Erleben Sie in einer multimedialen Ausstellung die Meilensteine deutscher Automobilgeschichte. Es erwartet Sie eine faszinierende Zeitreise durch sämtliche Epochen – von der ersten Motor-Kutsche über die grandiosen Schöpfungen der 20er und 30er Jahre, die legendären Kleinwagen der 50er Jahre bis zu den Klassikern der 70er und 80er Jahre. Erfahren Sie in einem weiteren Themenbereich der EFA Ausstellung mehr über die Entwicklung der weltweiten Massenmobilität. Ein besonders kunstvolles Beispiel ist unser Exponat: ein mit unglaublich viel Liebe zum Detail dekorierter Fernbus, der einst auf Pakistans Straßen unterwegs war.
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ECHOES. Skin Contact
Haus der Kunst
Unsere jährliche Live-Ausstellung ECHOES untersucht auch dieses Mal wieder das Zusammenspiel von Körper und medialer Realität durch Performances, Konzerte, Gespräche und Videoarbeiten. 2026 widmet sich die vierte Ausgabe „Skin Contact" dem Erwachsenwerden in einer digitalisierten Welt und fragt, wie wir uns mit anderen Menschen, mit Technologie und nicht-menschlichen Wesen verbinden. „ECHOES. Skin Contact“ untersucht das Zusammenspiel von Körper und medialer Realität durch Performances, Konzerte, Gespräche und Videoarbeiten. 2026 widmet sich die jährliche Live-Ausstellung dem Erwachsenwerden in einer digitalisierten Welt und fragt, wie wir uns mit anderen Menschen, mit Technologie und nicht-menschlichen Wesen verbinden. An zwei Wochenenden laden Künstler*innen in sinnliche Räume der Reflexion und Transformation ein – wo Begehren auf Zweifel trifft und Klang zum Medium für Intimität und Spiel wird. Kuratiert von Sarah Miles und Sarah Johanna Theurer
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Sanierung der Neuen Pinakothek
Neue Pinakothek
Die Neue Pinakothek wird grundlegend saniert. Deshalb ist das Museum derzeit geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für 2030 geplant. Während dieser Zeit ist eine Auswahl von Hauptwerken der Kunst des 19. Jahrhunderts im Erdgeschoss der Alten Pinakothek und in der Sammlung Schack ausgestellt. Ob ein Werk derzeit ausgestellt ist, sehen Sie bei der jeweiligen Standortangabe in unserer Online-Sammlung.
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Stefan Rinck
Pinakothek der Moderne
Über das Rotundenprojekt Zweifellos sind die Skulpturen von Stefan Rinck keine Leichtgewichte. Und doch erscheinen sie wie federleichte Phantasiespiele, in denen der Bildhauer Facetten der High- und Low-Kultur mit Epochen der Kultur- und Kunstgeschichte wagemutig verwirbelt. Ihre widersprüchliche Natur wirkt bezwingend, da sie weniger als steinschwere Monumente denn mehr als freigeistige Capriccios Eindruck machen. Es ist diese Selbstverständlichkeit, die einnehmend auf uns wirkt. Allesamt sind es künstlerische Parameter, die Stefan Rinck in seinem Werk verfolgt. Mit Fingerspitzengefühl justiert er sie von Skulptur zu Skulptur fortwährend neu aus. Vice versa stimulieren sie seine künstlerische Auseinandersetzung mit der Welt. Unter seinen Händen wachsen sich rohe Gesteinsbrocken zu unbekannten sublimen Wesen aus. Schon bei der Vorauswahl der jeweiligen Steinart denkt er die für das Material spezifischen Bearbeitungsmethoden mit, um der allure der zukünftigen Skulptur gerecht zu werden. Mit der Kennerschaft des Steinmetzes kann sich sein Blick sprunghaft vom eher spröden, lehmfarbenen Elbsandstein hin zum harten und farbintensiven blauen Macauba- oder grünen Atlantis-Quarzit wenden, um unvermutet einen Block schneeweißen Statuario-Marmor, das Nonplusultra jedes klassischen Bildhauers, für seine nächste folie ins Auge zu fassen. Die Material-Melange seines Skulpturenparks beschwört ein phantastisches Panoptikum flirrender Lebensgeister herauf, denen er Leben einhaucht. Mit ihrem vielfach überdrehten Habitus erinnern sie an Picassos extraterrestrische Gaukler der blauen und rosa Periode. Wie sie bevölkern Rincks Statuen unsere Lebenswelt, ohne unsere Realität zu teilen. Das macht sie für uns so anziehend. Unvermittelt werden wir berührt von der Fremde ihres märchenhaften Habitats, das aus der Nähe, aber mit sicherem Abstand betrachtet, unserer menschlichen Natur mit ihren Sehnsüchten und Ängsten nicht unähnlich ist. Damit zieht uns der vielbelesene Künstler auch tief in die Kultur- und Kunstgeschichte hinein, die sich in seinem Werk ablesen lässt, und teilt seinen Wissensschatz mit uns. Beispielsweise ist seine Begeisterung für die romanische und gotische Kathedralskulptur unübersehbar. Spaßhalber könnte man meinen, dass er in seinen Skulpturen ihren Abwehrzauber für die Gegenwart aktiviert. Vielfach sind es epochale Meilensteine, die er zitiert und in eine neue, zeitgemäße Form transferiert, um nicht zuletzt mit seinem Werk auf die Gegenwart zu reagieren. Die aktuelle Publikation erscheint anlässlich von Stefan Rincks Einzelausstellung in der Pinakothek der Moderne. Ab Ende 2025 realisiert er das erste von drei Rotundenprojekten, die von der Staatlichen Graphischen Sammlung München kuratiert werden. Der dazugehörige Katalog versammelt zentrale Skulpturen, die der Künstler in den letzten zehn Jahren geschaffen hat, und gibt einen Überblick über seine eigensinnige künstlerische Entwicklung. Daneben dokumentiert er Rincks fulminantes Crescendo von mehr als dreißig neu geschaffenen Skulpturen, die unter dem Titel Der Alpen-Clan kehrt zurück in die Pinakothek Einzug gehalten haben. Wie selbstverständlich beschwören sie ein bajuwarisches Lebensgefühl herauf, in dem tradierte Kulturpraktiken wie Brauchtum und Aberglauben, aber auch Heimatstolz und nicht zuletzt Festtagskultur neu interpretiert werden. Rincks jüngst geschaffenes Panoptikum für die Pinakothek der Moderne hinterfragt mit Humor in seiner ortspezifischen Installation regional geprägte kulturelle Praktiken, macht sie sich zu eigen und deutet sie um. Nicht ohne ein Augenzwinkern stellt er – man erinnere sich an die hierarchische Strukturen außer Kraft setzende mittelalterliche Festkultur, wie sie beispielsweise noch rudimentär im bayerischen Fasching fortlebt – der bestehenden Ordnung eine Alternative gegenüber. Hier zeigt sich seine subtile künstlerische Strategie, mit der er komplexe Fragen eher zur Diskussion stellt, als dass sein Werk eindimensionale Antworten bereithält. (Bild: Stefan Rinck: Alles von Dostojewski, 2025 Sandstein, 82 x 78 x 55 cm Foto: Matthias Kolb, © VG BildKunst, Bonn 2025)
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Robotic Worlds
Pinakothek der Moderne
Zu Beginn des sogenannten Zeitalters der Roboter widmet sich Die Neue Sammlung diesen vergleichsweise jungen Zeitgenossen des Menschen. Seit über 100 Jahren prägen Roboter unsere Vorstellungen von zukünftigen und parallelen Welten. In den letzten Jahren sind sie fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Expert:innen zufolge werden ihre Einsatzgebiete in den kommenden Jahren rasant zunehmen. An diesem historischen Wendepunkt richtet die Ausstellung den Blick auf die menschliche Vorstellung von Robotern sowie ihre reale Form und Funktion. Präsentiert werden herausragende Roboter und Roboter-Spielfiguren von ca. 1960 bis heute. Sie zeigen sowohl, welche menschlichen Fantasien und utopischen Welten mit Robotern verbunden sind, als auch die verschiedenen Umsetzungen und Gestaltungen funktionaler Roboter. Die Spielfiguren sind meist der Mensch- und Tierwelt eher unähnlich, sie erscheinen als kraftstrotzende, zu übermenschlichen Taten fähige Automaten. Tatsächliche Roboter zeigen ein vielfältigeres Bild, das je nach Einsatzgebiet stark variiert. Haushaltshelfer und echte Spielzeugroboter wurden in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren meist in Tierform ausgeführt, um sie dem vertrauten Bereich der Haus- und Nutztiere zuzuordnen. In jüngerer Zeit sind einige Service-Roboter auch neutral gehalten. Die humanoiden Roboter des letzten Jahrzehnts bis in unsere Gegenwart werden hingegen dem Menschen immer ähnlicher, und sie übernehmen auch menschliche Aufgabenbereiche, von der Konversation über das Erledigen von Haushaltsarbeiten bis hin zu automatisierten Pfleger:innen und Ärzt:innen. Präsentiert werden Meilensteine der Roboterentwicklung aus der eigenen Sammlung sowie spektakuläre Leihgaben des Lehrstuhls für Kognitive Systeme der TU München, die diesen Bestand durch lebensgroße humanoide Roboter ergänzen. So können unterschiedliche Einsatzgebiete der Robotik gezeigt werden, wie Haushalt, Industrie, Rettungswesen, Kommunikation und Pflege sowie Forschung und Bildung. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit Prof. Gordon Cheng und dem Lehrstuhl für Kognitive Systeme der TU München. Robotic Worlds ist Teil der Neugestaltung des Ausstellungsrundgangs zum 100-jährigen Jubiläum der Neuen Sammlung, die neue thematische Schwerpunkte setzt. Das Raumkonzept einer Fertigungsstraße wurde von dem Münchner Designbüro OHA Office (Office Heinzelmann Ayadi) entwickelt. (Bild: Mark Tilden, Spielzeugroboter Roboquad, 2007, Wowwee Group; Foto: Die Neue Sammlung (A. Laurenzo))
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Sweeter than Honey
Pinakothek der Moderne
Die Written Art Collection ist in ihrem Sammlungsprofil einzigartig. Erstmals widmet die Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne den Werkbeständen aus skripturaler und textbasierter Kunst eine umfassende Sonderausstellung. Rund 60 künstlerische Positionen laden die Besucher:innen in einem Parcours auf 1.200 qm Ausstellungsfläche ein, das Panorama der Written Art zu entdecken und die Wechselbeziehung von Schrift und Bild in all ihren Facetten zu erkunden. Die Auswahl der Werke präsentiert Schrift als künstlerisches Medium und Material von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. „Sweeter than Honey. Ein Panorama der Written Art“ eröffnet einen spannungsreichen, gesellschafts-politischen Dialog von Künstler:innen aus einer kulturübergreifenden, globalen Perspektive. Der Ausstellungstitel wurde inspiriert von dem Werk „Knowledge Is Sweeter Than Honey (Arabic)” (2012) aus der Mashrabiya-Serie der ägyptisch-deutschen Künstlerin Susan Hefuna. Honig ist ein fluides, kulturübergreifendes Element und Symbol für die Süße von Erkenntnis und Weisheit. Zugleich steht der Titel auch dafür, dass bittere Worte durch Kunst und Poesie „süßer als Honig“ werden können. Somit verdeutlicht er die poetische Kraft der Kunst, Wissen auf sinnliche Weise zu vermitteln. Das Phänomen der Schrift im Bild wird im handschriftlichen Ausdruck, in Kalligrafie und Typografie erkundet. Ausgehend vom Informel der 1950er-Jahre über die Konzeptkunst seit den 1960er-Jahren stellen die über 100 präsentierten Werke die Kontinuität der Bedeutung geschriebener Kunst über Generationen und Kulturen bis in die Gegenwart vor. Künstler:innen erfinden fantasievolle Alphabete und abstrakte Zeichensprachen, schreiben Gedichte und Kalendereinträge, zitieren aus Literatur und politischen Dokumenten, übersetzen Gedanken und Gespräche in gesprayte, grafische, gestische oder gestickte Botschaften. Die Performativität des Schreibens wird in materiellen und körperlichen Spuren in der Malerei und Fotografie sowie in raumgreifenden Werken erfahrbar. „Sweeter than Honey. Ein Panorama der Written Art“ ist die bislang umfassendste Präsentation der Written Art Collection und stellt damit den Höhepunkt der langfristigen Kooperation mit der Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne dar. Mit Werken von Etel Adnan, Nasrollah Afjei, Maliheh Afnan, Khaled Al-Saai, Mounira Al Solh, Siah Armajani, Younes Baba-Ali, Willi Baumeister, Alighiero Boetti, Peter Brüning, Sophie Calle, Chen Danqing, Claudia Comte, Thierry De Cordier, Mohammad Ehsaei, Golnaz Fathi, Jilali Gharbaoui, Karl Otto Götz, Adolph Gottlieb, Katharina Grosse, Gu Wenda, Shilpa Gupta, Andreas Gursky, Hans Hartung, Susan Hefuna, Hans Hofmann, Jenny Holzer, Rebecca Horn, Yūichi Inoue, Alfredo Jaar, On Kawara, Franz Kline, Glenn Ligon, Nja Mahdaoui, Mark Manders, Brice Marden, André Masson, Hassan Massoudy, Georges Mathieu, Henri Michaux, Joan Mitchell, Shiryū Morita, Farhad Moshiri, Adam Pendleton, Qiu Zhijie, Walid Raad, Ed Ruscha, Kazuo Shiraga, Pierre Soulages, Hiroshi Sugimoto, Rirkrit Tiravanija, Mark Tobey, Lawrence Weiner, Fritz Winter.
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TUNE Installation. Beni Brachtel. ATTACK DECAY SUSTAIN
Haus der Kunst
ATTACK DECAY SUSTAIN ist eine neue mehrkanalige Audioinstallation des Musikers und Komponisten Beni Brachtel, die für das TUNE-Sound-Programm im Terrassensaal in Auftrag gegeben wurde. Sie wird ab dem 12.12.25 für sechs Monate installiert sein. Am 12. & 13.9.25 präsentiert der Künstler im Rahmen von TUNE eine Live-Adaption der Klanginstallation an zwei aufeinanderfolgenden Abenden, deren Performances einander ergänzen. Das Werk wird von der Cellogruppe der Münchner Symphoniker interpretiert und setzt Brachtels Zusammenarbeit mit diesem Ensemble fort. Sie begann 2024, als er für Ersan Mondtags Beitrag zum Deutschen Pavillon auf der Biennale di Venezia 2024 seine Orchestersuite Monument eines unbekannten Menschen komponierte und mit dem Ensemble aufnahm.
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Sandra Vásquez de la Horra. Soy Energía
Haus der Kunst
Die chilenische Künstlerin Sandra Vásquez de la Horra (geb. 1967, Viña del Mar, Chile) vereint in ihrer multidisziplinären künstlerischen Praxis transnationale und indigene Perspektiven. Ihr vor allem zeichnerisches und malerisches, aber auch filmisches und performatives Lebenswerk umfasst komplexe Ereignisse, Geschichten, Riten und Glaubensvorstellungen, die sowohl in ihrem Aufwachsen in Chile als auch in den vielen Jahren ihres Lebens in Deutschland wurzeln. „Soy Energía“, ihre erste institutionelle Überblicksausstellung in Europa, ist ihrer experimentellen Praxis gewidmet, wobei ihr räumliches, energetisches und weltumfassendes Denken im Mittelpunkt steht. Ausgehend von der Multiperspektivität ihres Werks lädt die Ausstellung zu einer Begegnung mit dem spirituellen, Mensch und Natur versöhnenden Kosmos der Künstlerin ein und würdigt ihr Engagement für Selbstbestimmung, Frauen- und Menschenrechte. Erfahrungen von Verfolgung, Unterdrückung und Migration spielen dabei eine wesentliche Rolle. Sandra Vásquez de la Horra entwickelt eigens eine Ausstellungspraxis, die sich vom Arbeiten mit organischen Materialien ableitet wie auch szenografische Ansätze in den Raum erweitert und berührende existentielle Erlebnisse vermittelt. Vásquez de la Horras frühe Werkserien entstanden während der Herrschaft des Pinochet-Regimes in Chile von Mitte der 1980er bis in die 1990er Jahre, wobei sie sich mit dem Körper und dessen weltlicher Einbettung mittels Zeichen, Fragmenten und Sprache befasste. Sie schafft Zeichnungen von fabelhaften Mischwesen mit menschlichen, tierischen und pflanzlichen Zügen, die auf die Unvereinbarkeit von Geschichte und Moral anspielen. Die in Bienenwachs getränkten Arbeiten – eine Technik, die sie seit 1997 anwendet – präsentiert sie in experimentellen Hängungen, um multiperspektivische Geschichten und Raumkonstellationen zu gestalten. In ihren ersten Jahren in Europa schuf Vásquez de la Horra Video-Performances, die nun erstmals gezeigt werden. Darin verarbeitet sie biografisch genauso wie historisch bedeutsame Ereignisse und Themen wie Einsamkeit, Trennung und Rassismus. Die Ausstellung verbindet die historische Dimension des Werks mit seiner Entwicklung in die Gegenwart. Kuratiert von Jana Baumann mit Marlene Mützel.
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Cyprien Gaillard. Wassermusik
Haus der Kunst
München ist einer der Hauptschauplätze von Cyprien Gaillards neuestem Film Retinal Rivalry, einem wegweisenden Werk, das uns mit auf eine Zeitreise und unter die Oberfläche der Stadt nimmt. Retinal Rivalry setzt Gaillards Auseinandersetzung mit stereoskopischen Filmen fort, die er erstmals in seinem Film Nightlife (2015) begann, und erforscht deren skulpturale und psychedelische Potenziale. Bei unserer Reflexion über öffentliche Denkmäler und ihre Bedeutungen lassen wir uns von Gaillards langjähriger Suche nach Artefakten und Architekturen inspirieren, die ihren ursprünglichen Zweck verloren haben. Daraus ergibt sich die Frage, wie das Gebäude des Haus der Kunst als Denkmal seiner schwierigen Geschichte fungiert und sich durch neue Werke lebender Künstler*innen immer wieder neu entfaltet. Gaillards bedeutende Filminstallation wird in der Ausstellung um eine neue Fotoserie sowie ortsspezifische Arbeiten des Künstlers ergänzt. Cyprien Gaillard lebt in Berlin und Paris. Er arbeitet mit verschiedenen Medien, darunter Fotografie, Film, Video, Collage, Installation und Live-Performance. Er schafft einen außergewöhnlichen Kosmos, in dem Phänomene wie zivilisatorische Umbrüche oder die geologische Zeit in neuen Formen Ausdruck finden. Gaillard beschäftigen die Trümmer der Moderne und die Wechselwirkung zwischen von Menschen gemachten Artefakten, urbaner Geografie und Psychologie. Sein Werk bejaht eine Poesie der Entropie, die Geschichte neu sortiert, um Licht auf die Gegenwart zu werfen. Der Film Retinal Rivalry ist eine Koproduktion des Haus der Kunst und der Fondation Beyeler, wo er im Sommer 2024 erstmals gezeigt wurde. Indem das Werk den Bildraum erweitert und die Räumlichkeit des Mediums Film als Organisationsprinzip für unterschiedliche Themen nutzt, lässt es das Narrative hinter sich und konzentriert sich auf das reine Sehen. Kuratiert von Xue Tan mit Lydia Antoniou und Laila Wu.
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100 Jahre - 100 Objekte
Pinakothek der Moderne
ZUM 100 JÄHRIGEN BESTEHEN DER NEUEN SAMMLUNG Anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums präsentiert sich Die Neue Sammlung mit einer Ausstellung von 100 Objekten. Die Auswahl veranschaulicht den Reichtum und die Vielfalt ihres Sammlungsbestandes. Gezeigt werden neben zahlreichen ikonischen Werken viele unbekannte Schätze, die bislang noch nie in der Pinakothek der Moderne zu sehen waren. Die Präsentation folgt dabei keiner traditionellen Chronologie. Stattdessen richtet sie den Blick auf die Zeit, in der die Objekte ins Museum gelangten und ermöglicht so eine neue Sicht auf die Historie des Hauses. Wann wurde etwas gesammelt? Folgen die Erwerbungen neuen Erkenntnissen oder Moden? Wie haben sich die Sammlungsgebiete über die Jahre entwickelt? Die Präsentation bildet Tendenzen, Erkenntnisse und Einflüsse ab, um die Sammlung neu zu befragen und erlebbar zu machen. (Bild: Eileen Gray, S-Chair, um 1938, André-Joseph Roattino (zugeschrieben), Castellar, Frankreich; Foto: Die Neue Sammlung (A. Laurenzo))
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Kitchen Culture
Pinakothek der Moderne
Von der ersten Einbauküche bis zur individuell konfigurierten Küche von heute liegen knapp 100 Jahre. Eine lange Zeit, in der Designer und Designerinnen immer wieder neue Lösungen entwickelten und damit zugleich auf die Veränderungen der Gesellschaft und unseres Alltagslebens reagierten. Die Spannbreite reicht von der simplen Kochzelle bis zur Küche als kommunikatives Zentrum des Wohnbereichs. Aus dem umfangreichen Bestand der Neuen Sammlung werden die designhistorischen Meilensteine der Küchengeschichte präsentiert: Den Anfang bildet die Frankfurter Küche von Grete Schütte-Lihotzky, gefolgt von den Entwicklungen am Bauhaus und der Nachkriegszeit, von Le Corbusiers Küche für die Unité d´habitation in Marseille oder Arne Jacobsens Interbauküche in Berlin. Für neue Ansätze stehen Stefan Wewerkas Küchenbaum oder die Werkbank von bulthaup, die mit der Küche von J*Gast bis in unsere unmittelbare Gegenwart reichen und ein Bild von der Vielfalt heutiger Anforderungen, neuer Ideen und gestalterischen Vorstellungen vermitteln. In Hinblick auf das 100-jährige Jubiläum setzt Die Neue Sammlung in ihren Räumen neue thematische Schwerpunkte. Ausstellungsdesign: OHA (Sami Ayadi, Jan Heinzelmann)
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Paula Scher:
Paula Scher:
Type is Image
Pinakothek der Moderne
Paula Scher (geb. 1948) ist die international einflussreichste und erfolgreichste Grafikerin ihrer Generation. Ihre Entwürfe haben Generationen von Designer:innen geprägt und sind zu Ikonen des Grafikdesigns geworden. Dabei steht für die Grafikerin die Schrift, also die Typografie im Zentrum ihrer Arbeiten. Die Neue Sammlung – The Design Museum zeigt mit „Paula Scher: Type is Image“ die erste Einzelausstellung in Deutschland. Von ihren frühen und preisgekrönten Album-Covern der 1970er Jahre, über ihre langjährige Arbeit für das New York Public Theater und Corporate-Identity-Aufträge wie jenen für Microsoft Windows 8 bis zu ihren jüngsten Arbeiten an handgemalten Landkarten wird das gesamte Spektrum ihrer Arbeit in herausragenden Entwürfen vorgestellt. Mit „Paula Scher: Type is Image“ präsentiert Die Neue Sammlung – The Design Museum das umfangreiche und vielfältige Werk dieser Grafikerin auf spielerische Weise in einer neu entwickelten raumbezogenen Inszenierung. Gefördert von Allianz; PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne
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Mix & Match. Die Sammlung neu entdecken
Pinakothek der Moderne
Zum 20-jährigen Jubiläum der Pinakothek der Moderne präsentiert sich die Sammlung Moderne Kunst neu auf 3.600 qm Ausstellungsfläche mit rund 350 Werken von mehr als 150 Künstler:innen. Unter dem programmatischen Ausstellungstitel MIX & MATCH begegnen sich Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Videokunst erstmals in epochen- und medienübergreifenden Themenräumen. Kunstwerke aus 120 Jahren eröffnen in unkonventionellen Gegenüberstellungen lebendige Perspektiven auf zentrale Fragestellungen unserer Gegenwart. Seit der Eröffnung der Pinakothek der Moderne 2002 haben sich nicht nur die Sammlungsbestände vergrößert und erweitert. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche und Krisen überdenkt die Institution Museum vielfach ihre Kernaufgaben und Ausstellungspraxis. Im Zuge von Globalisierung und Vernetzung besteht der Wunsch nach einer Revision des eurozentristischen und nordamerikanischen Kanons. Das Bewusstsein für eine Kunstgeschichte der Wieder- und Neuentdeckungen ist geweckt. Die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen während der vergangenen zwanzig Jahre haben für die Sammlung Moderne Kunst nicht nur eine willkommene Verjüngung und Internationalisierung mit sich gebracht, sondern auch eine bewusste Erweiterung der ehemals ausschließlichen Gemäldesammlung um die Bereiche Skulptur, Installation, Fotografie und Zeitbasierte Medien. Ein Meilenstein für die Ausweitung der fotografischen Bestände um die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war 2010 die Angliederung der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. Die jüngst aufgenommene Kooperation mit der Written Art Collection verbreitert das Spektrum der Sammlung um Kulturräume des Nahen und Mittleren Ostens sowie Ostasiens. Der neue Sammlungsrundgang beleuchtet Inhalte, die für die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts von zunehmender Relevanz sind – wie sozialer Zusammenhalt, Migrationsbewegungen, neue Formen der Arbeit oder Umweltfragen. Aber auch kunsthistorisch traditionsreiche Gattungen und Motive wie der Akt, das Selbstporträt oder Naturbilder bis hin zu ästhetischen Konzepten des Anti-Akademischen oder des Spirituellen werden von Künstlerinnen und Künstlern neu befragt. Als gattungs- und epochenübergreifende Präsentation folgt MIX & MATCH sowohl der interdisziplinären Gründungsidee der Pinakothek der Moderne als auch dem Bewusstsein für Diversität und Wandel in unserer unmittelbaren Gegenwart. Entsprechend ist MIX & MATCH auch keine statische Präsentation. Empfindliche Werke auf Papier oder textile Arbeiten werden in regelmäßigen Abständen ausgewechselt. Durch diese Umhängungen entstehen neue Dialoge und es können deutlich mehr Exponate aus den reichen Sammlungsbeständen gezeigt werden; einige von ihnen sind bislang noch nie präsentiert worden. Ein wiederholter Besuch ist daher lohnenswert. Unter den Künstler:innen des Jubiläumsjahres sind: Herbert Achternbusch, Bas Jan Ader, Etel Adnan, Siegfried Anzinger, Ida Applebroog, Joannis Avramidis, Monika Baer, Lewis Baltz, Georg Baselitz, Bernd & Hilla Becher, Max Beckmann, Laurenz Berges, Benjamin Bergmann, Joseph Beuys, Aenne Biermann, Karl Blossfeldt, Alighiero Boetti, André Butzer, Heinrich Campendonck, Lovis Corinth, David Claerbout, Robert Delaunay, Rineke Dijkstra, Peter Doig, César Domela, Carroll Dunham, Tracey Emin, Dan Flavin, Max Ernst, Omer Fast, Lee Friedlander, Otto Freundlich, Franz Gertsch, Rupprecht Geiger, Carl Grossberg, Katharina Grosse, Andreas Gursky, Hans Hartung, Haubitz + Zoche, Florence Henri, Jenny Holzer, Axel Hütte, Alexej Jawlensky, Asger Jorn, Wassily Kandinsky, On Kawara, Mike Kelley, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Jochen Klein, Oskar Kokoschka, Helmut Kolle, Käthe Kollwitz, Germaine Krull, Marie-Jo Lafontaine, Bo Christian Larsson, Maria Lassnig, Wilhelm Lehmbruck, Eva Leitolf, Zoe Leonard, Carl Lohse, August Macke, René Magritte, Mark Manders, Franz Marc, Henri Matisse, Jonathan Meese, Stephan Melzl, Olaf Metzel, Giorgio Morandi, Otto Mueller, Nicholas Nixon, Henrik Olesen, Martin Parr, Beate Passow, A. R. Penck, Paul Pfeiffer, Pablo Picasso, Adrian Piper, Sigmar Polke, Carl Theodor Protzen, Neo Rauch, Franz Radziwill, Albert Renger-Patzsch, Germaine Richier, Gerhard Richter, August Sander, Christian Schad, Josef Scharl, Oskar Schlemmer, Michael Schmidt, Bernard Schulze, George Segal, Friedrich Seidenstücker, Tschabalala Self, Gino Severini, Renée Sintenis, Thomas Steffl, Norbert Tadeusz, Rosemarie Trockel, Luc Tuymans, Andy Warhol, Jeff Wall, Fritz Winter, Amelie von Wulffen, Stefanie Zoche u. v. m. Die Neueinrichtung der Säle wurde durch zahlreiche „Raumpatenschaften“ ermöglicht. Ihnen gilt ein herzlicher Dank für die großzügige Unterstützung. Gefördert durch: Allianz; Atoss Software AG; Karin und Roland Berger; Deutsche Invest Capital Partners; DJE Kapital AG; goetzpartners, Herbert Schuchardt Stiftung; International Patrons of the Pinakothek e.V.; Martina und Florian Kurz; PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V.; Ragaller Gruppe Deutschland; Dr. Helmut Röschinger; Theo Wormland Stiftung; VHV Stiftung; Adelhaid Winterstein; Written Art Collection Medienpartner: ARTE, egoFM, Süddeutsche Zeitung
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Die Farbe von Glas
Pinakothek der Moderne
Glas in seiner technischen Vielfalt und brillanten Farbenpracht zeigt Die Neue Sammlung in einer Auswahl ihrer Highlights. Seriell hergestelltes Hohlglas für den alltäglichen Gebrauch, einzigartige, freie Objekte aus Glas als auch architekturbezogene Entwürfe – die Präsentation stellt nicht nur die Faszination von farblosem und farbigem Glas dar, sondern auch technische Kunstfertigkeit, vielseitige Formensprache und unterschiedliche Funktionsanforderungen. Dabei spiegelt sich auch die Sammlungsgeschichte wider: es wurde seit Gründung des Hauses 1925 international und zeitgenössisch gesammelt. In einer Rauminszenierung werden Design, Handwerkskunst und freie Kunst miteinander verschränkt und durch Positionen aus den Bereichen Architektur und Fotografie ergänzt. In Hinblick auf das 100-jährige Jubiläum setzt Die Neue Sammlung in ihren Räumen neue thematische Schwerpunkte. Ausstellungsdesign: OHA (Sami Ayadi, Jan Heinzelmann) Gefördert von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne Eröffnung: 04.07.2024, Dauerausstellung (Bild: Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtova, Objekte Prostor I., Prostor II., Prostor III. (Space I., Space II., Space III.), 1991/1992, Foto: Die Neue Sammlung, Alexander Laurenzo)
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Ins Freie
Pinakothek der Moderne
Die Ausstellung „Ins Freie“ nimmt eine grundlegende menschliche Sehnsucht in den Blick: den Drang nach draußen. Egal ob in die Natur, den Park, den heimischen Garten oder die Stadt, allein oder in Gesellschaft – das Bedürfnis, freie Zeit im Außenraum zu verbringen, ist heute aktueller denn je. Im Design spiegelt sich diese jahrhundertealte Sehnsucht auf vielfältige Weise wider, sei es in Entwürfen für den Außenbereich, in Sportgeräten oder in falt-, klapp- und tragbaren Objekten. Auch die Natur selbst dient als Inspirationsquelle für Designobjekte. Die Exponate reichen von Campingzubehör aus der ehemaligen DDR über 3D-gedruckte Gartenstühle aus Recyclingkunststoff bis hin zu Parkmobiliar, das Social Distancing unterstützt. Insgesamt sieben Themenkomplexe gliedern die Ausstellung und verweisen auch auf verschiedene Sammlungsbereiche des Museums: „Draußen = Drinnen“, „Sitzen im Freien“, „Camping in der DDR“, „Urbane Mobilität“, „Park und Pandemie“, „Sport in der Natur“ und „Föhnhimmel“. Ein Steg, der wie die gesamte Ausstellungsarchitektur aus recyceltem und wiederverwendbarem Material besteht, führt durch den Raum und ermöglicht Perspektiven auf die unterschiedlichen Themen und Zeiten. Die präsentierten Objekte machen deutlich, dass Design stets gesellschafts- und zeitgebunden ist. Zum Beispiel das Material Kunststoff: In den 1960er-Jahren scheinbar zukunftsweisend ist es heute ein kaum lösbares Umweltproblem. Aktuell stellen vor allem Fragen der Nachhaltigkeit Designerinnen und Designer vor große Herausforderungen. Die Ausstellung lädt dazu ein, sich mit dem stets wandelbaren Verhältnis von Mensch und Natur, von privatem und öffentlichem Raum, von drinnen und draußen, aber auch mit unserer Verantwortung gegenüber „Ins Freie“ zu beschäftigen. Die Ausstellungsgestaltung wurde entwickelt in Kooperation mit dem Designer Hannes Gumpp. Zur Ausstellung erscheint ein Objektheft in Deutsch, Englisch und Leichter Sprache. Kooperationspartner: DOK.fest München Goethe Institut Kunstareal München Hochschule für Musik und Theater, München
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Rupert Huber. Begegnungsmusik
Pinakothek der Moderne
Musik lebt zwischen Menschen. Das ist das Credo des Musikers, Komponisten und Musikkünstlers Rupert Huber. Eigens für die Rotunde der Pinakothek der Moderne hat er im Dialog mit der Ars Electronica Solutions ein Musikstück geschaffen, das durch die Besucherinnen und Besucher des Museums aufgeführt wird. Denn erst deren Bewegungen lösen die Melodiesequenzen der Komposition aus und erschaffen so die Musik der Begegnung. „Soziale Musik“ heißt das musikalisch-räumliche Format von Rupert Huber, in dem menschliche Begegnung zu Musik wird. „Soziale Musik“ erweitert das traditionelle musikalische System von zeitlicher Entwicklung und Tonhöhen um die Ebene des Möglichen, nicht Festgelegten. Auch die „Begegnungsmusik“ basiert darauf, unvorhersehbare Ereignisse in eine Komposition einarbeiten zu können – durch Interaktion: Eine Person bewegt sich, ein Sensor erfasst ihre Bewegung und löst eine melodische Tonfolge aus. Mehrere Personen erschaffen auf diese Weise eine Art Symphonie: Ihre Begegnung wird nicht nur orchestriert, sie ist die Basis der Musikinstallation – eine Symphonie des Zusammentreffens von Menschen. Die Töne sind an die architektonische Situation der Rotunde in der Pinakothek der Moderne angepasst, die Proportionen des Raums bestimmen die Harmonisierung der Stimmen. Rupert Huber (*1967) lebt in Wien und arbeitet international. Innovative Ansätze und neue musikalische Ausdrucksformen machen ihn zu einer bedeutenden Figur in der zeitgenössischen Musikszene. Als Komponist ist er vor allem für seine Musikinstallationen, das elektronische Musikprojekt „tosca“ und seine Klavierstücke bekannt. Für ihn ist Musik Kommunikation und ein Beitrag zur Verständigung. In Kooperation mit: Ars Electronica Solutions Michael Mondria, Managing Director Harald Moser, Creative Direction & Project Management David Holzweber, Technical Operations Petros Kataras, Creative Engineering Renée Gadsden, Artistic Advisor AVL Cultural Foundation Das Projekt wird ermöglicht durch PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V. Das Projekt wird unterstützt durch Ars Electronica Solutions, AVL Cultural Foundation, Fohhn Audio AG, Rent.Group. Dank an Miro Craemer (Bild: Rupert Huber, Skizze zur „Walking Music“, Ton, Raum und Obertonverhältnis, Wien 2019 © Rupert Huber)
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