Ausstellungen / Museum
Pinakothek der Moderne München
München, Barer Straße 40
- Between and Beyond
- Robotic Worlds
- 100 Jahre - 100 Objekte
- Ins Freie
- Kitchen Culture
- Die Farbe von Glas
- Bildung & Vermittlung - Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
- Online-Sammlung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen
- Sammlung Moderne Kunst
- Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts
- Kunst, Graphik, Architektur und Design
Ausstellungen / Ausstellung
Konfiguration der Auflösung - Kunst & Wissenschaft
Martinsried, Am Klopferspitz 18
Ausstellungen
| Installation
Ausstellungen
| Installation
Arto Lindsay mit Stefan Brunner. „My Body is Unfinished, a Re-purposed Parade“
Haus der Kunst
My Body is Unfinished, a Re-purposed Parade greift Arto Lindsays frühere Installation 7 Types of Ambiguity – A Parade wieder auf und gestaltet sie neu. Diese wurde erstmals 2022 an der ECAL / Hochschule für Kunst und Design in Lausanne, Schweiz, präsentiert. Das Werk präsentiert sich als Mehrkanal-Klanginstallation, inspiriert von den Erlebnissen einer Karnevalsparade in Bahia, Brasilien. Lindsay hat oft am Karneval teilgenommen und dabei sowohl das Erklärbare als auch das Unerklärbare der Gesellschaft miterlebt. Mit mehreren Lautsprechern, die im Raum verteilt sind, versucht er, die Komplexität dieses Erlebnisses nachzubilden, bei dem sich reimende Popsongs mit traditionellen Gesängen vermischen und verschiedene Klassen und Ethnien auf der Straße gemeinsam feiern und kämpfen. Für die ursprüngliche Installation reiste Lindsay nach Salvador de Bahia und nahm in einem Terreiro, einem Tempel der afro-brasilianischen Religion, Trommeln auf, zusammen mit vier musikalischen Leitern von Blocos, den Afros – Gabi Giedes, Iuri Passos, Mario Pam und Luizinho do Jêje. Im Haus der Kunst fügt Arto Lindsay Gitarrenphrasen und gesprochene Textfragmente hinzu und setzt damit Pausen ein, die die Atmosphäre einer Parade durch Unterbrechung noch verstärken. Verschiedene Register fallen weg und kehren zurück, sanft oder abrupt, und verstärken so das Gefühl von Bewegung in der Bewegung. Das Publikum wird mitgerissen und beobachtet zugleich. Das Zusammenspiel verschiedener Tempi und Register offenbart möglicherweise den Polyrhythmus aus Freude und Konzentration, den eine Parade selbst auszeichnet. Arto Lindsay stammt aus der New Yorker No-Wave-Szene der 1970er Jahre, einer avantgardistischen Musik- und Kunstszene, in der die von ihm gründeten Band DNA eine zentrale Rolle spielte. Er entwickelte einen radikal unkonventionellen Gitarrenstil, der die Konventionen des Rock infrage stellte und sich durch kratzende Klänge, Noise-Ausbrüche und gebrochene Rhythmen auszeichnete. Später verschmolz er diese avantgardistischen Ansätze mit brasilianischen Formen wie Samba und Bossa Nova und verband Dissonanzen mit üppigen Melodien und tropikalistischen Einflüssen, wobei er oft auf Portugiesisch und Englisch sang. Seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Caetano Veloso und Ryuchi Sakamoto trug dazu bei, eine Brücke zwischen Pop und experimenteller Musik über kulturelle Grenzen hinweg zu schlagen. Arto arbeitete zudem eng mit bildenden Künstlern wie Vito Acconci, Ernesto Neto und Matthew Barney zusammen und erweiterte so seine Klangsprache auf Installations- und Multimedia-Kontexte; sein Sound ist in der Ausstellung „For Children“ in Zusammenarbeit mit Rivane Neuenschwander zu hören. Die Installation entstand in Zusammenarbeit mit Stefan Brunner.
Ausstellungen
Open Atelier
Haus der Kunst
jeden Mittwoch & Donnerstag, 14 Uhr Ein Atelier ist ein Ort, an dem Künstler*innen arbeiten, experimentieren und neue Werke produzieren. Mit dem Open Atelier ist genauso ein Raum – offen, zugänglich und lebendig – im Haus der Kunst entstanden. Hier hast du die Möglichkeit, mit unterschiedlichsten Materialien und Medien zu arbeiten und eigene künstlerische Ideen umzusetzen. Das Open Atelier ist zugleich Arbeitsraum, Produktionsstätte und Treffpunkt, sowie ein Ort für Austausch, gemeinsames Lernen und spontane Improvisation. Jeden Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 19 Uhr kannst du ohne Anmeldung vorbeikommen und direkt loslegen. Eintritt frei
Ausstellungen
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Between and Beyond
Pinakothek der Moderne
In den 1960er Jahren erweiterten Künstler:innen den traditionellen Kunstbegriff. Pioniere wie Dan Flavin, Fred Sandback oder die bislang wenig beachtete Mary Miss verwendeten neue Materialien und schufen mit ihren Werken Räume, in die explizit auch die Erfahrungen der Betrachtenden einbezogen wurden. Der Ausstellungsraum wurde Teil des Kunstwerks. Auch in der Malerei wurde der Bildraum immer stärker hinterfragt: Lucio Fontana zerschnitt die Leinwand, Günther Uecker gestaltete die Bildfläche mit Nägeln, Ida Applebroog setzte ihre Kompositionen aus mehreren einzelnen Leinwänden mit sich ergänzenden Motiven zusammen. Die Perspektiven auf einen erweiterten Bildraum beeinflussten auch die nachfolgenden Generationen. Monika Baer hinterfragt Sehgewohnheiten, indem sie ihre abstrakte Malerei mit subtilen Zeichen durchbricht. Victor Leguy oder Roman Ondák erweitern den Bildraum um eine gesellschaftliche Dimension, indem die Autorschaft mit Nicht-Künstler:innen geteilt wird. Mit Arbeiten von Nevin Aladag, Josef Albers, Carl Andre, Ida Applebroog, Monika Baer, Dirk Bell, Joseph Beuys, Dan Flavin, Lucio Fontana, Günther Förg, Wade Guyton, Klára Hosnedlová, Donald Judd, Imi Knoebel, Victor Leguy, Mary Miss, Roman Ondák, Fred Sandback, Sean Scully, Augustas Serapinas, Richard Serra, Rosemarie Trockel, Luc Tuymans, Günther Uecker u. a. Schwebezustände, Übergangs- und Schwellenmomente in den gezeigten Arbeiten aus der Sammlung Moderne Kunst ermöglichen beim Publikum eine veränderte Art der Auseinandersetzung – mit Verdrängtem, Übersehenem und Unsagbaren. Kuratiert von Verena Hein und Bernhart Schwenk (Bild: Dan Flavin; untitled (to you, Heiner, with admiration and affection), 1973 Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Haydar Koyupinar; © Estate of Dan Flavin / VG Bild-Kunst, Bonn 2025)
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Maria VMier
Haus der Kunst
Die in München und New York ansässige Künstlerin Maria VMier (geb. 1985, Passau) gestaltet ein neues Auftragswerk, das sich über verschiedene Orte innerhalb des Haus der Kunst erstreckt. Inspiriert von mündlichen Überlieferungen von Mitarbeitenden, die seit Jahrzehnten im Haus tätig sind, arbeitet VMier vor Ort an einer Konstellation miteinander verbundener Kunstwerke: einer ortsspezifischen Installation am Personaleingang, parasitär anmutenden Skulpturen, einer neuen Serie von Arbeiten auf Papier sowie einem eigens für diesen Anlass produzierten Künstler*innenbuch. Im Mittelpunkt der künstlerischen Praxis von Maria VMier steht die Malerei, die sich von Schreibgesten und vielgestaltigen, eigenwilligen Markierungen hin zu komplexen Formationen entwickelt hat, die ständig in Bewegung scheinen. Für VMier ist die Malerei nicht nur ein Ort der Verkörperung oder des Ausdrucks, sondern auch eine Praxis der Forschung, Erfahrung und des (Ver-)Lernens. Ihre künstlerische Tätigkeit umfasst kontextspezifische und gemeinschaftsorientierte Arbeiten ebenso wie Installationen, Künstler*innenbücher und Objekte. Das Zentrum ihres Schaffens bildet der Körper als Werkzeug des Wissens – ein Ort politischer Auseinandersetzung wie auch der Freude. Wiederkehrende Themen sind die Bedingungen künstlerischen Arbeitens, die Dynamik von Macht und Begehren, Institutionen als formbare Strukturen und die Beschäftigung mit der Natur, dem Unsichtbaren und dem Unbekannten. Kuratiert von Xue Tan (Bild: Maria VMier, linking one to the other, holding their difference [∞], 2024-25, Pigmentierte Kalligraphietinte, Tusche, Pigmente, Graphit, Vinyl und Acryl auf Butcher Paper, 500 × 355 cm; Foto: Maria VMier
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Tao Schirrmachers Sammlung. Eisbach Treasures
Haus der Kunst
Seit 2008 taucht Tao Schirrmacher, Europameister im Flusssurfen, auf den Grund des Münchner Eisbachs hinab, um verlorene Gegenstände ans Licht zu bringen. Was mit einem wertvollen -Goldring begann, ist seitdem zu einer beeindruckenden Sammlung von Fundstücken und Artefakten angewachsen: Schmuck, Autoschlüssel, Uhren, Patronen und Luftpistolen aus dem Zweiten Weltkrieg, Devotionalien, Werkzeuge, Telefone, Fotoapparate, Filmaufnahmen und vieles mehr. Wie die Gegenstände selbst, scheinen auch ihre Geschichten versunken und vergessen, tief unter der Oberfläche verborgen. Doch nicht ihr materieller, sondern ihr emotionaler und historischer Wert macht sie bedeutsam. Ein Gegenstand wird wertvoll, weil er Erinnerungen in sich birgt, Geschichten erzählt und Beziehungen zu Menschen, Orten, Erlebnissen oder besonderen Momenten herstellt. Die Präsentation dieser Sammlung entstand aus dem Wunsch heraus, diesen Objekten ihre Geschichten zurückzugeben – oder neue über sie zu erzählen. Die Ausstellung schafft weitere Verbindungen und Assoziationen zwischen dem Haus der Kunst, dem Eisbach und dem Englischen Garten. Kuratiert von Sabine Brantl (Bild: Tao Schirrmachers Sammlung. Eisbach Treasures Foto: Tao Schirrmacher )
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Steina: Playback
Haus der Kunst
„Steina: Playback“ ist die erste Retrospektive von Steina (geb. 1940, Reykjavík, Island) in Deutschland, einer Wegbereiterin der Video- und Medienkunst. Als klassisch ausgebildete Violinistin wandte sie sich Ende der 1960er-Jahre dem Medium Video zu und näherte sich ihm mit musikalischer Sensibilität. In ihrer Praxis erzeugt sie Bilder durch Klang und umgekehrt. Video wird zur Schwingung, zu einem Strom, der einzelne Elemente in erfahrbare Umgebungen verwandelt. Steina bringt Rhythmus und Resonanz in ihre elektronischen Experimente ein und behandelt das Signal als ein Medium, das die Wahrnehmung in etwas Veränderliches und Lebendiges transformiert. Von den frühen dokumentarischen Experimenten bis hin zu raumgreifenden Mehrkanal-Installationen bezeugt die Ausstellung Steinas lebenslanges Streben nach dem, was sie als „maschinelles Sehen“ bezeichnet: eine spielerische, nicht anthropozentrische Perspektive, die die Wahrnehmung über die Grenzen des Menschlichen hinaus erweitert. Ihre Praxis verlagerte sich von den Landschaften Islands in die experimentellen Infrastrukturen von New York und Buffalo. Heute werden ihre Arbeiten in den wichtigsten Institutionen der Medienkunst in ganz Europa gezeigt. „Playback“ steht in Resonanz mit unserem weiteren Programm, das generationsübergreifend ausgerichtet ist und bei dem Klang und Musik ein polyfones Rückgrat der Ausstellungsgestaltung bilden. Steinas Environments entfalten sich wie Partituren: Stimmen brechen in Loops, Bilder dehnen sich in rhythmischen Intervallen aus, und Landschaften schwingen kontrapunktisch mit. Jedes Werk komponiert sich gleichsam selbst in Abhängigkeit von seinem Beziehungsgeflecht – es verändert sich, wird fragmentiert und polyfon. Steinas Werke bleiben stets offen, sind nie abgeschlossen und tragen ihren Rhythmus weiter wie Echos in einer fortlaufenden Partitur, in der Kunst und Wahrnehmung lauschen, sich anpassen und ständig neu orchestriert werden. Die Ausstellung wird vom MIT List Visual Arts Center in Zusammenarbeit mit dem Buffalo AKG Art Museum organisiert. Sie wird co-kuratiert von Natalie Bell, MIT List Visual Arts Center, und Helga Christoffersen, Buffalo AKG Art Museum. Die koordinierenden Kuratorinnen im Haus der Kunst sind Lydia Antoniou und Marlene Mützel. (Bild: Steina: Summer Salt, 1982 (still) Einzelkanal-Video mit Ton; 19:10 min., Courtesy the artist and BERG Contemporary, Reykjavík)
Ausstellungen
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Archives in Residence: KEKS
Haus der Kunst
Ende der 1960er Jahre begann eine Gruppe junger Kunstpädagog*innen aus dem Umfeld der Münchner Kunstakademie, die Kunstpädagogik grundlegend zu verändern. Unter dem Namen KEKS – Kunst, Erziehung, Kybernetik, Soziologie – verließen sie das Klassenzimmer, um den Stadtraum als lebendigen Erfahrungsort zu nutzen. Sie setzten auf aktives Handeln statt auf passive Rezeption. Mit Aktion als zentralem Element hinterfragten sie Kunst und Gesellschaft und bewegten sich im Zwischenfeld von Kunst und Kunstdidaktik. Im Jahr 1970 wurde KEKS zur 35. Biennale in Venedig eingeladen. Mit ihrem Beitrag „Biennale Bambini“ erlangten sie überregionale Bekanntheit. 1972 wurde KEKS auch im Haus der Kunst aktiv. Für die Ausstellung „Weltkulturen und moderne Kunst anlässlich der Olympischen Spiele“, konzipierte die Gruppe ein Kinder- und Jugendzentrum. Dabei wurde das Museum bewusst als Aktionsraum verstanden, um junge Besucher*innen aktiv in Kunst und Kulturen einzubeziehen – ein innovativer Ansatz, der die Rolle des Museums als spielerisches Lernfeld neu definierte. Die Ausstellung in der Archiv Galerie wird im Rahmen der umfassenden Ausstellung „Für Kinder. Kunstgeschichten nach 1968“ gezeigt und bildet deren historischen Ausgangspunkt. Sie präsentiert weitgehend unveröffentlichtes Material aus den Archiven der KEKS-Mitglieder. Viele ihrer Aktionen sind auch heute noch erstaunlich aktuell. Kuratiert von Sabine Brantl
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Das Museum
Urweltmuseum Neiderhell
Im Urweltmuseum Neiderhell werden auf über 460 m² Ausstellungsfläche mehr als 2.800 Fossilien und Mineralien gezeigt. Schautafeln geben dem Besucher darüber hinaus die erforderlichen Hintergrundinformationen. Im Urweltmuseum findet der Besucher Fossilien aus einigen der folgenden Epochen: - PRÄKAMBRIUM 3 Mrd. Jahre - KAMBRIUM 550 Mio. Jahre - ORDOVIZIUM 500 Mio. Jahre - SILUR 440 Mio. Jahre - DEVON 410 Mio. Jahre - KARBON 360 Mio. Jahre - PERM 290 Mio. Jahre - TRIAS 250 Mio. Jahre - JURA 200 Mio. Jahre - KREIDE 140 Mio. Jahre - TERTIÄR 65 Mio. Jahre - QUARTÄR 2 Mio. Jahre Die Ausstellungsstücke stammen aus Fundorten innerhalb Deutschlands: - Sengental, Oberpfalz - Jeckenbach und Niederkirchen, Rheinland Pfalz - Holzmaden, Omden, Balingen und Hechingen, Schwäbische Alb - Eichstätt, Solnhofen, Langenaltheim und Monheim, Altmühltal - mehreren Fundorten in den Alpen sowie aus Fundorten in Wyoming (Green River Formation), Brasilien, Mongolei, Rumänien und verschiedenen anderen Ländern. Besondere Attraktionen sind ein versteinerter Hai aus der PERM Zeit und der Abdruck einer Paddelechse. Die meisten Ausstellungsstücke wurden in jahrelanger Handarbeit selbst präpariert. Außerdem finden sich für Kinder auch lebende Riesenschildkröten, Emus, Katzen und Fische im Museum.
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pong & pengo
Münchener Biennale
Aus Restmaterialien der Musiktheaterproduktionen entsteht Neues. Das Kollektiv pong & pengo agiert an der Schnittstelle von Baukultur, bildender Kunst und Musik und erzählt die Münchener Biennale mit ihrem Kiosk PONG im öffentlichen Raum weiter. SO 10.05. 06:05 - 07:05 FR 15.05. 06:15 - 07:15 Polt-Suppe Well bekomm's! Eine Zeremonie für Frühaufsteher*innen ohne Polt&Well, dafür mit Schleicher&Jazdi. Bitte eigene Suppenschüssel mitbringen. Findet nur bei schönem Wetter statt. SA 09.05. 11:00 - 15:00 SO 10.05. 11:00 - 15:00 MO 11.05. 16:00 - 20:00 DI 12.05. 16:00 - 20:00
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| Installation
Arche
Münchener Biennale
Where to put the mind? Kampfkunst schreibt sich in Körper, Kunst, Dokumente und Objekte ein. Sie werden zum Archiv einer Praxis, geprägt von Rhythmen, Bewegung, Atem und Konzentration. Komponist Eugene Birman und Librettistin und Regisseurin Katharina Schmitt lenken in ihren Recherchen den Fokus auf die Ursprünge und die zeitgenössische Ausführung von Kung-Fu und suchen nach Verbindungen zum Gesang. In „ARCHE“ wird dieses Wissen in einen musikdramatischen Kontext gesetzt und als Installation für das Publikum frei begehbar. Komposition: EUGENE BIRMAN Libretto und Regie: KATHARINA SCHMITT Mediendramaturgie: CHRISTOPH WIRTH Coding: LEOSON CHEONG Kungfu-Performer: ALBERT LAW, KELVIN MAK, PAN LINGJUAN Sänger*innen Soundtrack: ERATO SOLOISTS ANNA PIROLI, GIULIA BERTINI, MASSIMO LOMBARDI Soundtrack Produktion und Sounddesign: ANANDI BHATTACHARYA Künstlerische Beratung: JEFFREY SHAW Licht: VÁCLAV HRUŠKA Eine Stimme (Sopran): OLGA SIEMIENCZUK Koproduktion der Münchener Biennale und der Hong Kong Baptist University and Innovation and Technology Commission, The Government of the Hong Kong Special Administrative Region of the People’s Republic China. Produktionsauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale. Freier Eintritt
Ausstellungen
| Installation
Mineral Amnesia
Münchener Biennale
„Mineral Amnesia“ untersucht die Entwicklung und den Zerfall früher löschbarer programmierbarer Speicher durch Klang. In Quarzfenstern eingeschlossene EPROMs – heute obsolete Mikrochips – verlieren ihre Daten, wenn sie Licht ausgesetzt werden. Die Installation rettet verschiedene Generationen dieser Chips und spielt sie unter UV-Licht ab, bis ihre Klänge langsam erodieren und schließlich verschwinden. Das Werk durchquert das digitale dunkle Zeitalter aus der Perspektive eines veralteten technischen Geräts. 1971 erfunden, etwa zur gleichen Zeit wie der Mikroprozessor, stellten EPROMs einen wichtigen Fortschritt in der Computertechnik dar. Ihre weite Verbreitung beschleunigte das technologische Wachstum, führte jedoch auch dazu, dass Daten in alten Hardwarekörpern eingeschlossen blieben. Heute landen viele dieser Geräte auf Deponien und bilden toxische Landschaften in der geologischen Schicht der Erde. Kuratiert von Dietmar Lupfer – eine Kooperation der Münchener Biennale 2026 und dem Muffatwerk München Auftraggeber: Simultan Association (RO) und Galerie Nord (DE) Mit Unterstützung von: Administration of the National Cultural Fund (RO) Stiftung Kunstfonds, Senatsverwaltung für Kultur und Europa (DE)
Ausstellungen
| Museum
EFA Mobile Zeiten
Eine Reise durch die Zeitgeschichte des deutschen Automobils.
Ausstellungen
| Ausstellung
Oldtimer-Depot
EFA Mobile Zeiten
Die beeindruckende Größe der Sammlung wird in unserem Oldtimer-Depot ersichtlich: Hier stehen rund 250 deutsche Automobil-Raritäten aus allen Epochen. Zu überwältigend, um sie alle auf einmal in der Ausstellung zu präsentieren. Darum öffnen wir das Oldtimer-Depot regelmäßig für Führungen. Wir öffnen das Depot einmal im Monat jeweils um 11:00 Uhr und 14:00 Uhr.
Ausstellungen
| Ausstellung
Modelleisenbahn
EFA Mobile Zeiten
Die weltweit größte Modelleisenbahn ihrer Art. Ein Highlight der besonderen Art im EFA Mobile Zeiten und die erste Sammelleidenschaft von Ernst Freiberger senior, dem Gründer der Ausstellung: die weltweit größte serienmäßig hergestellte Modelleisenbahn der Spur II. Das sind rund 650 Meter Gleise auf 500 Quadratmeter Fläche in einer liebevoll gestalteten Modell-Landschaft. Über 50 Weichen, rund 80 verschiedene Signale und viele weitere Details werden Sie faszinieren. So fahren die Züge über eine 3 Meter lange Brücke und schlängeln sich durch eine felsige Landschaft und einen Steinbruch. Einen beeindruckenden Anblick bietet auch die Hafenanlage: Hier passiert die Eisenbahn ein 2,50 Meter langes Küstenschiff und ein 5,50 Meter langes Frachtschiff, umgeben von Ladekränen und einer Ölraffinerie. Hinweis: Bitte beachten Sie, dass der Zugang zur Modelleisenbahn-Ausstellung nicht barrierefrei ist. Die Eisenbahn ist bis auf Weiteres nicht in Betrieb, kann aber besichtigt werden.
Ausstellungen
| Ausstellung
EFA Ausstellung
EFA Mobile Zeiten
Erleben Sie in einer multimedialen Ausstellung die Meilensteine deutscher Automobilgeschichte. Es erwartet Sie eine faszinierende Zeitreise durch sämtliche Epochen – von der ersten Motor-Kutsche über die grandiosen Schöpfungen der 20er und 30er Jahre, die legendären Kleinwagen der 50er Jahre bis zu den Klassikern der 70er und 80er Jahre. Erfahren Sie in einem weiteren Themenbereich der EFA Ausstellung mehr über die Entwicklung der weltweiten Massenmobilität. Ein besonders kunstvolles Beispiel ist unser Exponat: ein mit unglaublich viel Liebe zum Detail dekorierter Fernbus, der einst auf Pakistans Straßen unterwegs war.
Ausstellungen
| Ausstellung
ECHOES. Skin Contact
Haus der Kunst
Unsere jährliche Live-Ausstellung ECHOES untersucht auch dieses Mal wieder das Zusammenspiel von Körper und medialer Realität durch Performances, Konzerte, Gespräche und Videoarbeiten. 2026 widmet sich die vierte Ausgabe „Skin Contact" dem Erwachsenwerden in einer digitalisierten Welt und fragt, wie wir uns mit anderen Menschen, mit Technologie und nicht-menschlichen Wesen verbinden. „ECHOES. Skin Contact“ untersucht das Zusammenspiel von Körper und medialer Realität durch Performances, Konzerte, Gespräche und Videoarbeiten. 2026 widmet sich die jährliche Live-Ausstellung dem Erwachsenwerden in einer digitalisierten Welt und fragt, wie wir uns mit anderen Menschen, mit Technologie und nicht-menschlichen Wesen verbinden. An zwei Wochenenden laden Künstler*innen in sinnliche Räume der Reflexion und Transformation ein – wo Begehren auf Zweifel trifft und Klang zum Medium für Intimität und Spiel wird. Kuratiert von Sarah Miles und Sarah Johanna Theurer
Ausstellungen
Sanierung der Neuen Pinakothek
Neue Pinakothek
Die Neue Pinakothek wird grundlegend saniert. Deshalb ist das Museum derzeit geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für 2030 geplant. Während dieser Zeit ist eine Auswahl von Hauptwerken der Kunst des 19. Jahrhunderts im Erdgeschoss der Alten Pinakothek und in der Sammlung Schack ausgestellt. Ob ein Werk derzeit ausgestellt ist, sehen Sie bei der jeweiligen Standortangabe in unserer Online-Sammlung.
Ausstellungen
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Stefan Rinck
Pinakothek der Moderne
Über das Rotundenprojekt Zweifellos sind die Skulpturen von Stefan Rinck keine Leichtgewichte. Und doch erscheinen sie wie federleichte Phantasiespiele, in denen der Bildhauer Facetten der High- und Low-Kultur mit Epochen der Kultur- und Kunstgeschichte wagemutig verwirbelt. Ihre widersprüchliche Natur wirkt bezwingend, da sie weniger als steinschwere Monumente denn mehr als freigeistige Capriccios Eindruck machen. Es ist diese Selbstverständlichkeit, die einnehmend auf uns wirkt. Allesamt sind es künstlerische Parameter, die Stefan Rinck in seinem Werk verfolgt. Mit Fingerspitzengefühl justiert er sie von Skulptur zu Skulptur fortwährend neu aus. Vice versa stimulieren sie seine künstlerische Auseinandersetzung mit der Welt. Unter seinen Händen wachsen sich rohe Gesteinsbrocken zu unbekannten sublimen Wesen aus. Schon bei der Vorauswahl der jeweiligen Steinart denkt er die für das Material spezifischen Bearbeitungsmethoden mit, um der allure der zukünftigen Skulptur gerecht zu werden. Mit der Kennerschaft des Steinmetzes kann sich sein Blick sprunghaft vom eher spröden, lehmfarbenen Elbsandstein hin zum harten und farbintensiven blauen Macauba- oder grünen Atlantis-Quarzit wenden, um unvermutet einen Block schneeweißen Statuario-Marmor, das Nonplusultra jedes klassischen Bildhauers, für seine nächste folie ins Auge zu fassen. Die Material-Melange seines Skulpturenparks beschwört ein phantastisches Panoptikum flirrender Lebensgeister herauf, denen er Leben einhaucht. Mit ihrem vielfach überdrehten Habitus erinnern sie an Picassos extraterrestrische Gaukler der blauen und rosa Periode. Wie sie bevölkern Rincks Statuen unsere Lebenswelt, ohne unsere Realität zu teilen. Das macht sie für uns so anziehend. Unvermittelt werden wir berührt von der Fremde ihres märchenhaften Habitats, das aus der Nähe, aber mit sicherem Abstand betrachtet, unserer menschlichen Natur mit ihren Sehnsüchten und Ängsten nicht unähnlich ist. Damit zieht uns der vielbelesene Künstler auch tief in die Kultur- und Kunstgeschichte hinein, die sich in seinem Werk ablesen lässt, und teilt seinen Wissensschatz mit uns. Beispielsweise ist seine Begeisterung für die romanische und gotische Kathedralskulptur unübersehbar. Spaßhalber könnte man meinen, dass er in seinen Skulpturen ihren Abwehrzauber für die Gegenwart aktiviert. Vielfach sind es epochale Meilensteine, die er zitiert und in eine neue, zeitgemäße Form transferiert, um nicht zuletzt mit seinem Werk auf die Gegenwart zu reagieren. Die aktuelle Publikation erscheint anlässlich von Stefan Rincks Einzelausstellung in der Pinakothek der Moderne. Ab Ende 2025 realisiert er das erste von drei Rotundenprojekten, die von der Staatlichen Graphischen Sammlung München kuratiert werden. Der dazugehörige Katalog versammelt zentrale Skulpturen, die der Künstler in den letzten zehn Jahren geschaffen hat, und gibt einen Überblick über seine eigensinnige künstlerische Entwicklung. Daneben dokumentiert er Rincks fulminantes Crescendo von mehr als dreißig neu geschaffenen Skulpturen, die unter dem Titel Der Alpen-Clan kehrt zurück in die Pinakothek Einzug gehalten haben. Wie selbstverständlich beschwören sie ein bajuwarisches Lebensgefühl herauf, in dem tradierte Kulturpraktiken wie Brauchtum und Aberglauben, aber auch Heimatstolz und nicht zuletzt Festtagskultur neu interpretiert werden. Rincks jüngst geschaffenes Panoptikum für die Pinakothek der Moderne hinterfragt mit Humor in seiner ortspezifischen Installation regional geprägte kulturelle Praktiken, macht sie sich zu eigen und deutet sie um. Nicht ohne ein Augenzwinkern stellt er – man erinnere sich an die hierarchische Strukturen außer Kraft setzende mittelalterliche Festkultur, wie sie beispielsweise noch rudimentär im bayerischen Fasching fortlebt – der bestehenden Ordnung eine Alternative gegenüber. Hier zeigt sich seine subtile künstlerische Strategie, mit der er komplexe Fragen eher zur Diskussion stellt, als dass sein Werk eindimensionale Antworten bereithält. (Bild: Stefan Rinck: Alles von Dostojewski, 2025 Sandstein, 82 x 78 x 55 cm Foto: Matthias Kolb, © VG BildKunst, Bonn 2025)
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