Ausstellungen / Museum
Pinakothek der Moderne München
München, Barer Straße 40
- Ausstellungseröffnung: German Design Graduates 2026: Make It Make Sense
- Conny Maier - Searching for Paradise
- Can You Imagine?
- Can You Imagine?: Zu Gast am Bauhaus
- Die Nacht berührt die Erde
- Klarenbeek & Dros - Design of the Unusual
- Between and Beyond
- Georg Baselitz (1938–2026)
- CONVIVIUM - Nahrungssysteme am Limit
- Robotic Worlds
- 100 Jahre - 100 Objekte
- Ins Freie
- Kitchen Culture
- Die Farbe von Glas
- Bildung & Vermittlung - Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
- Online-Sammlung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen
- Sammlung Moderne Kunst
- Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts
- Kunst, Graphik, Architektur und Design
Ausstellungen / Museum
Museum Brandhorst München
München, Theresienstraße 35a
- Ausstellungseröffnung: In My Head - Künstlerische Positionen der Gegenwart
- Carrying
- Kate Newby: anything, anything
- Long Story Short
- Öffentliche Führungen
- Kinder- und Familienprogramm
- Sammlung Brandhorst - Lawler, Twombly, Warhol
- Cy Twombly im Museum Brandhorst
- Meister der Gegenwartskunst - Die Sammlung Brandhorst
Ausstellungen / Ausstellung
Konfiguration der Auflösung - Kunst & Wissenschaft
Martinsried, Am Klopferspitz 18
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Carrying
Museum Brandhorst
Bereits im Titel verweist „Carrying“ darauf, wie Orte bestimmte Geschichten mittragen. Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt aktiviert verschiedene Räume inner- und außerhalb des Museums Brandhorst. Internationale Künstler:innen, darunter Hêlîn Alas, Cana Bilir-Meier, Louise Lawler, Kate Newby, Tiffany Sia, Jaune Quick-to-See Smith und Leyla Yenirce, besetzen historisch aufgeladene Orte – wie Cy Twomblys „Lepanto“-Saal oder das sogenannte Türkentor. Architektonische Interventionen, Performances, Malereien sowie Sound- und Filmarbeiten treten in Dialog mit dem Museum und befragen die Verschränkung von militärischer und kultureller Macht. Ausgangspunkt ist das Gelände, auf dem heute das Museum Brandhorst, die Pinakothek der Moderne und weitere Institutionen des Kunstareals angesiedelt sind. Hier stand einst die Prinz-Arnulf-Kaserne, auch „Türkenkaserne“ genannt. Der Name des 1826 errichteten Militärkomplexes geht auf Kriegsgefangene zurück, die Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Osmanischen Reich zur Zwangsarbeit nach Bayern gebracht wurden. Diese Geschichten haben sich in Orts- und Straßennamen wie dem der „Türkenstraße“ eingeschrieben. Welche Geschichten werden erzählt, wer erzählt sie und wie? Das gilt insbesondere für Orte, die sich der Wissensproduktion und kulturellen Vermittlung verschrieben haben. Die eingeladenen Künstler:innen gehen aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Frage nach, wie sich Geschichte und Erinnerung mit teils erfundenen Erzählungen verschränken – und über Bilder, Medien und Monumente weitergetragen werden. Schichten des Austauschs überlagern historische Realitäten von Gewalt, Ausbeutung und kultureller Aneignung und schreiben sich bis heute als Muster fort – von der sogenannten „Gastarbeiter“-Ära bis zu andauernden Debatten um territoriale Grenzen, Migration und Zugehörigkeit. Insbesondere dort, wo eine vorgebliche Trennung von Krieg und Kultur ihre tatsächliche Verwobenheit verschleiert, gewinnen diese Fragen neue Dringlichkeit. „Carrying“ versteht das Museum als einen Resonanzraum, in dem die Institution ihre eigene Geschichte und Identität befragt und lokale Ansatzpunkte mit globalen Fragestellungen verknüpft. Kuratiert von Franziska Linhardt
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In My Head - Künstlerische Positionen der Gegenwart
Museum Brandhorst
„In My Head“ stellt acht künstlerische Positionen der Gegenwart in den Fokus und lädt dazu ein, tief in das Schaffen dieser Künstler:innen einzutauchen. Der Titel verweist auf den kreativen Prozess, in dem Wirklichkeit im Kopf verwandelt und in Kunst überführt wird. Anhand zentraler Werke entstehen so konzentrierte Begegnungen mit unterschiedlichen künstlerischen Sichtweisen und Ausdrucksformen. Die Sammlungsausstellung folgt dabei einem grundlegenden Prinzip des Museums Brandhorst: Sie zeigt ausgewählte Œuvres in ihrer Vielschichtigkeit. Jeder Raum eröffnet einen eigenständigen Zugang zu einer künstlerischen Praxis, sodass das charakteristische Zusammenspiel von Bildmotiven, inhaltlichen Fragestellungen und formalen Strategien hervortritt. Malerei, Fotografie und Skulptur stehen gleichberechtigt nebeneinander und spiegeln die mediale Vielfalt der Sammlung Brandhorst sowie der Eva Felten Fotosammlung. Im Fokus der Schau stehen Werke von Nicole Eisenman, Jana Euler, Louis Fratino, LaToya Ruby Frazier, Deana Lawson, Martine Syms, Wolfgang Tillmans und Kara Walker. Die versammelten Künstler:innen gehen von individuellen Erfahrungen und subjektiven Perspektiven aus. Dabei verdichten sie Emotionen, Eindrücke und Gedanken in Darstellungen, die weit über das Persönliche hinausweisen. Im Miteinander der Arbeiten wird sichtbar, wie Erfahrungen von Nähe, Gewalt, Ausschluss oder Fürsorge ästhetische Strategien prägen. Kuratiert von Benedikt Johannes Seerieder (Bild: © Kara Walker. Foto: Elisabeth Greil, Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München)
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Kate Newby: anything, anything
Museum Brandhorst
Kate Newbys ortsspezifische Arbeit versteht die Transitzone vor dem Museum Brandhorst als einen Ort permanenter Veränderung. Wie eine skulpturale Zeichnung in der Landschaft, widersetzt sich ihre Intervention „anything, anything" dem Monumentalen und Abgeschlossenen und begreift den öffentlichen Raum als Ort verwobener Geschichten, Zeiten und Widersprüche. Rund 1 000 Ziegel fügen sich in zwei über 80 Meter langen Linien in den Grünstreifen zwischen dem Museumsgebäude und dem Gehweg der „Türkenstraße“ ein. Im Kontext der Ausstellung „Carrying“ eröffnet, ist die Intervention zwölf Monate und somit einen vollständigen Jahreszyklus im öffentlichen Raum erfahrbar. Vor dem Brennprozess bearbeitete Newby die Ziegel: Spuren, die sie im Großstadtraum beobachtete, übersetzte sie durch Zeichnungen, Aussparungen und Muster in den Ton – teils mit Glasscherben, die untrennbar mit dem Material verschmolzen sind. Gleich kleinen Stücken Landschaft sammeln sich darin nun Regenwasser, Schmutz und vom Wind herangetragene Objekte – Artefakte, die Vergänglichkeit und die soziale Textur des Ortes dokumentieren. Die Intervention entstand 2024 für die Klosterruine Berlin und findet in München eine neue Form. Auf Walter De Marias Skulptur „Large Red Sphere“ (2002/10) im „Türkentor“ zulaufend, widersteht sie dem Monumentalen und Abgeschlossenen. Entlang der „Türkenstraße“ in den Boden eingebettet, erinnert die Arbeit an Kanalrinnen und verweist auf das nie realisierte Wasserstraßenprojekt des „Türkengrabens“, welcher der Straße ihren Namen gab. Kuratiert von Franziska Linhardt (Bild: © Foto: Studio Maximilian Geuter, Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München)
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Cy Twombly im Museum Brandhorst
Museum Brandhorst
Das Museum Brandhorst in München verfügt über eine der umfangreichsten Sammlungen von Werken des US-amerikanischen Künstlers Cy Twombly (1928-2011). Ihm ist die Ausstellung im gesamten Obergeschoss des Museums gewidmet. Zu den Highlights des einzigartigen Bestandes zählt neben dem Rosensaal der Lepanto-Zyklus mit einem eigens dafür geschaffenen Raum. Die Ausstellung im Obergeschoss spannt einen umfassenden Bogen von den Frühwerken Cy Twomblys bis zu seinen letzten Arbeiten. Aufgeladene, abstrakte Formen, malerische Gesten und Annäherungen an das Schreiben sind wiederkehrende Motive im Œuvre Twomblys. Die auf zumeist weißen, oft verschmutzt wirkenden Bildgründen aufgetragenen krakeligen Linien lassen dabei an New Yorker Graffiti ebenso denken wie an Inschriften und Einritzungen römischer Ruinen. Diese und weitere Anspielungen auf seine Wahlheimat Italien und die mediterrane Kultur sind als Topoi in seinen Werken zu finden. Der „Lepanto“-Zyklus Der monumentale „Lepanto“-Zyklus (2001) ist ein Hauptwerk Cy Twomblys, bestehend aus zwölf Gemälden, die dauerhaft im Lepanto-Saal im Museum Brandhorst ausgestellt werden. Der Saal wurde nach den Wünschen des Künstlers eingerichtet. Ungewöhnliche Farbakkorde in einer breiten Palette von Gelb-, Rot-, Türkis- und Aquamarintönen bestimmen die Dramatik der Bildfolge, die eine der symbolträchtigsten Seeschlachten der Geschichte thematisiert: Am 7. Oktober 1571 besiegte die Heilige Liga, eine Allianz aus spanischen, venezianischen und päpstlichen Truppen die Flotte der Osmanen bei Lepanto (dem heutigen Naupaktos) am Golf von Korinth. Die Bilder sind in abwechselnder Folge von Einzelmotiven und Serien gestaltet: Das erste, vierte, achte und zwölfte Gemälde erscheinen wie Blicke auf Bootsrümpfe aus der Vogelperspektive, die durch die Farbigkeit zugleich den Eindruck von Flammen oder klaffenden Wunden erwecken. In den drei dazwischenliegenden Sequenzen deutet sich die Dramaturgie einer Schlacht an: Von der gespannten Ruhe vor Beginn der Auseinandersetzung über die Farbexplosionen im Zentrum bis hin zu den rot eingefärbten Tafeln am Ende. Bei Twombly entfällt eine Parteinahme: die Schiffe formen keine gegnerischen Flotten, sie kämpfen und siegen nicht, sie verbrennen nur und versinken in den meerblauen Lasuren.
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Confrontations - Gegenüberstellungen aus der Sammlung
Museum Brandhorst
„Confrontations. Gegenüberstellungen aus der Sammlung“ bringt Werkpaare aus der Sammlung Brandhorst zusammen, die keine kunsthistorische oder formale Beziehung zueinander haben. Gerade in ihrer Gegensätzlichkeit entfalten diese Paarungen eine besondere Spannung: Sie eröffnen neue Gedankenräume, sprechen unsere Intuition an und wecken Emotionen. Mal berührend, mal subtil, mal komisch und immer mehrdeutig, entsteht ein Gespräch zwischen und über Kunst. Die Ausstellung lädt dazu ein, Konfrontation als produktiv zu begreifen, neue Verbindungen zu entdecken, gewohnte Lesarten zu hinterfragen und persönliche Erfahrungen mit übergreifenden Fragen der Gegenwart zu verknüpfen. Was passiert, wenn sich zwei Werke begegnen, die auf den ersten Blick nicht unmittelbar etwas gemeinsam haben? „Confrontations“ lädt dazu ein, diese Frage im Ausstellungsraum zu erproben. Unerwartete Werkpaare treten in den Dialog: Ein Weihnachtsbaum aus Stahl (Philippe Parreno) trifft auf einen einzelnen roten Kinderschuh (Robert Gober), eine Fotoserie aus Venedig (Tarrah Krajnak) auf einen bunt bemalten Stab (André Cadere). Eine riesige Schwarze Hulk-Actionfigur (Arthur Jafa) steht neben einem kleinen Siegertreppchen (Rosemarie Trockel).Gerade in diesen Begegnungen entsteht Spannung – mal berührend, mal komisch, mal mitreißend. Kuratiert von Dr. Monika Bayer-Wermuth und Lena Tilk (Bild: Design: PARAT.cc; © Arthur Jafa, Courtesy of the artist and Gladstone Gallery, LeRage, 2017)
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Long Story Short
Museum Brandhorst
„Long Story Short“ erzählt eine Geschichte der zeitgenössischen Kunst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart aus den Beständen der Sammlung Brandhorst. Jeder Raum ist eine eigene Ausstellung für sich: Von der Arte Povera bis zu monographischen Präsentationen, von formalästhetischen Diskursen bis zu gesellschaftspolitischen Themen. Noch nie gezeigte Werke und Neuerwerbungen treten dabei mit Ikonen des Museums in Dialog und ermöglichen neue Perspektiven auf die mittlerweile über 2000 Werke umfassende Sammlung. (Bild: © Design: PARAT.cc; Mark Leckey, Inflatable Felix, The Universal Addressability of Dumb Things, Ausstellungsansicht, Nottingham Contemporary, 2013. Foto: Andy Keate)
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Alte Meister in Bewegung
Alte Pinakothek
Für die aktuelle Präsentation der Sammlung sind rund zweihundert Gemälde umgezogen. In den Sälen der Oberen Galerie begegnen sie sich jetzt in ungewohnten Zusammenhängen: Dialogische Konstellationen und thematische Gruppen laden dazu ein, die vertrauten Meisterwerke neu zu entdecken. Erstmals in der Geschichte der Alten Pinakothek wird die traditionelle Ordnung der Galerie, die chronologischen und geographischen Gesichtspunkten folgt, in weiten Teilen des Rundgangs hinterfragt. Viele Hauptwerke, die zuvor stets räumlich getrennt waren, sind nun über Stil- und Epochengrenzen hinweg zu Nachbarn geworden. Ihr außergewöhnliches Zusammentreffen bringt ungeahnte Parallelen zum Vorschein, lenkt den Blick auf selten thematisierte Verbindungen und charakteristische Eigenheiten. Dabei eröffnen sich frische Perspektiven auf die Gemälde und ihre Schöpfer:innen, auf die Inhalte und die Form der Darstellungen sowie auf die Zusammenhänge ihrer Entstehung. (Bild: Raumansicht, Obergeschoss, Saal V; © Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, Foto: Elisabeth Greil)
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Stolzer Strauß und wütender Tiger
Alte Pinakothek
Während der Sanierung der Neuen Pinakothek sind Meisterwerke des 19. Jahrhunderts in der Alten Pinakothek zu Gast. Die Dauerausstellung „Von Turner bis van Gogh“ wird im Jahr 2026 durch temporäre Ausstellungen ergänzt, die den Fokus auf besondere Themen und Werkgruppen richten. Die kleine Schau bronzener Tierdarstellungen zeigt die Entwicklung von den Pionieren dieser Gattung, den sogenannten Animaliers Antoine-Louis Barye und Pierre-Jules Mêne, hin zu Hauptvertretern der autonomen Tierplastik wie August Gaul und Fritz Behn. Es eröffnet sich ein breites Spektrum: Waren Tierskulpturen zunächst vorrangig im Kontext der Herrschersymbolik verortet, steht die Darstellung von Nutztierrassen für eine künstlerische Neuorientierung und Abkehr von der repräsentativen Denkmalkunst. Exotische Tierarten erzählen ebenso von der Entwicklung der zoologischen Gärten wie von den vielfachen Verflechtungen der deutschen Kolonialgeschichte. (Bild: August Gaul, Schreitender Strauß, 1903; Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Neue Pinakothek, München Foto: Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Nicole Wilhelms)
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Von Turner bis van Gogh
Alte Pinakothek
Meisterwerke der Neuen Pinakothek in der Alten Pinakothek Das Gebäude der Neuen Pinakothek wird nach vier Jahrzehnten Museums- und Ausstellungsbetrieb grundlegend saniert. Das Museum ist deshalb für mehrere Jahre geschlossen. Während dieser Zeit sind ausgewählte Hauptwerke der Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts in der Alten Pinakothek und in der Sammlung Schack ausgestellt. Die Auswahl spannt den Bogen vom Klassizismus und der Romantik bis zur beginnenden Moderne. Unter dem Titel „Von Turner bis van Gogh“ geht das 19. Jahrhundert nun in veränderter Form neu an den Start. Weiterhin zu sehen sind die Werke des Romantikers Caspar David Friedrich sowie der französischen Impressionisten und den Wegbereitern der Moderne von Édouard Manet und Claude Monet bis zu Paul Cézanne und Vincent van Gogh. Neu hinzu kommen Werkgruppen der bedeutenden Realisten Ferdinand Georg Waldmüller und Adolph Menzel, die in den vergangenen Jahren nicht gezeigt werden konnten. Ein Kabinett vereinigt intime Interieur-Darstellungen aus der Epoche des Symbolismus und des Fin de siècle. (Bild: Joseph Mallord William Turner, Ostende, 1844; Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München)
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Georg Baselitz (1938–2026)
Pinakothek der Moderne
Über mehr als fünf Jahrzehnte war Georg Baselitz eng mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen verbunden. Als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart erneuerte er maßgeblich die figurative Malerei nach 1945. Der Bestand umfasst 31 Werke – von frühen Arbeiten der 1960er Jahre über die „Remix“-Serie bis zum Spätwerk. Diese Präsentation in Erinnerung an den Künstler macht die komplexe Entwicklung des Schaffens nachvollziehbar. Der erste Ankauf eines Werkes erfolgte 1972. Bereits vier Jahre später widmete die Institution dem damals 38-jährigen Künstler eine Einzelausstellung, kuratiert von Carla Schulz-Hoffmann. Dies markierte einen Wendepunkt: Zeitgenössische Kunst rückte in den Fokus des Museums, und eine gegenwartsorientierten Ankaufspolitik wurde verfolgt. Dank der Unterstützung des langjährigen Wegbegleiters und frühen Sammlers des Künstlers Herzog Franz von Bayern konnten bedeutende Werke für den Bestand gesichert werden. Hervorzuheben ist „Der Mann am Baum“ (1969), eines der ersten Gemälde, in denen Baselitz die Figur auf den Kopf stellte. Diese Umkehrung wurde zu einem zentralen Merkmal seines Werks und kann zugleich als kritische Reflexion deutscher Geschichte verstanden werden. Baselitz setzte sich mit der Malerei auseinander: er experimentierte mit Farbtönen, fragmentierte die Figur, trug die Farbe mit Fingern auf, bezog sich auf kunsthistorische Vorbilder, nahm eigene Motive in der „Remix“-Serie wieder auf. Er hinterfragt schonungslos, Verdrängtes wird damit auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene zu Tage gefördert. Zu den herausragenden Werken des Spätwerks zählen das Gemälde „Avignon ade“, dessen Figur in einem zeit- und grenzenlosen Raum zu schweben scheint, sowie die Skulptur „Zero Ende“, ein eindringliches Sinnbild der Vergänglichkeit. Baselitz’ Werk bleibt herausfordernd, kraftvoll und kompromisslos. Kuratiert von Verena Hein und Carla Schulz-Hoffmann, unterstützt von Lilith Bitzer. (Bild: Georg Baselitz (1938–2026) Avignon ade, 2017; Öl auf Leinwand, 480 x 300 cm, Inv. Nr. 16514. 2018 Schenkung des Künstlers zu Ehren von Herzog Franz von Bayern Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne München; © Georg Baselitz 2026, Foto: Jochen Littkemann)
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Alte Pinakothek
Europäische Malerei vom 14. bis 18. Jahrhundert Die Alte Pinakothek zählt zu den bedeutendsten Gemäldegalerien Europas. Sie präsentiert die herausragenden Werke einer der weltweit größten Sammlungen europäischer Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert. Unter den über 700 ausgestellten Gemälden befinden sich zahlreiche Hauptwerke von Dürer und Rubens sowie prominente Schlüsselwerke etwa von Rogier van der Weyden und Memling, Raffael und Tizian, Altdorfer und Cranach, Jan Brueghel d. Ä. und van Dyck, Rembrandt und Frans Hals, Poussin und Murillo. Der Reichtum und viele Höhepunkte der 1836 eröffneten Galerie verdanken sich den Kunstsammlungen der Fürsten des Hauses Wittelsbach. Der Gemäldeschatz der bayerischen Herzöge und Kurfürsten wurde im 16. Jahrhundert begründet und konnte in den folgenden Jahrhunderten wesentlich ausgebaut werden. Nach dem Erlöschen verschiedener Familienzweige der Wittelsbacher gelangten um 1800 die Galeriebestände der Residenzen in Düsseldorf, Mannheim und Zweibrücken nach München. So entstand eine umfassende Sammlung, die während des frühen 19. Jahrhunderts im Zuge der Säkularisation und durch die bedeutenden Erwerbungen Ludwigs I. von Bayern nochmals erheblich an Größe und Bedeutung gewann. Die Alte Pinakothek liegt im Zentrum des sogenannten Münchener Kunstareals und ist Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.
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Neue Pinakothek
»Von Goya bis van Gogh« lautet das Motto der Neuen Pinakothek. Im ersten Museum für zeitgenössische Kunst in Europa, sind heute Hauptwerke des Klassizismus der Romantik, des Jugendstils, des Impressionismus und der Nazarener ebenso vertreten wie die großen Wegbereiter der Moderne Manet, Cezanne und van Gogh. Die Neue Pinakothek wird grundlegend saniert. Deshalb ist das Museum derzeit geschlossen. Während der Schließung ist eine Auswahl von Hauptwerken der Kunst des 19. Jahrhunderts im Erdgeschoss der Alten Pinakothek und in der Sammlung Schack ausgestellt.
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Conny Maier - Searching for Paradise
Pinakothek der Moderne
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German Design Graduates 2026:
German Design Graduates 2026:
Make It Make Sense
Pinakothek der Moderne
Die bundesweite Initiative German Design Graduates macht herausragende Abschlussarbeiten aus der deutschen Designausbildung sichtbar. Sie begleitet Absolvierende in die Profession und vernetzt sie mit Akteur*innen aus Wirtschaft und Kultur. German Design Graduates ist Teil der German Design Council Foundation. Für die Ausstellung in „Die Neue Sammlung – The Design Museum“ wurden rund 70 Projekte aus 28 deutschen Hochschulen ausgewählt. Zu sehen ist eine Kuration aus Produkt- und Industriedesign, Kommunikations- und Digitaldesign sowie Textil- und Modedesign. In ihrer Vielfalt zeigen die Arbeiten wesentliche Fragestellungen der Gegenwart auf – und bilden Methoden ab, mit denen eine neue Generation von Gestalter*innen nach Antworten sucht. Wie können Reststoffe zu neuen Materialien werden? Wie lassen sich digitale Technologien sinnvoll einsetzen? Wie kann Gestaltung Wissen vermitteln, gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen oder neue Formen des Zusammenlebens entwerfen? Das kuratorische Narrativ Make It Make Sense stammt aus der Netzkultur. Der Ausdruck wird verwendet, wenn Erklärungen nicht mehr greifen, Widersprüche sichtbar werden oder eine Situation nach neuer Einordnung verlangt. Häufig ironisch eingesetzt, formuliert er zugleich eine ernsthafte Forderung: Zusammenhänge herstellen und Komplexität nachvollziehbar machen. Disziplinübergreifend untersuchen die Exponate Materialien und Produktionsweisen, Technologien und Kommunikation sowie gesellschaftliche Transformation und Formen des Zusammenlebens. Sie hinterfragen bestehende Systeme, erproben alternative Prozesse und formulieren Fragen, auf die es noch keine eindeutigen Antworten gibt. Es entsteht ein vielstimmiges Bild, was Design gegenwärtig ist: eine Praxis des Beobachtens und Verstehens, aber auch des Eingreifens und Veränderns. Eine Ausstellung der „Die Neue Sammlung – The Design Museum“ in Kooperation mit German Design Graduates, einer Initiative der German Design Council Foundation. Ausstellungskonzept: TTAL Grafikbüro Andreas Lang und Tobias Trübenbacher Grafik: Madruga Schreiber Studio Anna Rosa Schreiber und Carlota Barberán Madruga
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Can You Imagine?:
Can You Imagine?:
Zu Gast am Bauhaus
Pinakothek der Moderne
Das Bauhaus in Dessau (1926-1932) galt seinerzeit als eine der innovativsten Kunstschulen in Deutschland. Neben regulären Studierenden war die Schule auch für kurzzeitige Gaststudierende offen, die sich von künstlerischen und pädagogischen Konzepten des Bauhauses inspirieren ließen. Die Malerin und Pianistin Florence Henri (1893 – 1982) und der Kirchenmusiker, Maler und Pädagoge Alfred Ehrhardt (1901 – 1984) hospitierten jeweils für wenige Monate am Bauhaus. In der Folge wandten sich beide Künstler:innen der Fotografie zu. Auf jeweils gänzlich unterschiedliche Weise ermöglichte ihnen das Medium die freie Umsetzung von am Bauhaus praktizierten Gestaltungsideen. Geradezu synästhetisch überführen sie Raum, Rhythmus, Form, Struktur und Kontrast ins fotografische Bild. Eine Präsentation der Stiftung Ann und Jürgen Wilde. (Bild: Florence Henri, Komposition II, 1928, Silbergelatineabzug (1974), Bildmaß 17,2 x 23,9 cm, Blattmaß 42,7 x 32,3 cm, AJW 1126 4/12, Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München)
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Can You Imagine?
Pinakothek der Moderne
PART II, Kunst ab 1945 Ab 08. Oktober 2026 | Säle 11-13, 15-17 Im zweiten Teil der Präsentation liegt der Schwerpunkt auf der Kunst ab 1945. Erfahrungen von Gewalt unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs werden in Werken von Francis Bacon oder Georg Baselitz eindringlich umgesetzt; gegenübergestellt sind die Künstlerinnen Marlene Dumas und Ida Applebroog, deren Werke sich mit Ohnmacht und Machtmissbrauch auseinandersetzen. Doch auch die Kraft und das Potential von Kreativität und Imagination werden immer wieder von Generationen von Künstler:innen neu interpretiert. Joseph Beuys wird ein eigener Künstlerraum gewidmet. Vermittlungsangebote sind in jedem Saal Teil der Präsentation. PART III, Kunst ab 1900 und Gesamtpräsentation Ab 11. Dezember 2026 | Säle 1-17, 27-35 Der dritte Teil der Präsentation widmet sich der Kunst der Moderne und präsentiert im Ostflügel (Säle 27 und 28) erstmals die neu erworbene Achtkanal-Videoinstallation „Universal Tongue“ von Anouk Kruithof, erweitert um einen Themenraum zum Tanz in der Kunst. Ausgehend von den Aufbrüchen der Avantgarde-Künstler:innen ins 20. Jahrhundert präsentieren die Räume im Westflügel Meisterwerke von u.a. Paula Modersohn-Becker, Pablo Picasso, Henri Matisse über die Expressionisten bis hin zum Bauhaus und dem Surrealismus in neuen gattungsübergreifenden Dialogen von Malerei, Textil, Skulptur und Fotografie, ergänzt um pointierte Interventionen der Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Unter dem Titel „Zu Gast am Bauhaus“ präsentiert die Stiftung Ann und Jürgen Wilde in Saal 7 Fotografien von Florence Henri und Alfred Ehrhardt, die eine freie Umsetzung der Bauhaus-Gestaltungsideen von Raum, Rhythmus, Form, Struktur und Kontrast auszeichnet. Max Beckmann als einem der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts wird zudem seit 2022 erstmals wieder ein eigener Saal gewidmet, der sein unvergleichlich produktives und vielseitiges Schaffen konzentriert vor Augen führt. (Bild: Andy Warhol, Self-Portrait, 1967; Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, © 2026 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York)
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Die Nacht berührt die Erde
Pinakothek der Moderne
Wie gehen Zeitzeugenschaft und künstlerische Abstraktion in Zeiten von Diktatur und Krieg zusammen? Auf Basis des neu zugänglichen Nachlasses wird eine zentrale Werkphase von Fritz Winter anlässlich seines 50. Todesjahres neu erzählt. Ausgebildet bei Klee und Kandinsky am Bauhaus in Dessau, fand Winter ab 1933 keine Ausstellungsmöglichkeiten mehr in Deutschland. Ab 1937 galt seine Kunst als entartet. Den Zweiten Weltkrieg erlebte er als Soldat an der Ostfront, vornehmlich in Rumänien und in der Ukraine. In seiner an Naturphänomenen orientierten, weitgehend ungegenständlichen Kunst fand er kraftvolle und berührende Ausdrucksformen für das „Zeitschicksal“. In zunehmender künstlerischer Isolation entstanden Zellen- und Sternbilder, Kristallisationen und expressiv-surrealen Landschaften. Seine Erfahrungen als Soldat verarbeitete er in hunderten von Zeichnungen, in denen er sich auch mit der menschlichen Vernichtungsmaschinerie und der Zerstörung von Lebensräumen auseinandersetzte. 1944 entstand die berühmte Werkgruppe der „Triebkräfte der Erde“ – eine Feier der elementaren Kräfte und Gesetzmäßigkeiten der Natur, die als Metapher für die Überwindung des Nationalsozialismus gelesen wurde. Kuratiert von Anna Rühl (Bild: Fritz Winter, Triebkräfte der Erde, 1944; Fritz-Winter-Stiftung, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, © Fritz-Winter-Stiftung, Neuerwerbung 2024)
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Klarenbeek & Dros - Design of the Unusual
Pinakothek der Moderne
Klarenbeek & Dros sind Pioniere im Bereich Materialinnovation. Sie haben als erste Designer weltweit den lebenden Werkstoff Myzel, eine fadenförmige Wurzelstruktur von Pilzen, in 3D gedruckt. Aktuell verschränken Klarenbeek & Dros dieses Material mit den Eigenschaften von Algen, Seetang und Moos. Die Neue Sammlung präsentiert ihre erste monografische Ausstellung. Seit 2004 befasst sich das Designerduo mit Materialien, welche die Umwelt schonen und Biodiversität fördern. Sie konzentrieren sich auf die Herstellung und Nutzung von klimafreundlichen, biokompatiblen und 100 % abbaubaren Werkstoffen. Dafür vernetzen sich Klarenbeek & Dros mit lokalen Fachleuten und Herstellern. Ihr Ziel ist die Anwendung von Ökotechnologie für den Alltag, indem sie Entwürfe für Alltagsgegenstände, aber auch für Innen- und Außenräume realisieren. Die nachhaltig konzipierte Ausstellung zeigt die wichtigsten Entwicklungen von Klarenbeek & Dros wie Möbel aus Myzel, Glas aus Kieselalgen oder Gefäße aus Biokunststoffen. Die ethische Haltung und ganzheitliche Philosophie von Klarenbeek & Dros kommt in einem installativen Bereich zum Ausdruck, der für ihre Feldversuche in der Natur und ihre Entwicklungen im Labor sensibilisiert. Eine für die Ausstellung gestaltete Audiotour gibt Einblicke in die Arbeitsweise von Klarenbeek & Dros. Der Geruch von Algen ist konserviert in den Algenpigmenten, die für die Wandfarbe und die Färbung der Vorhänge gewonnen wurden, sowie in den Saccharina-Algen, die in herkömmlicher Weise zum Trocknen aufgehängt sind. Eine Creme aus Salz und Algen und ihre Verpackung zeigen die vielseitige Anwendung von Algen. Schließlich laden Sitze aus 3D-gedrucktem Biokunststoff zum Verweilen ein. Die Ausstellung lädt die Besucher*innen ein, diese Organismen der Natur auf unterschiedliche Weise wahrzunehmen und zu erleben. Klarenbeek & Dros verstehen gutes Design nicht allein als Antwort auf menschliche Bedürfnisse. Mit ihrer Arbeit, die im Einklang mit der Natur stehen möchte, entwerfen sie ein Zukunftsbild für eine post-fossile Zeit. Die Ausstellung Klarenbeek & Dros markiert das zehnjährige Bestehen des Ausstellungsformats für die Paternoster-Halle, in die bedeutende Persönlichkeiten aus der Welt des Designs für eine unverwechselbare, ortsspezifische Präsentation eingeladen werden. Hinweis für Besucher:innen: In der Ausstellung Klarenbeek & Dros sind Pilzmyzelien, Algen und Moos in Verwendung, die eigene Gerüche ausbilden können. Die Materialien sind natürlich gefärbt und nicht gesundheitsschädlich.
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