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Aufführungen / Kabarett Münchner Lustspielhaus München, Occamstr. 8
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Aufführungen | Show

Bavarian Burlesque Festival

Deutsches Theater München

Glitzer, Glamour und Verführung Das Bavarian Burlesque Festival geht in die nächste Runde. In unterschiedlich besetzten Shows entführen internationale Burlesque-Stars in die Welt der Sinnlichkeit und Fantasie. Mit seinen prächtigen Kronleuchtern, Stuck und Spiegeln formt der Silbersaal als barockes Schmuckstück von 1896 das perfekte Ambiente für dieses facettenreiche Bühnengenre. Bühne frei für Glitzer, Glamour und Verführung. Rauschendes Fest sinnlich-sündiger Lebenslust Kaum eine Bühnenkunst ist so vielfältig wie Burlesque. Die Urform des Striptease verpackt die Kunst der Verführung auf vielerlei Art und Weise: ob erotisch, elegant, geheimnisvoll, explosiv, augenzwinkernd oder urkomisch – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nicht nackte Tatsachen stehen im Vordergrund, vielmehr sind es das Teasen, das Spielen mit dem Publikum, die ausgefallenen Kostüme, die Musik und nicht zuletzt die Geschichte, die jede einzelne Darbietung zu erzählen hat. Als Headliner des diesjährigen Festivals werden sich mit Cleopantha, UK, und Albadoro Gala, Italien, zwei internationale Top-Performerinnen die Ehre geben. Internationale Burlesque-Stars Die drei Shows versprechen ein wahres Feuerwerk burlesker Bühnenkunst – jedes Mal mit einem neuen, einzigartigen Programm. Neben den glamourösen Headlinerinnen präsentieren zahlreiche internationale Burlesque-Stars ihre ganz individuellen Interpretationen dieser sinnlichen Kunstform. Die Headliner Energiegeladen und authentisch interpretiert die Italienerin Albadoro Gala die Kunst des Burlesque. Ihre Darbietungen gleichen exquisiten kulinarische Kreationen, in denen Sinnlichkeit, Augenzwinkern und explosive Energie mit Präzision und Raffinesse verschmelzen. Die Britin Cleopantha ist eine international renommierte Burlesque-Künstlerin mit bunten kulturellen Wurzeln. Über das Modeln entdeckte die professionelle Tänzerin die schillernde Welt der Strasssteine, der Federn, des Glitzer und des Glamour für sich. 2022 belegte sie Platz drei unter den „Most Influential Burlesque Artists“. Die Moderatorinnen Moderiert wird die Thursday Opening Night mit Witz und Charme von Gisela Kloppke unserer bearded Lady aus Berlin. Durch die Saturday Night Gala und das Best of Festival am Sonntag führt Sandy Beach, „La Mama“ of German Burlesque. Sinnlichkeit und Verführung sind garantiert! 2 Stunden 30 Minuten (inkl. 20 Minuten Pause) Preise: ab 40,00 € ggf. inkl. MwSt. und zzgl. Servicegebühren
Aufführungen | Comedy

Tatty Macleod

Deutsches Theater München

Things my mother did Die beliebte Comedian und „French TikTok Lady“ Tatty Macleod kehrt mit einer brandneuen Show zurück! Im August 2025 veröffentlichte Tatty in den sozialen Medien ein Video, in dem ihre 73-jährige Mutter einen Graben aushebt. 25 Millionen Aufrufe später ist „DIY Liz“ ein viraler Hit. In diesem Jahr wird Tatty genauso alt wie ihre Mutter, als sie sie zur Welt brachte. In ihrer Stand-up-Comedy-Show Things my mother did beleuchtet sie im Silbersaal die Lebensentscheidungen ihrer Mutter und stellt sie ihren eigenen gegenüber, um die uralte Frage zu beantworten: Werde ich wie meine Mutter? 1 Stunde 30 Minuten (inkl. 20 Minuten Pause) Preise: 39,00 € ggf. inkl. MwSt. und zzgl. Servicegebühren
Aufführungen | Show

Gloria Gray 6.0

Deutsches Theater München

Das (doppelte) Jubiläum Sie ist Künstlerin, Autorin, Unternehmerin, Aktivistin, Kreisrätin und so viel mehr: Gloria Gray feiert in diesem Jahr nicht nur ihren 60. Geburtstag, sondern zugleich auch ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum. Das Publikum im Silbersaal kann sich nach der ausverkauften Premiere ihres neuen Programms im Februar 2026 auf diesen Zusatztermin freuen: Da kommt was z’samm! Spritzig, bunt, ehrlich Live begleitet von Bühnenkollegen mit bekannten und neuen Liedern und Performances erzählt die schillernde Persönlichkeit eindringliche Anekdoten und spritzige Pikanterien aus ihrem bunten, prallen Leben. Dabei gibt sie erstaunlich offene und ehrliche Einblicke in ihre faszinierende Welt mit all dem Hin und Her, Rauf und Runter, Rein und Raus und so weiter. One Woman Show Gloria Gray hat als Frau mit transidentitärem Hintergrund deutsche Geschichte geschrieben, indem sie unter anderem als künstlerische und politische Pionierin ihres Landes neue Wege eröffnete. Sie selbst sagt, ihr ganzes Leben sei wie eine „One Woman Show.“ Freuen Sie sich auf einen ganz besonderen Abend mit einem Mix aus Dramatik, Herzenswärme, Humor und Skurrilität und auf eine der herausragendsten und vielseitigsten Entertainerinnen Bayerns! „…ein großes Spektakel…auch mit 60 ist Gloria Gray nicht zu bremsen!" Straubinger Tagblatt 2 Stunden (inkl. 20 Minuten Pause) Altersempfehlung: ab 16 Jahren In deutscher Sprache Preise: ab 29,00 € ggf. inkl. MwSt. und zzgl. Servicegebühren
Aufführungen | Show

CHAKA – The Music of Chaka Khan

Deutsches Theater München

Die Stimme, die Generationen prägte Seit über fünf Jahrzehnten begeistert Chaka Khan mit ihren Hits aus Funk, Soul, Pop und Dance. Generationen von Sängerinnen und Sängern hat die mehrfache Grammy-Preisträgerin inspiriert. Chaka – The Music of Chaka Khan würdigt dieses Lebenswerk und ist eine musikalische Hommage an die Ikone. Ihre größten Hits Diese Show ist randvoll mit unwiderstehlichen Groove- und Dancefloor-Klassikern. Freuen Sie sich auf die größten Diva-Hits aller Zeiten wie „I’m Every Woman“, „Ain’t Nobody“, „I Feel For You“ oder „Through The Wire“. Nicht zu kurz kommen auch die Funk- und Soul-Songs „Tell Me Something Good“, „Sweet Thing“ und viele weitere. Ein absolutes Muss für alle, die Funk, Soul und Dancefloor lieben. Feel the Groove Getragen von einer fantastischen Live-Band fängt dieses zweistündige Feuerwerk die wahre Essenz von Chaka Khan ein. Frontfrau Sulene Fleming bringt die Songs der Ikone auf einzigartige Weise zurück auf die Bühne. Diese Show ist eine Hommage an eine der größten Künstlerinnen aller Zeiten. Macht euch bereit, zu der Musik zu grooven, mit der die Chaka Khan Musikgeschichte geschrieben hat. Oder um es mit den Worten von Bridget Jones zu sagen: „Ich bevorzuge Wodka – und Chaka Khan.“ 1 Stunde 50 Minuten (inkl. 25 Minuten Pause) Preise: ab 29,00 € ggf. inkl. MwSt. und zzgl. Servicegebühren
Aufführungen | Show

Falco meets Amadeus

Deutsches Theater München

Zwischen Triumph und Tragödie „Der Kommissar“ ist zurück! Falco meets Amadeus erzählt ebenso bildgewaltig und exzentrisch von zwei absoluten Ausnahmeerscheinungen in der Musikgeschichte und kombiniert dabei alle großen Falco-Hits live mit der spannenden Geschichte des legendären Wieners. Die sensationelle Bühnenshow gewährt einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt des Künstlers und des Menschen hinter der schillernden Pop-Ikone und würdigt dabei das großartige Lebenswerk des „Falken“. Zwischen Genie und Wahnsinn „Unsterblich bin ich erst, wenn ich tot bin!“ Um diese düsteren, vorausahnenden Worte rankt sich die Hommage an das größte Genie der deutschsprachigen Pop- und Rap-Geschichte. Falco meets Amadeus ist ein packender und tief bewegender musikalischer Streifzug durch die prägenden Stationen im Leben des markanten Musikers – eines Menschen, der das Leben bis an seine Grenzen auskostete und durch viele Höhen und Tiefen ging, bis hin zur Selbstzerstörung. Über 60 Millionen verkaufte Tonträger und das bis heute einzige deutschsprachige Lied an der Spitze der amerikanischen Charts machten Falco zum international erfolgreichsten österreichischen Musiker aller Zeiten neben Wolfgang Amadeus Mozart. Aber es gibt noch weitere Gemeinsamkeiten der beiden Musik-Genies: Beide waren ihrer Zeit weit voraus, schufen ihren eigenen Stil und prägten damit die Musik ihrer Zeit wie niemand sonst – zwischen Genie und Wahnsinn. Ausnahmekünstler und seine Musik Die Song-Auswahl in diesem spektakulären Show-Erlebnis reicht neben allen großen Falco-Hits wie „Der Kommissar“, „Vienna Calling“, „Jeanny“ oder „Out of the Dark“ auch von frühen Erfolgen wie „Ganz Wien“, eindrucksvollen Titeln wie „Emotional“ oder „Coming Home“ über einige zu Unrecht vergessene Titel bis hin zum heute wieder brandaktuellen Song „Europa“. Dabei holt die Hommage den „Falken“ zurück auf die Bühne und präsentiert mit einer fünfköpfigen Band und einem herausragenden Cast alle Songs live. Schrille und extravagante Einlagen des Tanz-Ensembles hauchen den Songs neues Leben ein und runden das Bühnen-Spektakel wunderbar ab. Songs und Dialoge in deutscher Sprache 2 Stunden 45 Minuten (inkl. 25 Minuten Pause) Preise: ab 29,00 € ggf. inkl. MwSt. und zzgl. Servicegebühren
Aufführungen | Musical

Die Päpstin – Das Musical

Deutsches Theater München

Unerschütterlich mutig Erleben Sie die packende Geschichte von Johanna, einer mutigen Frau im Mittelalter, die sich als Mann verkleidet, um in einer von Männern dominierten Welt zu überleben. Johanna kämpft dabei nicht nur um ihren Platz in der Kirche, sondern auch um ihre Liebe und ihren Glauben. Basierend auf dem berühmten Roman von Donna W. Cross über den größten Kirchenskandal des Mittelalters, begeistert Die Päpstin – Das Musical mit opulenter Musik und dramatischen Szenen. Ein meisterhaftes Werk, das voller Emotionen und historischer Intrigen steckt. Erfolgreiches Bühnenepos 2011 erlebte es seine Weltpremiere am Originalschauplatz Fulda. Seitdem avancierte das Bühnenepos zu einem der erfolgreichsten deutschen Musicals mit über 800 Aufführungen in Deutschland und im Ausland. 2024 wurde die Neuinszenierung von Gil Mehmert mit dem renommierten Deutschen Musical Theaterpreis ausgezeichnet. Erleben Sie den mitreißenden Musicalerfolg voller Dramatik, Leidenschaft und unerschütterlichem Mut live auf unserer Bühne. Altersempfehlung: ab 10 Jahren In deutscher Sprache 3 Stunden (inkl. 25 Minuten Pause) Preise: ab 29,00 € ggf. inkl. MwSt. und zzgl. Servicegebühren
Aufführungen | Musical

Der Geist der Weihnacht

Deutsches Theater München

Das Musical, das die Herzen öffnet Die bekannte Geschichte „A Christmas Carol“ von Charles Dickens aus dem Jahr 1843 hat seit seiner Veröffentlichung nichts an Aktualität eingebüßt. Das Musical Der Geist der Weihnacht führt ins weihnachtliche London des 19. Jahrhunderts und erzählt diese Geschichte als herzerwärmendes Erlebnis für große und kleine Weihnachtsfans. Geizig und einsam Der geizige Pfandleiher Ebenezer Scrooge, feiert Weihnachten nicht, sondern sieht es nur als weitere Möglichkeit, den Menschen noch höhere Zinsen aufzubürden. Doch dann bekommt er am Weihnachtsabend Besuch vom Geist seines ebenso geizigen, jedoch inzwischen toten Freunds Marley. Seine Aufgabe ist es, Ebenezer zu zeigen, dass es sich mehr lohnt, Liebe und Freude zu schenken, als materielle Reichtümer anzuhäufen. Liebe als wahrer Schatz So machen Marley und Ebenezer sich mithilfe eines geheimnisvollen Engels auf die Reise durch Ebenezers Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, bis dieser schließlich erkennt, dass der wahre Reichtum bei den Menschen liegt, die Liebe empfinden. Denn Liebe, die man teilt, wird immer mehr. Ein neues Bühnenbild, spektakuläre Projektionen und einige musikalische wie choreographische Neuerungen machen diese Inszenierung zu einem unvergesslichen Erlebnis für die ganze Familie. Altersempfehlung: ab 6 Jahren In deutscher Sprache 2 Stunden 55 Minuten (inkl. 25 Minuten Pause) Preise: ab 29,00 € ggf. inkl. MwSt. und zzgl. Servicegebühren
Aufführungen | Kabarett

Hagen Rether – LIEBE

Deutsches Theater München

Das muss Liebe sein „Wir können die Welt nicht retten? Ja, wer denn sonst?“ Es ist kein klassisches Kabarett, was Hagen Rether seinem Publikum serviert, sondern eher ein assoziatives Spiel, ein Mitdenk-Angebot. Auch in diesem Jahr kehrt er mit seinem Programm LIEBE zurück. Viel mehr als klassisches Kabarett Der Kabarettist verweigert die Verengung komplexer Zusammenhänge und gesellschaftlicher wie politischer Absurditäten auf bloße Pointen. Auch das Schlachten von Sündenböcken und das satirische Verfeuern der üblichen medialen Strohmänner sind seine Sache nicht, denn die Verantwortung tragen schließlich nicht allein „die da oben“. In aller Ausführlichkeit verknüpft Rether Aktuelles mit Vergessenem, Nahes mit Fernem, stellt infrage, bestreitet, zweifelt. An zentralen Glaubenssätzen westlicher „Zivilisation“ rüttelt er gründlich, sogenannte Sachzwänge gibt er als kollektive Fiktionen dem Gelächter preis. Anderer Blick auf die Welt Mit überraschenden Vergleichen verführt er das Publikum zum Perspektivwechsel – zu einem anderen Blick auf die Welt, in die Zukunft, in den Spiegel, auch unbequemer Wahrheit ins Auge. Und er ruft dazu auf, dass wir uns von unserer vielfach instrumentalisierten Angst und Wut befreien. Rethers LIEBE ist tragisch, komisch, sch(m)erzhaft, ansteckend: Das ständig mutierende Programm mit dem immer gleichen Titel verursacht nachhaltige Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und stiftet zum Selberdenken und -handeln an. Bis zu dreieinhalb Stunden plädiert der Kabarettist leidenschaftlich für Aufklärung und Mitgefühl, gegen Doppelmoral und konsumselige Wurstigkeit: Wandel ist möglich – wenn wir wollen. In Deutsch 3 Stunden 25 Minuten (inkl. 25 Minuten Pause) Preise: ab 29,00 € ggf. inkl. MwSt. und zzgl. Servicegebühren
Aufführungen | Show

Notenlos – Dein Wunschmusical

Deutsches Theater München

Das Musical auf Zuruf Zwei Künstler, eine Bühne, hundert Ideen – ein witziger, turbulenter Abend, der jedes Mal anders verläuft. Ganz nach Lust, Laune und Kreativität des Publikums im Silbersaal verwandelt das Duo Notenlos Wünsche live in Musical, Komödie oder Konzert. Eine sehr unterhaltsame Show zum Mitlachen, Mitmachen oder sogar Mitsingen, bei der Sie die Fäden in der Hand haben. Musikkabarett in Höchstform Wie aus dem Nichts entstehen Geschichten und Szenen, mal Komik, mal Drama – ständig frisch inspiriert durch Ideen des Publikums. Quer durch alle musikalischen Genres, von Verdi bis Bollywood. Und jedes Mal anders! Im Duett und im Duell improvisieren sich die beiden Ausnahmemusiker Bastian Pusch und Andreas Speckmann kunterbunt durch Klassik, Jazz, Musical und Pop. Ohne Playback, ohne Hilfsmittel und ohne Noten führen sie sich und ihre Instrumente an die Leistungsgrenze. Getarnt in Anzug und Fliege wird bei Notenlos der Stilbruch zelebriert. So treffen Kinderlieder auf Filmmusik, Choral auf Rock‘n‘Roll, Grönemeyer auf Pavarotti. Bastian Pusch Seit über 30 Jahren ist Bastian Pusch freiberuflicher Pianist, Sänger, Komponist und Arrangeur. Er ist Lehrbeauftragter für Big Band an der Hochschule München, leitet den Münchner Gospelchor St. Lukas und komponiert Musicals und Theatermusik. Auch das Online-Chorprojekt PopUpChoir gehört seit 2020 zu seinen Kreativ-Projekten. Andreas Speckmann Als Pianist, Sänger und Bandleader ist Andreas Speckmann seit über 25 Jahren in verschiedenen Partybands, Jazzcombos, Big Bands sowie Duos und Trios unterschiedlicher Genres zu hören. Sein großes Repertoire an verschiedensten Titeln sowie die riesige Menge an Songtexten, die er aus den entlegensten Winkeln seines Kopfes spontan hervorkramen kann, brachte ihm den Beinamen des „wandelnden Musiklexikons“ ein. 2 Stunden (inkl. 20 Minuten Pause) Preise: 30,00 € ggf. inkl. MwSt. und zzgl. Servicegebühren
Aufführungen | Kabarett

Frau Julia sucht das große Glück

Deutsches Theater München

Julia Hitzenberger, Solo-Theater, Musik-Kabarett Zwischen Tinder-Sehnsucht und Liebes-Wahn Was passiert, wenn eine hoffnungslos romantische Frau mit Hang zur Selbstanalyse loszieht, um das große Glück zu finden? Julia Hitzenberger lädt im Silbersaal ein zu einer atmosphärischen Reise, die dort beginnt, wo Smalltalk endet. Von den Abgründen des Münchner Online-Datings, über verheißungsvolle Nächte in Paris bis hin zu spirituellen Irrwegen in Indien: Julia seziert die Sehnsüchte unserer Zeit – dort, wo es wehtut und wo es richtig lustig wird. Pur, persönlich und wandelbar Nur mit ihrer Gitarre und einer enormen Präsenz erschafft Julia im Alleingang ganze Welten. In dieser intensiven Mischung aus Musik-Kabarett und Solo-Theater schlüpft sie virtuos in Rollen – mal als schillernde Femme Fatale, als bissige Psychoanalytikerin oder bayerischer Cis-Mann mit Bindungsangst. Julia singt mit ihrer ausdrucksstarken Stimme gegen den Frust an, interpretiert Chansons und bekannte Lieder mit neuem Twist und legt jene inneren Monologe offen, die wir alle kennen, aber lieber verschweigen. Eine emotionale Achterbahnfahrt – komisch, berührend und entwaffnend ehrlich. Ein Abend für die Generation Tinder, ihre Eltern und alle, die jemals gesucht, gehofft oder geliebt haben. Julia Hitzenberger Münchnerin mit niederbayerischen Wurzeln und dem Kopf voller Geschichten aus Paris, Italien und Wien: Julia Hitzenberger hat das Menschsein dort studiert, wo es keine Masken gibt – zwischen Bierbänken im Hofbräuhaus, indischen Ashrams und dem täglichen Wahnsinn als Erzieherin im Kita-Kleinkrieg. Auf der Bühne verbindet sie diese Erfahrungen zu einem vielschichtigen Ganzen: Mit Gitarre und ausdrucksstarker Stimme schlägt sie den Bogen von Vintage-Chansons der 20er Jahre bis hin zu modernen eigenen Songs. Dabei blickt sie als ausgebildete Therapeutin mit scharfem Verstand auf alles, was uns Menschen so umtreibt – und lacht dabei mit viel Selbstironie am liebsten über sich selbst. In deutscher Sprache 1 Stunde 50 Minuten (inkl. 20 Minuten Pause) Preise: 32,00 € ggf. inkl. MwSt. und zzgl. Servicegebühren
Aufführungen | Schauspiel

Prima Facie

Residenztheater

Tessa Ensler ist eine knallharte Strafverteidigerin. Mit Anfang dreißig hat sie geschafft, was die wenigsten ihr zugetraut hätten: den Weg aus einem Milieu ohne Privilegien an die Eliteuni und dann in die Topkanzlei. Ihre Königsdisziplin ist die Verteidigung in Fällen sexueller Übergriffe. Ist ihre Freispruchrate so hoch, weil sie eine Frau ist, wie geunkt wird? Oder weil sie so gut Lücken und Widersprüche in den Aussagen der weiblichen Opfer aufspürt? Tessa ist jedenfalls stolz, dass sie ihr Gegenüber im Zeugenstand nicht quält wie manch anderer Kollege, aber sie glaubt auch an das Rechtssystem, das im Zweifel zugunsten der Angeklagten entscheidet. Doch diese Überzeugung wird erschüttert, als sie selbst vergewaltigt wird. Der Täter ist kein Unbekannter, sondern ihr Kollege Julian, mit dem sie eine Büroaffäre, vielleicht aber auch der Beginn einer tieferen Liebesbeziehung verbunden hat. Als sie Anzeige erstattet, ist ihr klar, dass die Anscheins- oder Prima-facie-Beweise nicht für sie sprechen – schließlich waren neben ihrer anfänglichen Anziehung auch mehrere Flaschen Wein im Spiel –, aber es geht ihr nicht nur um persönliche Gerechtigkeit, sondern auch um die Abrechnung mit einem von Männern geschaffenen Justizsystem, an das sie ihr Leben lang geglaubt hat. Wie Ferdinand von Schirach arbeitete auch die australische Autorin Suzie Miller selbst als Strafverteidigerin – und zwar im Menschenrechtssektor, heute schreibt sie für Theater, Film und Fernsehen. «Prima Facie» wurde 2020 mit den wichtigsten australischen Preisen für neue Dramatik ausgezeichnet sowie mit dem Olivier Award, der höchsten Auszeichnung im britischen Theater. 2022 feierte es im Londoner Westend Erfolge und seit Frühjahr 2023 ist es am New Yorker Broadway zu sehen. Das furiose Monodrama, in dem Tessa Stück für Stück ihre Lebensgeschichte erzählt und alle auftauchenden Figuren gleich mitspielt, inszeniert Hausregisseurin Nora Schlocker, die in den vergangenen Spielzeiten sowohl Gegenwartsdramatik als auch Klassiker feinfühlig und klar auf die Bühne gebracht hat. aus dem Englischen von Anne Rabe Inszenierung: Nora Schlocker Bühne und Kostüme: Marie Caroline Rössle Musik: Albrecht Zieper Licht: Gerrit Jurda Dramaturgie: Almut Wagner Altersempfehlung: ab 14 Jahren Dauer: 1 Stunde 30 Minuten, Keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Blind

Residenztheater

aus dem Niederländischen von Eva M. Pieper und Alexandra Schmiedebach Nach dem Tod seiner Frau lebt Richard abgeschottet in einer streng bewachten Gated Community. Seine langjährige Haushälterin hat er ohne ersichtlichen Grund entlassen. Nun nimmt er seine einzige Tochter Helen in die Pflicht, ihn zu versorgen, da er zunehmend pflegebedürftig wird. Zwischen Vater und Tochter herrschte lange Funkstille, trennt die beiden doch mehr, als sie verbindet. Richard – als ehemaliger erfolgreicher Ingenieur für Wasserwirtschaft immer noch mit einem großen Ego ausgestattet – respektiert weder Helens idealistische Berufsauffassung als Anwältin noch die Wahl ihres Ehemanns, eines Schwarzen Intellektuellen. Helen wiederum wirft ihm vor, sich den Herausforderungen einer sich verändernden Gesellschaft zu entziehen, in der bewusster über Fragen von Geschlechtergerechtigkeit und Rassismus nachgedacht wird und in der nur der sorgsamere Umgang mit den knappen Ressourcen der Natur die Existenz nachfolgender Generationen garantiert. Bei einer der Stippvisiten der Tochter schließen die elektrischen Rollläden automatisch – so wie es bei einem Überfall vorgesehen ist. Vater und Tochter sind gezwungen, miteinander auszuharren. «Wie sollen wir miteinander leben?», fragt die meistgespielte niederländische Dramatikerin Lot Vekemans in ihrem neuen Stück und trifft damit den Nerv der Zeit. Sie zeigt auf eine sehr menschliche Weise die u vereinbar scheinenden Haltungen, die in vielen Familien und Freundeskreisen für Dissens und Konflikt sorgen. Vekemans’ Solo «Niemand wartet auf dich» mit Juliane Köhler wurde am Residenztheater mit großer Resonanz gestreamt. In «Blind» spielt sie an der Seite von Manfred Zapatka. Die deutschsprachige Erstaufführung von «Blind» inszeniert der Regisseur Matthias Rippert, der mit seinen präzisen Interpretationen zeitgenössischer Dramatik auf sich aufmerksam gemacht hat. Inszenierung: Matthias Rippert Bühne: Fabian Liszt Kostüme: Alfred Morina Musik: Robert Pawliczek Licht: Markus Schadel Dramaturgie: Almut Wagner Dauer: 1 Stunde 40 Minuten, Keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Die Präsidentinnen

Residenztheater

Der österreichische Dramatiker Werner Schwab gilt als radikaler Erneuerer des Volksstücks und Sprachvirtuose. Für seine Komödie «Die Präsidentinnen» schuf er mit Erna, Grete und Mariedl drei unverwechselbare Frauenfiguren, die mit böser Bauernschläue und rasanter Sprachakrobatik ihren bescheidenen Platz im Leben zu verteidigen suchen und dabei über ihren Größenwahn stolpern. «Oft sind es die wenigen schönen Dinge im Leben, und kaum greift man diese schönen Sachen an, schon hat man schon wieder einen Scheißhaufen in der Hand.» Wir befinden uns in einer bescheidenen Wohnküche, der Fernseher läuft, es predigt der Papst. Erna, Grete und Mariedl, drei Damen unterschiedlichen Alters und Naturells, sind seine treuesten Anhängerinnen. Aber eigentlich finden sie es viel interessanter, über sich selbst zu reden. Dabei ziehen sie mit lustvoller Rhetorik über die Welt da draußen im Allgemeinen und über die jeweils anderen beiden im Speziellen her. Sie erfinden Fantasiewelten, in denen sie der Mittelpunkt, in denen sie die Stars sind. Darin feiern sich vor allem Erna und Grete, die sich an ihren mit Halbwissen und Doppelmoral gespickten Sprachpirouetten so lange selbst berauschen, bis die Jüngste, das Mariedl, sie unsanft aus ihren Träumen reißt und auf den Boden der Tatsachen zurückholt, was zu keinem guten Ende führt. Der österreichische Dramatiker Werner Schwab – 1994 im Alter von nur fünfunddreißig Jahren verstorben – gilt als radikaler Erneuerer des Volksstücks und als Sprachvirtuose, der mit seinem «Schwabisch» einen ganz neuen Bühnensound erfand. Gleich zu Anfang seiner Karriere schuf er in seiner Komödie «Die Präsidentinnen», die zu seinen «Fäkaliendramen» zählt, drei unverwechselbare Frauenfiguren, die mit Bauernschläue und Überlebenswillen ihren bescheidenen Platz im Leben zu verteidigen suchen und dabei über ihren Größenwahn stolpern. Nach ihrer Inszenierung von Samuel Becketts «Warten auf Godot» für einen «all male cast» bringt Hausregisseurin Claudia Bauer Schwabs modernen Klassiker für drei Schauspielerinnen hochmusikalisch auf die Bühne. Inszenierung: Claudia Bauer Bühne: Andreas Auerbach Kostüme: Vanessa Rust Dramaturgie: Constanze Kargl 1 Stunde 45 Minuten, Keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Die Rückseite des Lebens

Residenztheater

aus dem Französischen von Claudia Hamm Die Dramatikerin Yasmina Reza («James Brown trug Lockenwickler») ist fasziniert von Gerichtsprozessen, in ihrem Erzählband sind ihre Beobachtungen der vergangenen Jahre zusammengefasst. Lakonisch und pointiert beobachtet sie die Momente, in denen unbegreifliche Taten bewertet, widerstreitende Aussagen für wahr oder fasch befunden werden müssen, oft ganze Leben auf dem Kipppunkt stehen – und fängt wie nebenbei ein Panorama der menschlichen Existenz ein. Die Hausregisseurin Nora Schlocker richtet die Texte für die Bühne ein. Die Dramatikerin Yasmina Reza («James Brown trug Lockenwickler») ist fasziniert von Gerichtsprozessen, in ihrem Erzählband sind ihre Beobachtungen der vergangenen Jahre zusammengefasst. Lakonisch und pointiert beobachtet sie die Momente, in denen unbegreifliche Taten bewertet, widerstreitende Aussagen für wahr oder fasch befunden werden müssen, oft ganze Leben auf dem Kipppunkt stehen. Sie stellt emotionale Ausbrüche neben nüchterne Sachberichte, monströse Gewalttaten neben Betrugsdelikte und unterlassene Hilfeleistung. Wie nebenbei fängt sie dabei ein Panorama der menschlichen Existenz ein – vom Prekariat bis in die obersten Regierungskreise. Die Hausregisseurin Nora Schlocker richtet die Texte für die Bühne ein und lässt Ensemble und Publikum die Prozesse gemeinsam Revue passieren. Wie weit lässt sich ein Fall vor Gericht überhaupt rekonstruieren? Welche Fakten sind ausschlaggebend für unsere Parteinahme, für unsere Empathie? Oder ist, wie im Theater, letztendlich die Performance im Zeugenstand ausschlaggebend? «Die Rückseite des Lebens» ist ein Plädoyer für die Fragilität eines jeden Lebens und unserer Annahmen von Gerechtigkeit. Szenische Einrichtung: Nora Schlocker Musik: Hans Könnecke Licht: Markus Schadel Dramaturgie: Katrin Michaels 1 Stunde 05 Minuten, Keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Munich Machine

Residenztheater

Ein Ufo in Weißwurstform landet vor der Bayerischen Staatskanzlei: Film oder Realität? Albert Ostermaiers neues Stück ist eine liebevolle Hommage an den 2022 verstorbenen Filmpoeten Klaus Lemke und zugleich Hymne auf und Abrechnung mit seiner Heimatstadt München. «Hier München, mein Stripclub, Schillerstraße, Klassiker, Goethestraße, Gomorra und Paradies, Techno, Punk und Zwiefacher, Protest und Party, Bayern und Babylon, Gerd Müller und der Bomber, alles, was du nie zusammendenken könntest, steht hier nebeneinander wie ein Fitnessgerät neben dem anderen.» Ein Ufo in Weißwurstform landet vor der Bayerischen Staatskanzlei: Film oder Realität? Für den Schwabinger Filmpoeten und Asphaltcowboy Klaus Lemke macht das keinen Unterschied. Doch aus dem Raumschiff steigt ein echter Außerirdischer! Sie sind auf der Suche nach einer Idee, nach einer gesellschaftlichen Utopie für ihren Heimatplaneten. Und München scheint ihnen das ideale Studienobjekt. Lemke wittert einen großen Stoff und so begeben sie sich gemeinsam auf eine ebenso rasante wie wahnwitzige Zeitreise durch die Geschichte Münchens. Sie durchleben die Höhen und Tiefen dieser Stadt und begegnen dabei Legenden wie Helmut Dietls Tscharlie aus den «Münchner Geschichten» beim Ritt durch das Siegestor, dem jungen Franz Josef Strauß genauso wie dem noch unbekannten Wladimir Iljitsch Lenin im Schelling-Salon der Jahrhundertwende. Sie landen mitten in den Schwabinger Krawallen 1962, den Olympischen Spielen 1972 oder werden Zeugen bei der Ausrufung der Räterepublik. Albert Ostermaiers neues Stück «Munich Machine» ist ein großartiges Theatertriptychon, ein dreiteiliges Altarbild Münchens: zugleich Hymne auf und Abrechnung mit seiner Heimatstadt – über den Munich Sound von DJ Hell und darüber, was die Stadt einmal war, heute ist und morgen sein könnte. Vor allem aber ist es eine liebevolle Hommage an den großen Münchner Filmemacher Klaus Lemke, der 2022 im Alter von einundachtzig Jahren verstorben ist. Mit «Munich Machine» gibt der vielfach ausgezeichnete Künstler und Theaterregisseur Ersan Mondtag sein Debüt am Residenztheater. Zuletzt wurde seine Performance «Monument eines unbekannten Menschen» für den Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig 2024 von Publikum und Kritik gleichermaßen gefeiert. Albert Ostermaier, 1967 geboren, lebt als freier Schriftsteller in München. Er ist einer der meistgespielten deutschen Dramatiker der Gegenwart. Seine Stücke wurden u.a. von Karin Beier, Andrea Breth, Kay Voges und Nuran David Calis uraufgeführt. Er schrieb für Komponisten wie Peter Eötvös und arbeitet mit DJ Hell. Seine Werke wurden in über 20 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter dem Kleist-Preis, dem Bertolt-Brecht-Preis, dem Ernst-Toller-Preis und dem «Welt»-Literaturpreis für sein literarisches Gesamtwerk. Zudem leitete und rief er international bekannte Literaturfestivals ins Leben. Im August 2025 erscheint sein neuer Roman «Die Liebe geht weiter» bei Matthes & Seitz Berlin. Inszenierung, Bühne und Kostüme: Ersan Mondtag Mitarbeit Bühne und Kostüm: Lorenz Stöger Komposition / Musikproduktion: DJ Hell, Benedikt Brachtel Licht: Gerrit Jurda Video: Luis August Krawen Dramaturgie: Michael Billenkamp, Till Briegleb 3 Stunden, 1 Pause
Aufführungen | Schauspiel

Der Zerbrochne Krug

Residenztheater

Richter Adam hat ein gravierendes Problem: Nicht nur hat er mit den schwerwiegenden Folgen seines nächtlichen Alkoholkonsums zu kämpfen, sondern auch mit dem plötzlichen Auftauchen seines Vorgesetzten Walter, der die Rechtsprechung in der Provinz unter die Lupe zu nehmen gedenkt. So ist Adam genötigt, coram publico einer Gerichtsverhandlung vorzusitzen, in der er gegen sich selbst ermitteln muss. Mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versucht er dabei zu verschleiern, dass es sich bei dem unbekannten Täter der letzten Nacht um ihn selbst handelt. Ein Kupferstich von Jean-Jacques André Le Veau, der einen zerbrochenen Krug in einem juristischen Rahmen zeigt, diente Heinrich von Kleist 1802 angeblich als Anlass für einen «poetischen Wettkampf» unter Freunden, aus dem «Der zerbrochne Krug» hervorging. Am Modell eines niederländischen Dorfgerichts im ausgehenden 17. Jahrhundert zeigt Kleist, dass institutionell nicht Recht gesprochen, sondern Macht ausgeübt wird. Selbst Jurist, übte der Dichter scharfe Kritik an der zeitgenössischen Rechtspraxis, die bei der Uraufführung 1808 in Weimar – inszeniert von niemand Geringerem als Johann Wolfgang von Goethe – vom ansässigen Adel als «moralischer Aussatz» degoutiert wurde. Heinrich von Kleist, einer der bedeutendsten deutschen Dichter, hatte bei Publikum und Kritik ausgespielt – mit einer der bedeutendsten deutschsprachigen Komödien, bis heute auf Bühnen gern gesehen. Dabei entpuppt sich Kleists abgründiges Lustspiel als Enthüllungsdrama um sexualisierte Gewalt, Machtmissbrauch und Tatsachenverschleierung – und somit um einen veritablen Justizskandal. Der «Zeit»-Literaturchef und Schriftsteller Adam Soboczynski wies darauf hin, dass «die Aufrichtigkeit, das Vertrauen bei Kleist sich als fragil erweisen und blendende Verstellungskünstler sein Werk prägen». Dorfrichter Adam ist einer ihrer schillerndsten Vertreter und als Figur so modern, dass er wie eine (Aus-)Geburt einer an Manipulationen so reichen Gegenwart aus dem Geist der Geschichte wirkt. Inszenierung: Mateja Koležnik Bühne: Christian Schmidt Kostüme: Ana Savić Gecan Licht: Verena Mayr Dramaturgie Constanze Kargl 1 Stunde 40 Minuten, Keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Ödipus

Residenztheater

aus dem Englischen von Christina Schlögl Ödipus, dem Spitzenkandidaten der neuen politischen Bewegung, ist der Wahlsieg so gut wie sicher. Doch warum werden die Umstände des tödlichen Verkehrsunfalls seines Vorgängers unter Verschluss gehalten? Und was hat es mit den Fake News um seine Herkunft auf sich? Ödipus beginnt zu ermitteln – allen Warnungen zum Trotz. Der britische Regisseur und Dramatiker Robert Icke übersetzt wie schon in seiner Schnitzler-Aktualisierung «Die Ärztin» einen Klassiker des Theaters radikal in die Gegenwart. Ickes «Ödipus» blickt hinter den Mythos und ist Familientragödie und Politthriller zugleich. «Two people can live inside an illusion. Add a third – and the curtain comes down.» In der Wahlkampfzentrale des Spitzenkandidaten wird das Mobiliar schon abtransportiert. Noch zwei Stunden bis zur Bekanntgabe des Wahlergebnisses. Ödipus, dem Spitzenkandidaten der neuen politischen Bewegung, die für Veränderung, für Hoffnung und Aufbruch steht, ist der Sieg so gut wie sicher. Für Ödipus und seine Familie sind die letzten privaten Stunden angebrochen: Bald schon ist er Staatsmann, bald ist Iokaste wieder First Lady des Landes, bald sind Antigone, Eteokles und Polyneikes Politikerkinder. Als Ödipus’ Mutter Merope unangekündigt im Kreis der Familie erscheint und auf ein Vier-Augen-Gespräch mit ihrem Sohn drängt und als ein angeblicher Seher die Schatten der Vergangenheit und Schrecken der Zukunft heraufbeschwört, beginnt Ödipus nachzubohren. Warum werden die Umstände des tödlichen Verkehrsunfalls seines Vorgängers unter Verschluss gehalten? Und warum versucht man Ödipus davon abzuhalten, seine Geburtsurkunde zu veröffentlichen, um den Fake News von seiner fragwürdigen Herkunft endlich den Wind aus den Segeln zu nehmen? Ödipus bohrt tiefer, stellt Fragen und die Zeit verrinnt, bis alles auf dem Tisch liegt – nicht nur das Wahlergebnis. Wie schon in seiner Schnitzler-Aktualisierung «Die Ärztin» hat der britische Regisseur und Dramatiker Robert Icke einen Bühnenklassiker radikal in die Gegenwart übersetzt. Seine Neudichtung ist Politthriller und Familientragödie zugleich. Icke blickt hinter den Mythos und legt jenen existenziellen Horror frei, der das noch immer verstörend Faszinierende an Sophokles’ «Ödipus» ausmacht: dass Lebenskonstrukte und scheinbares Glück von einem Augenblick auf den nächsten zerbrechen können, fundamental bis in die Grundfesten hinein. Inszenierung: Robert Icke Bühne: Hildegard Bechtler Kostüme: Wojciech Dziedzic Sounddesign: Tom Gibbons Sounddesign Associate: Erwin Sterk Licht: Natasha Chivers Lichtdesign Associate: Hector Murray Video: Tal Yarden Videodesign Associate: Taylor Edelle Stuart Dramaturgie: Lea Maria Unterseer 2 Stunden 20 Minuten, Keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Maria Stuart

Residenztheater

Maria Stuart, die entthronte schottische Königin, sucht in England Asyl, findet sich aber alsbald in Festungshaft, da ihre Tante, die englische Königin Elisabeth Tudor, Ermittlungen gegen sie aufnimmt: Maria war angeblich im Alter von siebzehn Jahren in die Ermordung ihres Ehemanns verstrickt – so die offizielle Anklage, gerüchtehalber aber auch in ein ganz aktuelles Umsturzkomplott. Schiller zeichnet keine seiner Protagonistinnen in besonders schmeichelhaftem Licht: Maria als impulsive Verführerin, Elisabeth als eifersüchtige und entscheidungsscheue Regentin. An Goethe schreibt er 1799 über seinen «poetischen Kampf mit dem historischen Stoff», bevor es ihm gelingt, «der Phantasie eine Freiheit über die Geschichte zu verschaffen». Und diese Freiheit besteht auch darin, aus der beliebten «Virgin Queen» – die in ihrer Regentschaft jahrelange Querelen mit Frankreich befriedete, den Staatshaushalt konsolidierte, den Grundstein von Seemacht und Commonwealth legte, eine Blütezeit für Künste und Wissenschaft schuf – eine Zauderin zu machen, die lieber sterben möchte, als über den Konflikt mit Maria zu entscheiden. Hier schreibt sich auch Schillers eigene Gegenwart in das Stück ein, in der wenige Jahre zuvor Marie Antoinette als eine der Frontfrauen des Absolutismus auf dem Schafott ihr Ende fand: «Dies Land, Mylady, hat in letzten Zeiten / Der königlichen Frauen mehr vom Thron / Herab aufs Blutgerüste steigen sehn». Denn im Hintergrund dieses Politthrillers um Ämternachfolge und Staatskonfession lauert immer der Volksaufstand, der schließlich beide Königinnen den Kragen kosten könnte. Schiller lässt nicht nur den Hofstaat, sondern auch seine Majestäten selbst zweifeln, ob es ein einzelner Mensch vermag, im Sinne eines Volks zu entscheiden, und exerziert diese «Furcht, die schreckliche Begleitung der Tyrannei» in allen Schattierungen durch. Er schreibt so nicht nur ein Stück über das Zögern einer Staatenlenkerin, sondern auch über die Notwendigkeit der Demokratie. Dass diese Debatte wie in der antiken «Orestie» ihren Anfang mit einem Gattenmord und ihr Ende im Irren der Entscheidung der Einzelnen findet, ist vielleicht kein Zufall. «Ein Stück über das NICHT-Handeln. Über die radikale Einsamkeit und unentrinnbare (Ohn-)Macht, in die eine menschliche Machthaberin hineingerät. Mich interessiert die Faszination dieser Frau an der anderen, das Erkennen ihrer selbst in der anderen. Und ihr schlussendliches TROTZDEM-Handeln, getrieben von einem in sich falschen System, in dem es nur die eine Entscheidung geben kann.» Nora Schlocker Inszenierung: Nora Schlocker Bühne: Irina Schicketanz Kostüme: Jana Findeklee, Joki Tewes Komposition und Sounddesign: Philipp Weber Licht: Gerrit Jurda Choreografie und Körperarbeit: Sabina Perry Dramaturgie: Constanze Kargl Bei dieser Inszenierung kommt Stroboskoplicht zum Einsatz. Die weiblichen Hauptfiguren Maria Stuart und Elisabeth werden beide von Pia Händler und Lisa Stiegler verkörpert. Die Besetzung wird zu Beginn jeder Vorstellung ausgelost. Altersempfehlung: ab 14 Jahren Dauer: 2 Stunden 20 Minuten, 1 Pause
Aufführungen | Musical

Cabaret

Residenztheater

nach dem Stück «Ich bin eine Kamera» von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood aus dem Englischen von Robert Gilbert Das legendäre Musical «Cabaret» führt uns in die schillernde Welt des Kit-Kat-Clubs der 1930er-Jahre. Jeden Abend begeistert die enigmatische Künstlerin Sally Bowles mit ihrem berühmten Song «Life is a Cabaret» das Publikum, das Dekadenz und Diversität feiert. Der junge Amerikaner Clifford Bradshaw verfällt diesem sinnlich aufgeladenen Kosmos. Doch gleichzeitig zieht etwas Dunkles herauf, das sich immer stärker in den Alltag der lebenslustigen Lebenskünstler*innen einschleicht. «Willkommen, bienvenue, welcome ... Fremder, étranger, stranger …» So beginnt das legendäre Musical «Cabaret» – mit der lockenden Einladung des Conférenciers, die schillernde Welt des Kit-Kat-Clubs zu betreten, in dem die enigmatische Künstlerin Sally Bowles jeden Abend ihren berühmten Song «Life is a Cabaret» zum Besten gibt. Dieser Einladung folgt auch der junge amerikanische Schriftsteller Clifford Bradshaw. Als Fremder ist er in die pulsierende Stadt gekommen, um keine Sekunde von dem zu verpassen, was in dieser pulsierenden Stadt hier vor sich geht. «Ich bin eine Kamera mit offenem Verschluss, ganz passiv, ich nehme auf, ich denke nicht.» Cliff – zunächst nur neugieriger Beobachter – verfällt zunehmend diesem sinnlich aufgeladenen Kosmos. Gleichzeitig zieht etwas Dunkles herauf – politisch und gesellschaftlich –, das sich immer stärker in den pulsierenden Alltag der Lebenslustigen einschleicht. Doch im Zustand des großen «Davor» wird gefeiert, getanzt und gesungen – ausgelassen, jubelnd und  … irrsinnig! Für den britisch-amerikanischen Autor Christopher Isherwood (1904–1986), dessen zwei autobiografische Berlin-Romane als Vorlage für «Cabaret» dienten, war sein erster Besuch in dieser Stadt eines der einschneidendsten Erlebnisse seines Lebens. Hatte er «Berlin-Babylon» zunächst noch für einen «Reklamespruch» im Wettbewerb mit dem mythischen Paris gehalten, erlebte er in Berlin bald einen «gewaltigen Mummenschanz der Perversionen» und eine nie gekannte Freiheit. Als die politische Lage immer bedrohlicher wird, verlässt er schließlich Deutschland Richtung Griechenland: Als Homosexueller weiß er, dass er in Gefahr ist. Der international gefragte Opernregisseur Claus Guth nähert sich dem «Cabaret» – die legendäre Verfilmung entstand in München – aus seiner ganz eigenen Perspektive. Das detailliert-dokumentarische Zeitbild der 1930er-Jahre in Berlin wird für ihn zu einer Forschungsreise ins Innere. Ein unsicherer junger Mann, ein Schriftsteller, der noch nicht viel erlebt hat, probiert sich in allen Facetten seiner Möglichkeiten aus und findet – in der Konfrontation mit der größtmöglichen Intensität von Wirklichkeit – zu sich selbst und seiner Identität. Inszenierung: Claus Guth Musikalische Leitung: Michael Gumpinger Musikalische Assistenz: Stephen Delaney Bühne: Étienne Pluss Kostüme: Bianca Deigner Soundkomposition: Mathis Nitschke Licht: Gerrit Jurda Choreografie: Sommer Ulrickson Dramaturgie: Almut Wagner, Yvonne Gebauer 3 Stunden , 1 Pause
Aufführungen | Schauspiel

König Lear

Residenztheater

Premiere: 10.10.2026 aus dem Englischen von Kiki Miru Miroslava Svolikova Der Münchner Publikumsliebling und Ausnahmeschauspieler Manfred Zapatka in einer der ganz großen Titelfiguren William Shakespeares: König Lear. Es ist die Charakterstudie eines alternden, unberechenbaren Patriarchen und Tyrannen. Der launische Herrscher beschließt in einem Akt von Willkür, von heute auf morgen als König abzudanken und sein Erbe stattdessen an die nächste Generation weiterzugeben. Dafür will er das Reich unter seinen drei Töchtern aufteilen. Einzige Bedingung: Sie sollen öffentlich ihre bedingungslose Liebe zu ihm beteuern. Es entbrennt ein Wettbewerb der Schmeicheleien, dem sich die Jüngste, Cordelia, verweigert. Von seiner Lieblingstochter enttäuscht, verbannt Lear Cordelia und übergibt sein Reich an die beiden älteren, Goneril und Regan. Parallel dazu spiegelt sich Lears Schicksal im Hause Glosters: Dort spinnt Glosters unehelicher Sohn Edmund eine perfide Intrige gegen seinen rechtmäßigen Bruder Edgar, um sich das Erbe des Vaters zu sichern. Was in beiden Familien zunächst als Streit um die Nachfolge beginnt, entfaltet sich zu einer Tragödie von sprachlicher wie szenischer Wucht, die im Gesamtwerk Shakespeares ihresgleichen sucht. Als ein König ohne Macht und Land, verstoßen von den eigenen Kindern, bleibt Lear nur mehr die Flucht in den Wahnsinn und die Dunkelheit eines aufziehenden Unwetters – Mensch und Natur werden eins, der Sturm wird zum Spiegel von Lears innerem Leid und ist zugleich Vorbote dessen, was Lear und der Welt bei Shakespeare noch bevorsteht. »das ist die krankheit unserer zeit, dass verrückte blinde führen.« Nach »Romeo und Julia« inszeniert Hausregisseurin Elsa-Sophie Jach ein weiteres großes Shakespeare-Drama – ein schonungsloser Generationenkonflikt, ausgetragen auf höchster politischer Ebene und auf dem Rücken Unschuldiger. Inszenierung: Elsa-Sophie Jach Bühne: Marlene Lockemann Kostüme: Sibylle Wallum Komposition: Max Kühn Musikalische Leitung: Samuel Wootton Licht: Barbara Westernach Video: Jonas Alsleben Dramaturgie: Michael Billenkamp

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