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Bayerische Staatsoper

Die Bayerische Staatsoper gehört weltweit zu den führenden Opernhäusern und blickt stolz auf eine über 350 Jahre währende Geschichte von Oper und Ballett zurück. Mit rund 600.000 Gästen, die jährlich über 300 Veranstaltungen besuchen, trägt die Bayerische Staatsoper maßgeblich zum Ruf Münchens als einer der großen internationalen Kulturstädte bei.

Innerhalb einer Spielzeit werden über 30 Opern aus fünf Jahrhunderten und mehr als 20 Ballette vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart gegeben, dazu Konzerte und Liederabende. Damit ist das Programm des Hauses eines der international vielfältigsten. Mit 2.101 Plätzen ist das klassizistische Nationaltheater das größte Opernhaus Deutschlands und gilt als eines der schönsten Theater in Europa.

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Bayerische Staatsoper

Max-Joseph-Platz 2
D-80539 München

Telefon: +49 (0)89-21 85-19 20

Bewertungschronik

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Festspiele

Münchner Opernfestspiele

Die Tradition der Münchner Opernfestspiele reicht bis in das Jahr 1875 zurück, als zum ersten Mal ein „Festlicher Sommer“ veranstaltet wurde. Diese Tradition wird auch unter der Intendanz von Serge Dorny fortgeführt. Die Münchner Opernfestspiele 2024 zeigen die Neuproduktionen der Spielzeit, die sich auf den Leitgedanken „Ein Brunnen, der in den Himmel schaut“ berufen. Die zwei Opernpremieren der Münchner Opernfestspiele, Le Grand Macabre von György Ligeti und Pelléas et Mélisande von Claude Debussy, präsentieren zeitgenössische Oper und ein Meisterwerk des musikalischen Impressionismus. Ein Schwerpunkt der Münchner Opernfestspiele 2024 liegt auf Werken von Giacomo Puccini und Richard Wagner. Auf dem Spielplan stehen vier Werke der beiden Komponisten, die zugleich zu wichtigen Opern des Repertoires zählen: Neben Richard Wagners Tannhäuser und Parsifal werden Giacomo Puccinis Tosca und La fanciulla del West gezeigt. Puccinis Tosca wird außerdem als audiovisuelle Live-Übertragung auf dem Max-Joseph-Platz bei Oper für alle während der Münchner Opernfestspiele 2024 zu erleben sein. Zahlreiche Kammerkonzerte und Liederabende ergänzen das Programm. Der Ballettabend Sphären.02 | Preljocaj feiert mit zeitgenössischen Balletten von Choreograph:innen der jüngeren Generation und Angelin Preljocaj ebenfalls während der Münchner Opernfestspiele Premiere. Das Bayerische Staatsballett nimmt außerdem die beiden Neuproduktionen der Spielzeit, Le Parc von Angelin Preljocaj und einen Abend, den Nacho Duato, Andrew Skeels und Sharon Eyal gestalten werden, wieder auf.

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Oper

Le nozze di Figaro

Wolfgang Amadeus Mozart.

Opera buffa in vier Akten (1786)
Libretto von Lorenzo Da Ponte basierend auf der Komödie La Folle Journée ou Le Mariage de Figaro von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais.

Graf Almaviva hat das ius primae noctis, das Recht der ersten Nacht, höchstselbst abgeschafft. Dieser Umstand hält ihn jedoch nicht davon ab, seiner Untergebenen Susanna, die kurz vor der Hochzeit mit ihrem Figaro steht, nachzustellen. Ein klarer Fall von sexueller Belästigung. Was passiert, wenn einer über viel Geld und Macht verfügt? Sogar die Justiz seinem Willen beugen kann? Le nozze di Figaro war bereits zu Mozarts Zeiten mehr als ein bloßes Lustspiel. Die dargestellte Welt ist von den kriminellen Machenschaften und offenen Betrügereien der Hohen und Mächtigen durchdrungen. Lorenzo Da Pontes Libretto nach dem Skandalstück des französischen Revolutionärs Beaumarchais führt die farbenfrohen Charaktere einer Ständekomödie in derart ausweglose Situationen, dass sich überall Leere und Todessehnsucht breitmachen. So ist die Liebe des Grafen zu seiner neuen Gattin Rosina nach der Hochzeit schlagartig erkaltet, obwohl er sie gerade erst spektakulär aus den Fängen ihres Vormunds befreit hat. Dabei hatte ihm ausgerechnet der einfallsreiche Figaro geholfen, den der Graf nun zum Dank – vielleicht auch als fragwürdige Entschädigung für die Belästigung Susannas – als Kammerdiener beschäftigt. Kaum erobert, findet sich die Gräfin vernachlässigt und sehnt sich wahlweise die Liebe Almavivas oder den eigenen Tod herbei. Es bedarf jeder Menge Intrigen und Gegenintrigen, um den übergriffigen Grafen zu entmachten und Susannas Hochzeit mit ihrem geliebten Figaro doch noch stattfinden zu lassen.

Die Inszenierung von Evgeny Titov geht mit großer Lust an Tempo und Situationskomik der Frage nach, warum sich unsere Humanität immer wieder als brüchig erweist und wo die Bruchstellen liegen. Die immense Differenzierungskunst von Mozarts Musik entfaltet hierzu ihre ganz eigene Dynamik einer Entfesselung von Eifersucht und Begehren.

Musikalische Leitung: Stefano Montanari
Inszenierung: Evgeny Titov
Bühne und Kostüme: Annemarie Woods
Licht: D. M. Wood
Dramaturgie: Katja LeclercJanine Ortiz
Chor: Christoph Heil

empfohlen ab 16 Jahren

Dauer ca. 3 Stunden 30 Minuten

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Einführungen finden jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn (ausgenommen am Premierenabend am 30.10.23) im 1. Rang im Vorraum zur Königsloge statt.
Sitzplätze nur begrenzt vorhanden, Dauer ca. 20 Min.

Die Premiere wird live im Hörfunk auf BR-Klassik übertragen.

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Oper

Pelléas et Mélisande

Claude Debussy

Drame lyrique in fünf Akten (1902)
Textfassung vom Komponisten nach dem Schauspiel von Maurice Maeterlinck (1893).

Die Oper Pelléas et Mélisande, uraufgeführt 1902 in Paris, basiert auf dem gleichnamigen Drama des flämischen Symbolisten Maurice Maeterlinck, eine tragisch endende märchenhafte Dreiecksgeschichte um die Halbbrüder Golaud und Pelléas und die von beiden geliebte geheimnisvolle Mélisande. Die äußere Handlung sei für ihn nicht der Kern des Dramas, so Maeterlinck, er versuche vielmehr, „tiefer in das menschliche Bewusstsein hinabzusteigen.“ Bild hierfür ist das Schloss Allemonde, ein düsterer, bedrückender Ort ohne Licht. Die eigentliche Handlung bleibt im Vagen, dafür lotet auch Claude Debussy in seiner Oper psychische Tiefen aus und thematisiert unterschwellige seelische Prozesse. Seine Musik bleibt verhalten und nähert sich immer wieder der Stille. Die Komposition schillert in den vielfältigsten Farben, die subtil die Figuren zum Leuchten bringen. Pelléas et Mélisande ist eine Tragödie der Innerlichkeit, rätselhaft, morbide, tieftraurig und voller Schönheit. Die Regie übernimmt die niederländische Regisseurin Jetske Mijnssen, sie stellt sich mit dieser Produktion erstmals an der Bayerischen Staatsoper vor.

Musikalische Leitung: Hannu Lintu
Inszenierung: Jetske Mijnssen
Bühne und Kostüme: Ben Baur
Licht: Bernd Purkrabek
Choreographie: Dustin Klein
Chor: Franz Obermair
Dramaturgie: Ariane Bliss

empfohlen ab 14 Jahren

Koproduktion mit The Dallas Opera

In französischer Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache.

Einführungen für Pelléas et Mélisande finden am 11., 14., 17. und am 22.7. jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn im Gartensaal des Prinzregententheaters statt.

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Oper

Tosca

Giacomo Puccini

Melodramma in drei Akten (1900)
Komponist Giacomo Puccini. Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Drama La Tosca von Victorien Sardou.

Es gibt wenige Opern, die vom ersten Takt an dermaßen unter Hochdruck stehen, wenige, in denen den Temperaturumschwung von eiskalter Berechnung zur Überhitzung in Sekundenschnelle vonstattengeht. Und kaum eine, in der private Verstrickung und persönliche Tragik so mit politischer Haltung in historischer Genauigkeit verwoben sind. Giacomo Puccinis Tosca hat seit der Uraufführung das Publikum elektrisiert. Die Schockwelle, die von dieser Oper ausging, war so stark, dass noch Jahrzehnte viele Reaktionen eher von der Fassungslosigkeit und Überwältigung der Betroffenen sprechen als von den Qualitäten des Stückes selbst und seiner Dreiecksgeschichte um die Sängerin Floria Tosca, den Maler Mario Cavaradossi und den Polizeichef Baron Scarpia. Das Künstlertum des Protagonistenpaars Tosca und Cavaradossi ist dabei keine koloristische Zutat, sondern definiert das Profil ihrer Charaktere; es begründet die Exzentrik Toscas ebenso wie die Liberalität Cavaradossis und erklärt auch das ausgeprägte Selbstbewusstsein der Sängerin: Aus der Heroine der Bühne wird eine Heldin im Leben. Auch die Erscheinung Scarpias ist als Auswuchs seiner entfesselten totalitären Macht zu verstehen, und sein sexueller Sadismus heute noch einer der wahrhaft skandalösen Momente der Opernliteratur. Überhaupt ist das historische Detail nicht Staffage, sondern bildet „die Voraussetzung des Konflikts zwischen den Vertretern zweier gegensätzlicher Gesellschaftssysteme“ (Norbert Christen) in einer Zeit der Krise. Mit seinem Geflecht musikalischer Erkennungsmotive, die sich – mit Ausnahme der starren Scarpia-Akkorde – sensibel den Situationen anpassen, erreicht Puccini eine neue Dimension von durchkomponierter Opernstruktur; im enorm dichten Zusammenhalt der Partitur schafft er gleichwohl Inseln, in denen sich Reflexion zu Momenten höchster arioser Intensität verdichten.

Musikalische Leitung: Andrea Battistoni
Inszenierung: Kornél Mundruczó
Bühne und Kostüme: Monika Pormale
Licht: Felice Ross
Chöre: Christoph Heil
Dramaturgie: Kata WéberMalte Krasting

empfohlen ab 16 Jahren

In italienischer Sprache. Mit deutschen und englischen Übertiteln. Neuproduktion.

Dauer: ca. 2 Stunden 45 Minuten (inklusive einer Pause)

Einführungen finden jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn (ausgenommen am Premierenabend am 20.5.24) im 1. Rang im Vorraum zur Königsloge statt.
Sitzplätze nur begrenzt vorhanden, Dauer ca. 20 Min.

Tickets zur ca. 60-minütigen Einführungsmatinee am 9.5. für Tosca sind separat erhältlich.

Die Premiere wird live im Hörfunk auf BR-Klassik übertragen.
Liveübertragung der Vorstellung vom 27.7.2024 auf STAATSOPER.TV im Rahmen von Oper für alle.

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Ballett

Sphären.02 | Preljocaj

Zeitgenössische Ballette von Edouard Hue, Émilie Lalande und Angelin Preljocaj

kuratiert von Angelin Preljocaj

In der Reihe Sphären richtet Ballettdirektor Laurent Hilaire seinen Fokus auf die jüngere Generation von Tanzschaffenden. Es geht darum, Verbindungen innerhalb einer choreographischen „Sphäre“ aufzuspüren und daraus Elemente einer möglichen tänzerischen Sprache der Zukunft abzuleiten. Die Aufführungen im Cuvilliéstheater erfreuen sich großer Beliebtheit und zeigen das breite Spektrum an künstlerischen Handschriften, mit denen das Ballett heutzutage gestaltet wird. Erzählerische, abstrakte, improvisierte, klassische sowie Elemente aus der Performance-Art gelangen zum Einsatz und zeigen auf, in welche Richtung sich das Ballett entwickeln könnte. Die diesjährige Ausgabe #02 in der Saison 2023/24 wird von Angelin Preljocaj kuratiert.

Edouard Hue: SKINNY HEARTS
Choreographie: Edouard Hue
Musik: Jonathan Soucasse
Bühne und Kostüme: Edouard Hue
Licht: Christian Kass
Tänzer:innen: Dani GibsonJasmine HenryMariia MalininaPolina MedvedevaElisa MestresChelsea ThronsonDaniella VenterMargaret Whyte

Emilie Lalande: LE SPECTRE DE LA ROSE
Choreographie: Émilie Lalande
Musik: Carl-Maria von WeberHector BerliozMickaël LafontÉmilie Lalande Murcof
Bühne und Kostüm: Émilie Lalande
Licht: Christian Kass
Tänzer:innen: Zhanna GubanovaPhoebe SchembriMatteo DilaghiSoren Sakadales

Angelin Preljocaj: UN TRAIT D'UNION
Choreographie: Angelin Preljocaj
Sounddesign: Marc Khanne
Musik: Johann Sebastian Bach
Kostüme: Nathalie Fontenoy
Lichtdesign nach Jacques Chatelet: Christian Kass
Tänzer: Severin BrunhuberKonstantin Ivkin

empfohlen ab 12 Jahren

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Ballett

Onegin

Ballett in drei Akten nach Alexander Puschkin (1965)

Choreographie John Cranko. Musik Pjotr I. Tschaikowski arrangiert von Kurt-Heinz Stolze

Entstanden im Jahre 1965 nach der literarischen Vorlage von Alexander Puschkin, berührt die Geschichte der jungen Tatjana, die sich in den arroganten Dandy Onegin verliebt und von ihm aufs grausamste abgewiesen wird auch heute noch unverändert das Publikum. Seit über vierzig Jahren wird Onegin in München getanzt, und viele der großen Tänzerinnen von Eva Evdokimova über Konstanze Vernon, Evelyn Hart, Lucia Lacarra und Natalia Osipova haben ihr einen eigenen unverwechselbaren Charakter gegeben. Wie kaum ein anderes Handlungsballett eröffnet die Rolle der Tatjana Möglichkeiten der Rollengestaltung: Tatjana entwickelt sich im Verlauf des zweieinhalbstündigen Abends vom naiv-verträumten Teenager zu einer reifen Frau, die schließlich in einer dramatischen Auseinandersetzung die Entscheidung zwischen Leidenschaft und Pflicht zu treffen hat.

Musikalische Leitung: Vello Pähn
Choreographie: John Cranko
Bühne und Kostüme: Jürgen Rose
Ensemble des Bayerischen Staatsballetts
Bayerisches Staatsorchester

empfohlen ab 10 Jahren

Dauer ca. 2 Stunden 25 Minuten

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Oper

Parsifal

Richard Wagner

Ein Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen (1882)
Komponist Richard Wagner. Dichtung vom Komponisten

Weder Balsam noch Heilkraut kann dem vor sich hinsiechenden wundkranken Gralskönig Amfortas Linderung schenken. Komplex stellt sich der Weg zu seiner Genesung heraus. Kein Eingeweihter der Gralsgemeinschaft, nur ein Außenstehender, ein „reiner Tor“, der durch Mitleid Wissender wird, kann den Speer wiedergewinnen, der die Wunde verursacht hat, mit seiner Spitze Amfortas’ Wunde berühren und ihn somit heilen. Auf seiner Reise zur Selbsterkenntnis und zum Mittel der Erlösung wird Parsifal nicht nur vom kundigen Gralsritter Gurnemanz begleitet, sondern auch von der rätselhaften und verführerischen Kundry, die ihm die Augen für Sinnlichkeit wie auch für Übersinnliches öffnet.

Richard Wagner fragt in seinem letztem Musikdrama, dem Bühnenweihfestspiel Parsifal, das 1882 in Bayreuth uraufgeführt wurde, nach Wunden, die sowohl im einzelnen Menschen und in den Gemeinschaften brennen und antwortet mit Wundermitteln, die Leid zu lindern vermögen.

Inszenierung: Pierre Audi
Bühne: Georg Baselitz
Mitarbeit Bühnenbild: Christof Hetzer
Kostüme: Florence von Gerkan
Mitarbeit Kostüm: Tristan Sczesny
Licht: Urs Schönebaum
Dramaturgie: Klaus BertischBenedikt Stampfli
Chöre: Christoph Heil

empfohlen ab 16 Jahren

In deutscher Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache.

Dauer ca. 5 Stunden 15 Minuten

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Oper

Tannhäuser

Richard Wagner

Romantische Oper in drei Aufzügen (1845)
Komponist / Libretto Richard Wagner.

Der Mensch, zerrissen im Dualismus? Materie und Idee, leibliche Erfüllung und geistiges Streben, irdische Sinnenlust und himmlische Verklärung – seit Jahrtausenden behaupten Philosophen und Religionen die Existenz widerstreitender Prinzipien.
Tannhäuser, Metapher des Künstlers oder einfach ein suchender Mensch, will diese Spaltung nicht akzeptieren und wandert zwischen den antagonistisch erklärten Welten. Nicht Versöhnung des Widerspruchs ist sein Ziel, sondern seine Negierung, die bewusste Entscheidung, alles zu leben. Antwort auf das Sehnen nach Erfüllung sucht er mal in spiritueller Mystik, mal in christlich grundierter Liebe oder in purem Sex. Doch immer scheint etwas zu fehlen, sein Verlangen wird nie gestillt. So kommt Tannhäuser nie richtig an, immer zieht es ihn wieder fort, der Ekel an sich selbst wird größer noch als die Verachtung für das Mittelmaß, für alle, die sich mit Kompromissen zufriedengeben (so wie es die Wartburgsänger mit ihrer blutleeren Kunst tun), anstatt die Extreme auszuschöpfen. Tannhäuser ist eine Bewegung ohne Aussicht auf ein Ziel. Insofern konnte Richard Wagner nie fertig werden mit diesem Stück, ganz gleich, wie oft er es auch umarbeitete.

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Inszenierung, Bühne, Kostüme, Licht: Romeo Castellucci
Choreographie: Cindy Van Acker
Regiemitarbeit: Silvia Costa
Dramaturgie: Piersandra Di MatteoMalte Krasting
Videodesign und Lichtassistenz: Marco Giusti
Chor: Christoph Heil

empfohlen ab 17 Jahren

In deutscher Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache.

Dauer ca. 4 Stunden 45 Minuten

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Oper

La Fancuulla del West

Giacomo Puccini

Oper in drei Akten (1910)
Libretto von Guelfo Civinini und Carlo Zangarini nach dem Schauspiel „The Girl of the Golden West“ von David Belasco.

Eine Szene voll Melancholie und Trauer: Den Goldgräbern in Puccinis Oper La fanciulla del west nach David Belascos Drama The Girl of the Golden West ist von ihrer Hoffnung auf Reichtum nichts mehr anzusehen. Die bittere Realität: trostloses Arbeiterleben. Nur mühselig schürfen sie ein wenig Gold zusammen – zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Allein Minnie, die einzige Frau im Lager und Barfrau und Autoritätsperson in einem, vermag es, ein wenig Trost und Zuneigung zu verbreiten. Auch sie sehnt sich nach der einzigen und reinen Liebe. Doch der mysteriöse Neuankömmling birgt ein dunkles Geheimnis. Er ist Hauptmann einer brutalen Räuberbande, auf den ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Gibt es in einer solch unwirtlichen Welt die Möglichkeit, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen, neu zu beginnen oder gar Verzeihung zu erlangen? Und Puccini spitzt mit avancierter, hochemotionaler Klangdramaturgie die Oper auf die Frage zu, was stärker sei: Recht oder Liebe?

Musikalische Leitung: Juraj Valcuha
Inszenierung: Andreas Dresen
Regie Mitarbeit: Frauke Meyer
Bühne: Mathias Fischer-Dieskau
Kostüme: Sabine Greunig
Licht: Michael Bauer
Chor: Kamila Karlinovna Akhmedjanova
Dramaturgie: Rainer Karlitschek / Lukas Leipfinger

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

empfohlen ab 14 Jahren

Dauer ca. 2 Stunden 45 Minuten

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Oper

Die Fledermaus

Johann Strauß

Operette in drei Akten (1874)
Libretto von Richard Genée nach der Komödie Le Réveillon von Henri Meilhac und Ludovic Halévy in der deutschen Bearbeitung von Karl Haffner.

Barrie Kosky verleiht der‚ Operette aller Operetten‘ ein neues Gewand und widmet sich ihrer morbiden Seite. Schauplatz ist Wien, Stadt der goldenen Operettenära, wo 1874 Die Fledermaus am Theater an der Wien uraufgeführt wurde. Nicht nur für Gabriel von Eisenstein wird hier die Rache der Fledermaus zum Alptraum. Eine Gesellschaft, eine ganze Stadt tanzt dem Abgrund entgegen. Um sich an seinem Freund Eisenstein zu rächen, inszeniert Dr. Falke alias die Fledermaus ein Verwechslungsspiel beim Grafen Orlofsky. Dort treffen sich ein Marquis und ein Chevalier, eine Gräfin und angehende Künstlerinnen zu einer rauschhaften Party. Gläser klirren, Beziehungen geraten ins Wanken, es wird geliebt, gelogen und getanzt. Hier wird gefeiert, so lange es noch geht, getreu dem Motto: „Glücklich ist, wer vergisst...“.

Musikalische Leitung: Constantin Trinks
Inszenierung: Barrie Kosky
Bühne: Rebecca Ringst
Kostüme: Klaus Bruns
Choreographie: Otto Pichler
Licht: Joachim Klein
Chor: Christoph Heil
Dramaturgie: Christopher Warmuth

Koproduktion mit der Dutch National Opera

empfohlen ab 10 Jahren

In deutscher Sprache. Mit deutschen und englischen Übertiteln. Neuproduktion.

Einführungen finden jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn (ausgenommen am Premierenabend am 23.12.23) im 1. Rang im Vorraum zur Königsloge statt.
Sitzplätze nur begrenzt vorhanden, Dauer ca. 20 Min.

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Online

Staatsoper.TV

Oper und Ballett im kostenlosen Live-Stream

Die Bayerische Staatsoper führt mit der Spielzeit 2020/21 ihr bisheriges Live-Streaming-Angebot fort und präsentiert Neuproduktionen der Saison auf STAATSOPER.TV. Auf Marina Abramovics 7 Deaths of Maria Callas folgen ab Anfang November sieben weitere Live-Übertragungen. Seit November 2020 stehen zusätzlich MONTAGSSTÜCKE im kostenlosen Stream auf dem Programm.

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Bayerische Staatsoper

Die Bayerische Staatsoper gehört weltweit zu den führenden Opernhäusern und blickt stolz auf eine über 350 Jahre währende Geschichte von Oper und Ballett zurück. Mit rund 600.000 Gästen, die jährlich über 300 Veranstaltungen besuchen, trägt die Bayerische Staatsoper maßgeblich zum Ruf Münchens als einer der großen internationalen Kulturstädte bei.

Innerhalb einer Spielzeit werden über 30 Opern aus fünf Jahrhunderten und mehr als 20 Ballette vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart gegeben, dazu Konzerte und Liederabende. Damit ist das Programm des Hauses eines der international vielfältigsten. Mit 2.101 Plätzen ist das klassizistische Nationaltheater das größte Opernhaus Deutschlands und gilt als eines der schönsten Theater in Europa.

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Aufführungen / Oper Bayerische Staatsoper München München, Max-Joseph-Platz 2
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Tumblingerstraße 29
Aufführungen / Theater Staatstheater am Gärtnerplatz München München, Gärtnerplatz 3
Aufführungen / Theater Residenztheater München München, Max-Joseph-Platz 1
Aufführungen / Theater theater VIEL LÄRM UM NICHTS - München München, August-Exter-Str. 1
Ereignisse / Festival Tanzwerkstatt Europa 30.7. bis 9.8.2024
Ereignisse / Festival Opernfestival Gut Immling, Halfing 22.6. bis 18.8.2024
Aufführungen / Theater Münchner Kammerspiele München, Falckenbergstraße 1
Aufführungen / Theater Teamtheater München München, Am Einlaß 2a / 4
Aufführungen / Musical Deutsches Theater München München, Schwanthalerstraße 13
Aufführungen / Kabarett Münchner Lustspielhaus München, Occamstr. 8
Aufführungen / Theater Komödie im Bayerischen Hof München, Promenadeplatz 6
Aufführungen / Theater theater ... und so fort München, Hans-Sachs-Str. 12
Aufführungen / Kulturveranstaltung FestSpielHaus gGmbH München, Quiddestr. 17
Aufführungen / Theater Tatwort Improvisationstheater München, Rumfordstr. 29-31
Aufführungen / Theater Oberanger Theater München München, Oberanger 38
Aufführungen / Theater Kleine Bühne München München, Kazmairstraße 66
Aufführungen / Theater fastfood theater München, Betriebsbüro: Häberlstraße 20
Aufführungen / Theater HochX München, Entenbachstr. 37
Aufführungen / Theater TamS-Theater München, Haimhauser Str. 13 a
Aufführungen / Theater MÜNCHNER GALERIE THEATER München, Geigenbergerstr. 37

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