zur Startseite
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Tumblingerstraße 29
Literatur+Sprache / Kulturveranstaltung Poesiebriefkasten München, Wirtstr. 17
Literatur+Sprache / Lesung Lyrik Kabinett München München, Amalienstraße 83a
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Klangvolle Weihnachtserzählung

Immling Festival

Sieglinde Zehetbauer (Sopran), Iris Schmidt (am Flügel) und Verena von Kerssenbrock (Sprecherin) begeben sich auf eine musikalische Winterreise - auf der Suche nach den zarten, heiteren und berührenden Seiten der kalten Jahreszeit. Mit Wekren von Humperdinck, Strauss, Reger und Cornelius.
Literatur+Sprache | Lesung

Best of Poetry Slam

Münchner Volkstheater

Best of Poetry Slam ist die Champions League des beliebtesten Literaturformats unserer Zeit und längst schon fester Bestandteil im Programm des Volkstheater sowie Fixtermin für alle Slamfans. Hier sieht man Slamlegenden und die spannendsten neuen Stars der Szene, hier versammeln sich Dutzende Meistertitel und Hunderte Slamsiege an auf einer Bühne. In einer Dichter*innenschlacht der Extraklasse stehen sich vier der namhaftesten Slampoet*innen gegenüber und kämpfen um den Titel. Dabei sind diesmal: Die Deutschsprachige U20-Meisterin JOHANNA BAUER (Düsseldorf), die amtierende Schweizer Meisterin ANNIKA BIEDERMANN (Zürich), der Finalist der Deutschsprachigen Meisterschaften DA WASTL (Graz) und die zweifachen Deutschsprachigen Meister im Teamwettbewerb WORTWIN & SLAMSON (Ortwin Bader-Iskraut und Jonas Samson, Berlin). Abgerundet wird der Abend vom Münchner Singer-/Songwriter KILIAN UNGER Künstlerische Leitung und Moderation: Ko Bylanzky
Literatur+Sprache | Lesung

Axel Hacke

Münchner Volkstheater

Axel Hacke hat ein neues Buch geschrieben. Es heißt "Wie fühlst du dich? Über unser Innenleben in Zeiten wie diesen" – und genau darum geht es. Unsere Gesellschaft ist so gefühlsbeherrscht, wie sie es kaum je zuvor gewesen sein dürfte. Immerzu reden Menschen davon, wie sich etwas für sie anfühlt, selbst Wetter wird mehr gefühlt als gemessen. Unsere Konsum-Industrie ist ohne Gefühle so wenig denkbar wie der Erfolg populistischer Politiker, der auf ihr Geschick im Schüren von Ängsten zurückgeht. Die sozialen Medien? Rein emotionsgesteuert. Was bedeutet das für uns? Wie gehen wir damit um? Das sind die Fragen des Abends. Und weil es bei Hackes Lesungen immer um alles geht, trägt er auch die heitersten Texte aus dem Gesamtwerk vor. So wird ein heiterer, entspannter und nachdenklicher Abend entstehen. Axel Hacke lebt als Schriftsteller in München. Berühmt ist seine Kolumne Das Beste aus aller Welt, die er seit Jahrzehnten jeden Freitag im Magazin der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht. Seine Bücher sind Bestseller. Seine Arbeit wurde u.a. mit dem Joseph-Roth-Preis, zwei Egon-Erwin-Kisch-Preisen, dem Theodor-Wolff-Preis und zuletzt dem Ben-Witter-Preis 2019 ausgezeichnet.
Literatur+Sprache | Lesung

Jan Weiler

Münchner Volkstheater

Die ersten Warnzeichen der Pubertät sind kaum wahrnehmbar und noch leicht zu übersehen. Fast unbemerkt wird der Nachwuchs zunächst muffelig und maulfaul, dann aufmüpfig und liebeskrank. Doch bald ist die Verwandlung zum Pubertier perfekt und es kommt zu glanzvollen Auftritten bei Partys und Popkonzerten, aber auch auf dem heimischen Sofa, von dem sie nicht mehr wegzudenken sind. Doch in dem Moment, wo man glaubt, den Anblick der Pickelcreme im Bad und die Diskussionen über mangelnde Wokeness im Griff zu haben, ziehen die Pubertiere einfach aus und machen die Eltern damit von einem auf den anderen Tag zu Ältern. Und was nun? In den besten Texten der Pubertier-Ära spannt Jan Weiler einen weiten Bogen und erzählt von Besuchen im Pubertier-Labor, dem Leben zwischen Teenagern und der leisen Verzweiflung ratloser Eltern.
Literatur+Sprache | Lesung

U20 Poetry Slam

Münchner Volkstheater

Ein Poetry Slam ist der Dichter*innenwettstreit unserer Zeit – lebendig, direkt und voller Emotion. Hier wird Poesie zum Erlebnis und zur Plattform für alle, die sich trauen, ihre Texte mit der Welt zu teilen. Das Publikum ist mittendrin statt nur dabei und entscheidet mit seinem Applaus über den Ausgang des Abends. Unter der künstlerischen Leitung des Münchner SlamMasters Ko Bylanzky hat sich der U20 Poetry Slam im Münchner Volkstheater längst zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Hier steht Münchens Slam-Nachwuchs im Rampenlicht: Jugendliche bis 20 Jahre präsentieren ihre eigenen Texte – ob Gedichte, Geschichten oder Performances, ob ernst, humorvoll, persönlich oder gesellschaftskritisch. Schreien, flüstern, jaulen, keuchen, pfeifen, rappen – alles ist erlaubt. Die Werkzeuge: Sprache, Stimme und Körper. Der Wettbewerb tritt dabei schnell in den Hintergrund, denn wichtiger sind der Respekt, das Miteinander und die gemeinsame Leidenschaft für Worte. Begleitet von Ko Bylanzky und einem/r Gastmoderator*in sorgen erfahrene Slam-Stars als Special Guests für zusätzliche Energie auf der Bühne. Also: Spitzt die Stifte, macht Euch bereit – es wird poetisch! Anmeldung per E-Mail an u20slam@muenchner-volkstheater.de Workshops für U20 Poetry Slammer*innen Du schreibst Texte oder würdest es gerne mal versuchen und bist mindestens 14 und nicht älter als 20 Jahre? Du magst Poetry Slam oder bist neugierig, das literarische Bühnenformat der Gegenwart kennenzulernen? Dann bist du jetzt nicht mehr allein, denn hier ist die Gruppe Jugendlicher, der es genauso geht. Nach dem großen Erfolg der letzten Spielzeiten gehen die Poetry Slam Workshops in ihre vierte Saison und geben jungen Schreib- und Bühnenbegeisterten an insgesamt 15 Dienstagen zwischen 17.30 und 19 Uhr eine Heimat. Der künstlerische Leiter Ko Bylanzky sowie die bekannten Poetry Slammer*innen Lotta Emilia und Philipp Potthast, die für die Workshopleitung verantwortlich sind, wissen auf deine Fragen Antworten, zeigen dir Wege auf, wie du deine Ideen zu Texten entwickelst oder deinen Text bühnenfertig machst und ihn dann z.B. beim regelmäßigen U20 Poetry Slam im Volkstheater präsentierst. Natürlich kannst du auch einfach nur den Workshop besuchen ohne aufzutreten, niemand wird dazu gedrängt, aber allen wird im kontinuierlichen Schreib- und/oder Performanceprozess geholfen. Und das auch noch völlig kostenlos! Die Termine der Spielzeit 25/26 findest du hier: www.muenchner-volkstheater.de/jugend/u20-poetry-slam Schick deine formlose Anmeldung einfach per E-Mail an u20slam@muenchner-volkstheater.de!
Literatur+Sprache | Lesung

Victor Schefé: Zwei, drei blaue Augen

Münchner Volkstheater

Tassilo will raus – aus der Enge der Rostocker Platte, hinein ins freie Leben West-Berlins. 1986 reist er aus, trotz der Drohungen seiner Mutter. Drei Jahre später fällt die Mauer – und mit ihr eine Wahrheit, die alles verändert. Aus Briefen, Tagebucheinträgen, Kindheitserinnerungen und Stasi-Akten formt Victor Schefé einen Roman, der vor Energie leuchtet. Moderation: Niels Beintker, Bayern 2 Victor Schefé, 1967 in der DDR geboren, ist 1986 nach West-Berlin ausgereist. Start als Schauspieler an Berliner Off-Theatern, wenig später Hauptrollen am Schauspielhaus Wien. Danach in über achtzig Film- und TV-Produktionen von "Tatort" bis "Bewegte Männer", ab 2010 auch international, in "Bridge of Spies" unter der Regie von Steven Spielberg, im James-Bond-Film "Spectre" und in drei Staffeln "Borgia". Regisseur und Produzent von "B. i. N. – Berlin im November". Mitglied der Deutschen Filmakademie und Unterzeichner der Initiative #actout. "Zwei, drei blaue Augen" ist sein Romandebüt.
Literatur+Sprache | Lesung

Möllner Rede im Exil

Münchner Volkstheater

Am 23.11.1992 wurden in Mölln zwei rassistische Brandanschläge verübt, bei denen Ayşe Yılmaz, Yeliz Arslan und Bahide Arslan ermordet wurden. In Gedenken an sie findet jährlich die Möllner Rede im Exil statt. Seit 2013 ist die Rede nicht mehr Teil des offiziellen Gedenkens der Stadt Mölln und wird an unterschiedlichen Orten im Exil gehalten. Die von Ibrahim Arslan initiierte Veranstaltung rückt die Perspektiven der Betroffenen und Angehörigen in den Mittelpunkt und schafft einen lebendigen Ort der Erinnerung. Die Möllner Rede ist auch Ausdruck einer selbstbestimmten und solidarischen Gedenkpraxis, die dazu anregt, die dominante Erinnerungskultur in Deutschland zu reflektieren und vielfältige Verbindungen herzustellen. An dem Abend sprechen neben den Familien Arslan und Yılmaz auch Angehörige und Betroffene des rassistischen Attentats am Münchner Olympia-Einkaufszentrum sowie Familienangehörige von Semra Ertan, die sich 1982 aus Protest gegen Rassismus öffentlich selbst verbrannte. Die diesjährige Keynote halten Alena Isabelle Jabarine und Deborah Feldman. Musikalisch begleitet wird die Möllner Rede im Exil von den Musiker*innen Berivan Kaya, Nadina Memagić und Asmir Šabić. Als Teil des Bühnenbildes wird eine Installation der Künstlerin Rajya Karumanchi-Dörsam zu sehen sein, die an alle Todesopfer rechter, rassistischer Gewalt seit Gründung der Bundesrepublik erinnert. Bei der Veranstaltung wird es eine Simultanübersetzung ins Türkische geben. Organisiert von den Familien Arslan und Yılmaz und dem »Bündnis im Gedenken an den rassistischen Brandanschlag in Mölln 1992«. Das Bündnis besteht aus Mitgliedern und Freund*innen der Familie Arslan und verbundenen Personen aus antirassistischen Zusammenhängen. Mit Unterstützung von Lückenlos e.V., Florida Lothringer13, Coalition for Pluralistic Public Discourse (CPPD) und Amnesty International e.V.
Literatur+Sprache | Lesung

Münchner Poetry Slam-Stadtmeisterschaft 2025

Münchner Volkstheater

Die erfolgreichsten Slammerinnen und Slammer des Jahres auf einer Bühne. Wer wird Münchner Stadtmeister*in 2025 und vermag es die Titelträgerin des Vorjahres Sina Bahr vom Thron zu stoßen? Poetinnen und Poeten messen sich im Wettstreit der Worte und versuchen das Publikum und die Jury mit Text und Performance zu überzeugen. Special Guest: Poetry Slam Vize-Weltmeister Emil Kaschka (Wien). Moderation: Ko Bylanzky
Literatur+Sprache | Lesung

»Ach! Es heilt kein Thron des Herzens Schmerz«

Residenzwoche München

Lesung aus Briefen und Gedichten mit Manuel Schimansky M.A. Dauer: 20 Minuten
Literatur+Sprache | Lesung

Beton

Residenztheater

Lesung mit Manfred Zapatka Rudolf recherchiert seit Jahren, ja Jahrzehnten, über seinen Lieblingskomponisten Mendelssohn Bartholdy. Seine Studie hält er für das Beste, was er je geschrieben hat – nur hat er sie eben noch nicht geschrieben. In einem furiosen Monolog führt Thomas Bernhards Roman in das Epizentrum der Schreibblockade, in dem Mensch und Welt tragikomisch miteinander ringen. In einer szenischen Lesung gibt Manfred Zapatka nach «Minetti» einer weiteren Kunst- und Künstlerfigur des österreichischen Schriftstellers Körper und Stimme. Dramaturgie: Katrin Michaels Einrichtung Bühne: Lisa Käppler Produktionsleitung: Cornelia Maschner
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

kurz & gut

Residenztheater

Texte, die sitzen & Lieder, die hängen bleiben. Was passiert, wenn eine Schauspielerin genug hat von Dreiakter-Dramen und 500-Seiten-Romanen? Sie liest. Kurz. Und singt. Gut. Zusammen mit wechselnden Gästen widmet sich Cathrin Störmer der literarischen Kurzform: Kurzgeschichten. Und weil ein Lied ja auch eine Kurzgeschichte ist, gibt's ein passendes oder unpassendes Lied dazu. Diese neue Reihe ist für alle, denen Oper zu lang, Pop zu poppig und das Leben zu linear ist.
Literatur+Sprache | Lesung mit Musik

Matthias Brandt & Jens Thomas

Münchner Volkstheater

Ein Mann beginnt unter seltsamen Erscheinungen zu leiden. Er sieht Dinge, hört Geräusche, die außer ihm niemand wahrnimmt. Immer mehr steigert er sich in die Vorstellung hinein, dass ein furchtbares unbekanntes Wesen von ihm Besitz ergreift. Das Unsichtbare wird zur Obsession, bis er eines Tages vor der Erkenntnis steht: "Ich kann nicht mehr wollen, aber jemand will für mich." "Le Horla" ist die vielleicht bekannteste phantastische Novelle Guy de Maupassants, ein frühes Meisterwerk der psychologischen Horrorliteratur. Matthias Brandt und Jens Thomas nehmen Maupassants Erzählung und weitere Texte zur Vorlage für ihre neueste Zusammenarbeit. Der Soundtrack und die Songs stammen von Jens Thomas. Mit "Dämon" knüpfen beide an ihre gemeinsame Arbeit in "Psycho" an. 90 Minuten, keine Pause
Literatur+Sprache | Lesung

Die Nacht der Autorinnen und Autoren der Süddeutschen Zeitung

Münchner Volkstheater

Freuen Sie sich mit uns auf die 19. Nacht der Autorinnen und Autoren der Süddeutschen Zeitung. Wir wollen mit Ihnen reden, über unsere Arbeit und die großen Themen, die München, Deutschland und die Welt bewegen. Stellen Sie all Ihre Fragen an die Redakteurinnen und Redakteure auf den Bühnen und kommen Sie mit uns im Foyer ins Gespräch. Erleben Sie wieder die Redakteurinnen und Redakteure der Süddeutsche Zeitung und einige spannende Gäste bei zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen auf den drei Bühnen und in den Foyers des Münchner Volkstheaters und auf der Bühne im Bahnwärter Thiel gleich nebenan. Tickets erhalten Sie online über den Webshop der Süddeutschen Zeitung oder an der Abendkasse im Münchner Volkstheater (so lange der Vorrat reicht). Weitere Informationen finden Sie außerdem unter: sz-erleben.de/nda
Literatur+Sprache | Lesung

Caroline Wahl: Die Assistentin

Münchner Volkstheater

Eine Karriere als Musikerin – das war eigentlich Charlottes größter Wunsch. Aber jetzt ist es ja eh zu spät, und sie muss sich um einen vernünftigen Job kümmern, schon wegen der Eltern. Sie findet eine Stelle in einem Verlag, auch nicht schlecht, und München ist eine schöne Stadt, vor allem im Sommer. Im Vorzimmer des Verlegers sitzt Charlotte ganz nah am Zentrum der Macht. Dass der seine Assistentinnen oft auswechselt, kriegt sie schnell mit. Aber sie entwickelt ein gutes Verhältnis zu ihrem Chef, der ihre Stärken erkennt, ihr vertraut. Und dafür muss sie eben viel in Kauf nehmen, sehr viel, vielleicht auch selbst mit harten Bandagen kämpfen, vielleicht ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Vielleicht sogar Bo verlieren, in den sie sich doch gerade erst verliebt hat … In wunderbar lakonischem Tonfall, mit Humor und Tiefgang erzählt Caroline Wahls neuer Roman von einer jungen Frau, die sich nicht zum Opfer machen lassen will und doch in eine Lage gerät, die viele Menschen kennen: wenn einem der Beruf zur Hölle wird. Eine ganz alltägliche Leidensgeschichte, ein Roman über Resilienz und Überleben. Caroline Wahl, geboren 1995 in Mainz, wuchs in der Nähe von Heidelberg auf. Sie hat Germanistik in Tübingen und Deutsche Literatur in Berlin studiert. Danach arbeitete sie in mehreren Verlagen. 2023 erschien ihr Debütroman 22 Bahnen, für den sie u. a. mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis und dem Grimmelshausen-Förderpreis ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde 22 Bahnen Lieblingsbuch der Unabhängigen 2023. Auch ihr zweiter Roman Windstärke 17 wurde zum Ereignis und stand monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten. Caroline Wahl lebt in Kiel.
Literatur+Sprache | Lesung

Wolf Haas: Wackelkontakt

Münchner Volkstheater

Der Trauerredner Franz Escher hat ein Problem. Seine Steckdose hat den Geist aufgegeben. Während er auf den Elektriker wartet, liest er ein paar Seiten. Das Buch handelt von Elio Russo, dem Kronzeugen im großen Mafia-Prozess. Elio sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Entlassung. Er hat so viele Leute verraten, dass er um sein Leben fürchten muss. Aus Angst hält er sich nachts in seiner Zelle wach und liest in einem Buch. Es handelt von Franz Escher. Escher wartet schon den halben Vormittag auf den Elektriker. Seine Steckdose hat einen Wackelkontakt.
Literatur+Sprache | Lesung

Mit Amelio nach Gerolstein

Staatstheater am Gärtnerplatz

Das ursprünglich innovative und gesellschaftskritische Genre Operette wurde erst im Lauf der Zeit (vor allem durch die Nazis) auf das spießig-reaktionäre Heile-Welt-Format zurechtgestutzt, dem es seinen heutigen Ruf verdankt. Dass in diesem Zuge auch der progressive Umgang mit (Homo-)Sexualität verlorenging, ist ein Nebeneffekt dieser Entwicklung. Doch es bewegt sich was - am Gärtnerplatz und anderswo. Im Rahmen der Münchner Pride Weeks präsentiert der deutsch-irische Operettenforscher Kevin Clarke die brandaktuelle Neuauflage seines Buches »Glitter & Be Gay: Reloaded« - im Gespräch mit Staatsintendant Josef E. Köpplinger sowie den Solisten Juan Carlos Falcón (»Die Großherzogin von Gerolstein«) und Christian Schleinzer (»Oh! Oh! Amelio!«). Freuen Sie sich auf Einblicke in die anarchisch-queeren Ursprünge der Operette, ins bunte Repertoire des Gärtnerplatztheaters und auf Livemusik - wobei natürlich Bernsteins titelgebende Arie »Glitter and Be Gay«, gesungen von Andreja Zidaric, nicht fehlen darf! Mit: Juan Carlos Falcón, Josef E. Köpplinger, Christian Schleinzer und Andreja Zidaric Klavier: Peter Foggitt Moderation: Kevin Clarke
Literatur+Sprache | Buchpräsentation

Der blinde Fleck

Münchner Volkstheater

80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs öffnen der Trauma- und Stressexperte Louis Lewitan, Sohn von Schoah-Überlebenden, und der Journalist Stephan Lebert den Giftschrank der deutschen Erinnerung: In ihrem Buch "Der blinde Fleck. Die vererbten Traumata des Krieges – und warum das Schweigen in den Familien jetzt aufbricht" (Heyne) fragen sie die Nachgeborenen, was sie von ihren Familien über die Jahre 1933 bis 1945 wissen. Auf der Bühne des Münchner Volkstheaters sprechen Louis Lewitan und Stephan Lebert mit der Moderatorin Amelie Fried, dem Kabarettisten, Autor und Musiker Andreas Rebers und Louis Lewitans Tochter Joëlle über die ebenso schwierige wie befreiende Auseinandersetzung mit der Last der eigenen Familiengeschichte und über die Bedeutung von Erinnerungskultur heute. Die Schoah und das Ende des Zweiten Weltkriegs liegen weit zurück, es leben nur noch wenige Zeitzeug:innen. Ihre Vergangenheit jedoch hinterlässt bis heute Spuren in den Familien. Geprägt durch eine Katastrophe, die sie nicht selbst erlebt haben, tragen viele Nachkommen im Land der Täter und Mitläufer seelische Narben, deren Ursachen sie oft nur vage kennen. In vielen Familien sind bleiernes Schweigen, verdrängte Erinnerungen, wohlgehütete Geheimnisse, hartnäckige Lügen allgegenwärtig – ein erdrückendes Erbe, dessen Gift bis heute wirkt. Doch der Panzer des Schweigens bricht auf: Da sie keine Konfrontation mit den Großeltern oder Eltern mehr fürchten müssen, recherchieren immer mehr Menschen ihre Familiengeschichte und spüren nach, wie diese ihr eigenes Leben beeinflusst hat. Anhand von rund einhundert Gesprächen mit Betroffenen, darunter auch Andreas Rebers, schreiben Louis Lewitan und Stephan Lebert über die "blinden Flecken" und die Chancen, die in der Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte liegen. Ein aktueller Beitrag zur deutschen Erinnerungskultur. Moderation: Amelie Fried Musik: Andreas Rebers In Kooperation mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München & Obb. und dem Heyne Verlag
Literatur+Sprache | Lesung

Thomas Mann to go

Münchner Volkstheater

Was schenken wir einem Mann, der wirklich alles schon hat (inklusive Literaturnobelpreis), zum Ehrentag? – Ein Wiedersehen mit seinen Lieblingsmenschen! SOMMERS WELTLITERATUR TO GO zaubert pünktlich zum 150. Geburtstag von Thomas Mann das Gesamtwerk des Großdichters (fast vollständig) auf die Bühne des Münchner Volkstheaters. Ja, dabei gibt es viel unterhaltsamen Untergang (Kaufmannsfamilien, Dichter, Abendland), sehr häufige Schullektüren, Kampf für die Demokratie (aus dem Exil) und durchgängig feinsten ironischen Sprachwitz mit etlichen anbetungswürdigen Schalksnarren (vom Pharaoberater bis zum Hochstapler). Ein charmanter musikalischer Rahmen sowie echte Publikumspartizipation sorgen für Atmosphäre und Austausch, denn natürlich ist die Beschäftigung mit Literatur keine Einbahnstraße, sondern ein Teamsport. Ist es wirklich möglich, Manns Gesamtwerk an einem einzigen Abend spielen? Und wenn ja, wie groß soll die Besetzung sein? Unsere Antwort: 7,5 cm. Michael Sommer und sein PLAYMOBIL-Ensemble sind seit 2015 Experten für möglichst prägnante und unterhaltsame Zusammenfassungen literarischer Klassiker. Im YouTube-Kanal SOMMERS WELTLITERATUR TO GO präsentieren sie einmal wöchentlich ein Werk der Weltliteratur in zehn Minuten. Das stößt sowohl bei Lehrenden und Lernenden sowie in der allgemeinen Öffentlichkeit auf reges Interesse (über 39 Millionen Aufrufe). Seine Arbeit wurde im Juni 2018 mit einem Grimme Online Award in der Kategorie "Kultur und Bildung" ausgezeichnet. Disclaimer: Ja, es kommt eine ganze Menge PLAYMOBIL an diesem Abend vor. Und ja, Kinder dürfen auch kommen, aber dies ist eine seriöse Kulturveranstaltung für Jugendliche und Erwachsene.
Literatur+Sprache | Lesung

Heinz Strunk - Zauberberg 2

Münchner Volkstheater

Eine Hommage an einen Klassiker, ein großer Roman, ganz und gar Heinz Strunk Jonas Heidbrink, ein Erfolgsmensch. Schon vor dem Dreißigsten hat er sein Start-up versilbert; arbeiten muss er sein Leben lang nicht mehr. Aber es geht Heidbrink nicht gut, überhaupt nicht. Und so fährt er eines kalten Januartages los Richtung Osten, in die mecklenburgische Einöde, wo inmitten von Sümpfen ein schlossartiger Bau emporragt: das Sanatorium. Alles ausgesprochen nobel, aber eben doch: Klinik für Menschen mit dem einen oder anderen Knacks. Schnell ist Heidbrink in das Korsett von Visiten und Anwendungen eingepackt, muss er sich entscheiden, ob er im Speisesaal seiner Misanthropie folgen oder Anschluss finden will. Die Menschen hier, Ärzte, Schwestern, Patienten, sind ihm fremd, doch bald sind sie seine Welt. Nur scheint die Klinik wirtschaftlich nicht rundzulaufen. Ein Nebengebäude wird geschlossen, das Personal reduziert sich, man munkelt, in der Küche werde nur noch Convenience Food in der Mikrowelle aufgewärmt. Und so reiht sich ein Monat an den anderen – bis es in den Sümpfen zu einem rätselhaften Unglücksfall kommt.
Literatur+Sprache | Lesung

Steffen Schroeder: Der ewige Tanz

Münchner Volkstheater

Sommer 1928: Anita Berber liegt geschwächt in einem Berliner Krankenhaus. Gerade noch war sie ein Star, verkörperte die neue Zeit, auf der Bühne, in Dutzenden Filmen, lebte und liebte exzessiv. Bis zu den Anfeindungen in Wien, in denen eine dunkle Zukunft aufschien … Anita Berber denkt zurück an ihre geliebte Großmutter Lu, bei der sie aufwuchs. An ihren Weg zum göttlichen Tanz, an den großen Fritz Lang und die ehrgeizige Marlene Dietrich, die bald Anitas Stil kopierte. Während Freunde – wie Otto Dix, der sie malte – sie besuchen, sucht Anita Berber nach dem entscheidenden falschen Schritt auf ihrem Weg. Sie wollte den Tanz zur Kunst, zur Feier des Lebens machen – andere sahen nur den Skandal. Um all das kreisen ihre Gedanken, auch um ihre große, verlorene Liebe. Und um Felix Berber, den berühmten Violinisten – ihren lebenslang vermissten Vater. Nach dem Ersten Weltkrieg wankt alles Feste, die Welt ist ungeahnt frei und gefährlich zugleich. Steffen Schroeder erzählt Anita Berbers aufregendes Leben, das diese Epoche verkörpert – zwischen Selbstbestimmung, größter Freiheit und Risiko. Ein packendes Panorama mit einer glühenden Heldin.

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.