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© Conny Mirbach
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Schauspiel Stuttgart

Ehemals Königliche Hoftheater, 1909 bis 1912 von Max Littmann als Doppeltheater mit Opern- und Schauspielhaus erbaut. 1924 wurden die Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Erhalten blieb nach dem II. Weltkrieg nur das mit klassizistischen Säulen geschmückte Große Haus.
Im Schauspielhaus finden Veranstaltungen des Schauspiel Stuttgart und des Stuttgarter Balletts statt. Nach Diskussionen über eine Wiedererrichtung begann man 1959 nach der Kriegszerstörung an alter Stelle mit einem Neubau nach Entwürfen von Hans Volkart. 1962 konnte das Schauspiel den Spielbetrieb im Kleinen Haus aufnehmen. 2002 wurde der Bau in Schauspielhaus umbenannt. Das Schauspielhaus wurde von 2010 bis 2013 grundständig saniert und im September 2013 wiedereröffnet.

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Schauspiel Stuttgart
Oberer Schloßgarten 6
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49 (0)7 11-20 32-0

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Schauspiel

Die Ermittlung

von Peter Weiss

Zwischen Dezember 1963 und August 1965 fand in Frankfurt am Main der erste Auschwitz-Prozess statt, in dem die für das Funktionieren der Vernichtungsmaschinerie Verantwortlichen vor Gericht standen. Die Konfrontation mit den Frankfurter Auschwitz-Prozessen war für das Land und die Politik in den Sechzigern prägend. Peter Weiss hat in seinem dokumentarischen Theaterstück diesen Prozess dargestellt und zu einem „Oratorium“ verdichtet. In elf Gesängen treten Zeug*innen, Angeklagte, Richter und Verteidiger auf, die das, was in Auschwitz geschah, schildern. Täter und Opfer werden miteinander konfrontiert, und auf diese Weise wird, gerade durch den Verzicht auf die Rekonstruktion individueller Erlebnisse und die Betonung der funktionalen Aspekte, das Grauen dieser Tötungsfabrik deutlich. Berichtet wird ebenso von der totalen Entmenschlichung im Lager und dem Versuch zu überleben wie von dem Verschweigen, Leugnen und Verdrängen der Täter. Knapp zwei Jahre dauerte der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess, bei dem Deutsche über Deutsche zu Gericht saßen. Peter Weiss nahm als Zuschauer an dem Prozess teil. Sein Theaterstück basiert auf den Protokollen des Prozesses. Die Ermittlung ist eines der erfolgreichsten deutschen Theaterstücke der Nachkriegszeit. 1965 wurde der Theatertext gleichzeitig an 15 west- und ostdeutschen Theatern sowie von der Royal Shakespeare Company in London uraufgeführt.

Die Ermittlung wird im Landtag und an weiteren Orten im Stadtraum gezeigt.

Inszenierung: Burkhard C. Kosminski
Kostüme: Ute Lindenberg
Musik: Hans Platzgumer
Licht: Sebastian Isbert
Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger

Ab Klasse 10

Dauer: ca. 2:05 Std., keine Pause

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Schauspiel

Spiel­plan­analyse 26/27

von und mit Harald Schmidt

Premiere: 20.9.2026

Dann zieh doch Deine alte Cordhose an! Natürlich bleibt auch diese lieb gewonnene Pointe zentraler Bestandteil der Spielplananalyse 26/27. Gerade in Zeiten allgemeiner Unsicherheiten ist es wichtig, den Menschen nicht verhandelbare Werte zu vermitteln. Allerdings werden wir uns den Herausforderungen der Konkurrenz aus China nicht verschließen. In Zusammenarbeit mit KI-Spezialisten wurden Titelteile deshalb von 25/26 auf 26/27 verändert. Alte Witze unter neuen Titeln – alles andere macht die Ränder stark! SPIELPLANANALYSE 26/27 ist ein klares Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg. Gastspiele in Ungarn und der Slowakei haben mir den Wert des Stuttgarter Fachpublikums noch einmal drastisch vor Augen geführt. Eine gemeinsame Sprache hilft. Mag sie auch noch so einfach sein. Der Respekt vor den Kolleg:innen des Ensembles verbietet es mir auch in der kommenden Spielzeit, die Aufführungen anzuschauen. Die Analyse soll aus sachlicher Distanz erfolgen, mit der kalten Nüchternheit des Forschers. Als Zuschauer ist man häufig von der Attraktivität der Protagonist*innen so fasziniert, dass es den analytischen Blick trübt. Mag der Abonnierende auch nie gekannte Momente inneren Friedens erleben, wenn sein Gehirn gekitzelt wird – für den aus Steuergeldern bezahlten Analytiker gehört es sich nicht. So viel Anstand ist altmodisch, ich weiß. Aber in zahlreichen Mails schreibe ich mir dafür viel Zuspruch. Lassen Sie uns gemeinsam die Hütte vollmachen, oder wie wir Schwaben sagen:

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Schauspiel

Zwischen zwei Menschen ent­steht manch­mal, wie selten, eine Welt

Eine theatrale Erkundung zu Hannah Arendt und Totenauberg von Elfriede Jelinek

Premiere: 26.9.2026

Hannah Arendt gibt die Welt nicht auf, sie will sie verstehen. Denn Verstehen bedeutet für sie „die spezifisch menschliche Weise, lebendig zu sein“, aber auch „unvoreingenommen und aufmerksam der Wirklichkeit, wie immer sie ausschauen mag, ins Gesicht zu sehen und ihr widerstehen“. Faschismus, Konformismus und Gewalt prägten ihr Leben. Verstehen-Wollen war dabei auch eine Form des Widerstands. Den Mut dazu schöpfte sie aus dem ihr eigenen Urvertrauen, dem „Weltvertrauen“ des gemeinsamen Menschseins. Für sie ist Denken ein innerer Dialog, der erst im Austausch mit anderen entsteht. Aus Begegnungen mit bedeutenden Intellektuellen ihrer Zeit wurden intensive Freundschaften, wie mit Günther Anders (mit dem sie für kurze Zeit verheiratet war), Karl Jaspers, Walter Benjamin, Hans Jonas, Gershom Scholem, Theodor W. Adorno oder mit ihrem zweiten Mann Heinrich Blücher. In diesen Freundschaften fand sie eine Heimat, die sie mit dem Nationalsozialismus verloren hatte.
1924 begann Hannah Arendt bei Martin Heidegger Philosophie zu studieren. Ein geheimes Liebesverhältnis mit dem verheirateten Heidegger war die Folge. Trotz seines Engagements im Nationalsozialismus sowie seiner Mitgliedschaft in der NSDAP – die einen tiefen Bruch in der Beziehung nach sich zog – blieb eine lebenslange, intellektuelle und persönliche Verbundenheit bestehen.

Elfriede Jelineks Theatertext Totenauberg, angelehnt an Todtnauberg, wo Heidegger zeitweise lebte, setzt sich ebenso mit dessen zerstörerischem Naturkult wie mit der Beziehung zu seiner Meisterschülerin auseinander. Anders als Heideggers berüchtigtes Schweigen brachte Arendt die Vergangenheit vielstimmig zum Sprechen: die eigene Flucht, den nationalsozialistischen und den stalinistischen Terror. 1961 verfolgte sie, inzwischen amerikanische Staatsbürgerin, als Reporterin den Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem. Die Inszenierung nähert sich dieser unbestechlichen Denkerin des 20. Jahrhunderts basierend auf ihren eigenen Briefen und Texten sowie auf Jelineks Stück. Sie findet an unterschiedlichen Orten im Schauspielhaus statt.

Inszenierung: Burkhard C. Kosminski
Bühne: Florian Etti
Kostüme: Ute Lindenberg

ab Klasse 10

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Bewertungen & Berichte Zwischen zwei Menschen ent­steht manch­mal, wie selten, eine Welt

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Schauspiel Stuttgart

Ehemals Königliche Hoftheater, 1909 bis 1912 von Max Littmann als Doppeltheater mit Opern- und Schauspielhaus erbaut. 1924 wurden die Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Erhalten blieb nach dem II. Weltkrieg nur das mit klassizistischen Säulen geschmückte Große Haus.

Im Schauspielhaus finden Veranstaltungen des Schauspiel Stuttgart und des Stuttgarter Balletts statt. Nach Diskussionen über eine Wiedererrichtung begann man 1959 nach der Kriegszerstörung an alter Stelle mit einem Neubau nach Entwürfen von Hans Volkart. 1962 konnte das Schauspiel den Spielbetrieb im Kleinen Haus aufnehmen. 2002 wurde der Bau in Schauspielhaus umbenannt. Das Schauspielhaus wurde von 2010 bis 2013 grundständig saniert und im September 2013 wiedereröffnet.

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Bewertungen & Berichte Schauspiel Stuttgart

Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3
Aufführungen / Theater Schauspiel Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 6
Aufführungen / Ballett Stuttgarter Ballett Stuttgart, Oberer Schloßgarten 6
Erlebnisse / Musical Chormusical
Judith
Mitsingen beim Chormusical
Aufführungen / Theater Theater der Altstadt Stuttgart Stuttgart, Rotebühlstraße 89
Aufführungen / Theater Wilhelma Theater Stuttgart Stuttgart, Neckartalstraße 9
Aufführungen / Theater Theater tri-bühne Stuttgart Stuttgart, Eberhardstraße 61A
Aufführungen / Theater Theater Rampe Stuttgart Stuttgart, Filderstraße 47
Aufführungen / Theater LIMA-Theater Esslingen Esslingen am Neckar, Landolinsgasse 1
Aufführungen / Theater Wilhelma Theater Stuttgart Stuttgart, Neckartalstraße 9
Aufführungen / Varieté Friedrichsbau Varieté Stuttgart, Friedrichstraße 24

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